Gewogene Zeit.Autorin: von Heydebrand, Renate / Mörike, Eduard |
AbstractRenate von Heydebrand analysiert und interpretiert Eduard Mörikes Gedicht "Um Mitternacht" unter Berücksichtigung literaturhistorischer, poetologischer und biographischer Gesichtspunkte. Die "besondere Vollkommenheit des Gedichts" liegt ihrer Auffassung nach in seiner "Klang- und Bildgestalt in der Durchdringung aller Sprach- und Sinnebenen", der "Suggestivkraft seiner Vorstellungen" und nicht zuletzt dem "Fehlen eines reflektierenden Ich" begründet. |
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von Heydebrand, Renate Prof. Dr. Renate von Heydebrand, geb. 1933, studierte Germanistik, Anglistik und Philosophie in Freiburg, Glasgow, Berlin und Münster. 1962 promovierte sie in Neuerer deutscher Literaturwissenschaft, die Habilitation erfolgte 1970. Von Heydebrand lehrte an den Universitäten Münster, Mannheim, Jena und München. Seit 1996 ist sie im Ruhestand. Forschungsschwerpunkte sind unter anderem die Autoren Eduard Mörike und Robert Musil. Weitere Interessengebiete sind die Literatur um 1900, die Sozialgeschichte der Literatur, die Geschlechterdifferenz in der Literatur sowie die Wertung von Literatur und Kanonbildung. |
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Mörike, Eduard
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Eduard Mörike wurde 1804 in Ludwigsburg geboren. In den Jahren 1822-1826 studierte er Theologie in Tübingen, danach folgte eine fast achtjährige Vikariatszeit an verschiedenen Orten. Die ersten veröffentlichten Gedichte erschienen 1828/29 in Cottas "Morgenblatt für gebildete Stände". Nach dem misslungenen Versuch, sich als freier Schriftsteller eine Existenz aufzubauen, kehrte Mörike 1829 in den Vikariatsdienst zurück. 1832 erschien die erste Fassung des Romans "Maler Nolten". Von 1834 bis 1843 übte Mörike den Beruf des Pfarrers aus. Mit dem vorzeitigen Ruhestand auf eigenen Antrag hatte er sich endgültig für eine freie schriftstellerische Tätigkeit entschieden. Daneben arbeitete der Dichter als Herausgeber von Gedicht- und Novellensammlungen sowie als Übersetzer altgriechischer Lyrik. Eine erste Gesamtausgabe seiner Gedichte erschien 1838. Zu Mörikes bekanntesten Werken zählt die Novelle "Mozart auf der Reise nach Prag" (1856). Eduard Mörike starb am 4. Juni 1875 in Stuttgart.


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