Metanavigation:


"Wilhelm Tell" als Kunstwerk. Struktur- und Stilstudien.

Autor: Berendsohn, Walter A.
Erschienen: Stockholm, 1960
Quelle: Schlyter, Börje et. al. (Hrsg.): Studier i modern sprakvetenskap.
Verlag: Almquist & Wiksell

Abstract

Walter A. Berendsohn untersucht in diesem Aufsatz den Aufbau und inneren Zusammenhang sowie die sprachlichen Ausgestaltung von Schillers "Willhelm Tell". Anhand zahlreicher Textbeispiele benennt er stilistische und inhaltliche Mittel, die Wilhelm Tell zur Hauptfigur des Dramas avancieren lassen. Die epische Gewichtung des Stückes sowie das "Szenen crescendo" betonen, so der Autor, das zentrale Thema des Dramas, den Freiheitskampf des Schweizer Volkes, und verleihen dem Stück den Charakter eines nationalen Festspiels. Dabei kann der Aufbau des Stückes in Blankversen sowie die metrischen Besonderheiten als bewusstes Abstandnehmen von der Alltagswirklichkeit angesehen werden. Landschafts- und Wetterbeschreibungen sowie die durch Antithesen geprägten Wechselreden treiben die Handlung voran.
Auch stellt Berendsohn dar, wie das humanistische Weltbild Schillers in seinen Schilderungen der Charaktere Eingang findet. Die Freiheitsliebe, die aus diesem Stück spricht, "macht das Kunstwerk 'Wilhelm Tell' unvergänglich."

Der Text als:   pdf (427 KB) html (277 KB)sxw (86 KB)
 

Berendsohn, Walter A.

Walter Arthur Berendsohn (1894-1984) gilt als Begründer der deutschen Exilliteraturforschung und Förderer von Nelly Sachs. Er arbeitete viele Jahrzehnte am Germanistischen Institut der Universität Stockholm, wo er 1969 zusammen mit Prof. Dr. Helmut Müssener, dem heutigen Leiter des Instituts, die "Stockholmer Koordinationsstelle zur Erforschung der deutschsprachigen Exil-Literatur" einrichtete.

 

Ihr Kommentar

einen Kommentar schreiben