Professionalisierung des Schreibens.Autor: Kruse, Otto |
AbstractOtto Kruse bedauert, dass das Schreiben in Deutschland lange Zeit nicht als erlernbare Fertigkeit gesehen wurde. Dies ist nicht zuletzt auf den Geniekult zurückführen, der die Rezeption literarischer Texte ab der Mitte des 19. Jahrhunderts dominierte. Dem stellt der Autor die gezielte Ausbildung rhetorischer Fähigkeiten in der Antike entgegen: "Zur Zeit Christi Geburt war im Römischen Reich die Herstellung von Texten ein zentrales Schul- und Studienfach". Positiv bewertet Kruse eine "Renaissance der Rhetorik" in Schreibwerkstätten, -kursen und Seminaren an Universitäten und Journalistenschulen. Gleichzeitig sieht er - vor allem im deutschsprachigen Raum - viel Nachholbedarf im Hinblick auf eine "Professionalisierung des Schreibens". |
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Prof. Dr. Otto Kruse studierte von 1968 bis 1974 in Marburg Psychologie. Nach dem Studium war er zwei Jahre lang an der Universitäts-Nervenklinik Marburg beschäftigt. Kruse war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Psychologie der Technischen Universität Berlin und in der Zentraleinrichtung Studienberatung und Psychologische Beratung der FU Berlin. Seit 1993 ist er Professor für Psychologie mit dem Schwerpunkt-Lehrgebiet Entwicklungs- und Beratungsprozesse. Kruse hat sich insbesondere auf die Behebung von Schreibproblemen und die Förderung von Schreibkreativität spezialisiert. Nach langjähriger Lehrtätigkeit an der Fachhochschule Erfurt ist er jetzt am Zentrum für Professionelles Schreiben der Zürcher Hochschule Winterthur beschäftigt. Kruse ist Mitbegründer und ehemaliger Leiter der 


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