Dementis, Lügen, Ehrenwörter. Zur Rhetorik politischer Skandale.Autor: Straßner, Erich |
AbstractErich Straßner beschäftigt sich in dem Aufsatz mit den rhetorischen Strategien jener Politiker, die durch Affären und Skandale in das Schussfeld der öffentlichen Kritik geraten sind. Wie werden im politischen Diskurs die rhetorischen Verteidigungslinien von den Angegriffenen gegebenenfalls aufgebaut? Am Beispiel der Politiker/Skandale Engholm, Barschel, Flick, Schaufler, Späth u.a. wird eine rhetorische Typologie der Verteidigungsstrategien aufgezeigt. Straßner resümiert:"Die in die Korruptionshandlungen eingebrachten Sprachhandlungen zeigen stets die gleiche Struktur: Erst ignorieren, dann leugnen bzw. Dementis abgeben, möglichst die Verantwortung abwälzen auf Untergebene, "untere Behörden", etc. Wenn die Vorwürfe eskalieren oder zu lange anhalten, das Wort als sauberer Politiker anbieten (Ehrenwort), endlich zugeben, aber nur soviel, wie schon bekannt ist, schließlich in Reuetränen ausbrechen und die mangelnde Solidarität aus den eigenen Reihen anprangern." |
| Der Text als: pdf (311 KB) html (139 KB)sxw (52 KB) |
|
Straßner, Erich Professor Erich Straßner ist Linguistikprofessor in Tübingen. Sein Spezialgebiet ist die politische Kommunikation. Straßner hat sich vor allem einen Namen als Analytiker der Nachrichtensprache in den Medien gemacht. |
Neue Texte
Marcus Lüpke:
Gewaltprävention und Neue Medien
Ulrich Dannenhauer:
"Vorsicht Bildschirm?" Digitale Medien und Media Literacy im Englischunterricht der Sekundarstufe I und II
Markus Niederastroth:
Der deutsche Werberat - eine Erfolgsstory für Ethik in der Werbung?
Daniela Bickler:
Freie Lernorte - Raum für mehr







Ihr Kommentar