Rundfunk als Hörkunst.Autor: Arnheim, Rudolf |
AbstractDas Buch "Rundfunk als Hörkunst" wurde erstmals 1936 in London gedruckt, während die deutsche Übersetzung erst 1979 bei Hanser erschien. Es ist dies die erste bedeutende Analyse der akustischen Dimension des neuen Mediums Radio. Arnheim beschäftigt sich ganz grundsätzlich mit dem Hören, dem "Weltbild des Ohres", den Klängen, der Richtung und dem Abstand zur Hörquelle. Er fordert in seinem Buch die Etablierung des "Hörfilms", einer spezifischen Radiogattung des Weimarer Rundfunks, die auch eine gewisse Verwandtschaft zum heutigen "Feature" zeigt. Arnheim plädiert für die damals noch wenig erprobten Möglichkeiten des Schnitts und der Montage. "Arnheims Radiobuch ist kriterienreicher und reflektierter als die Radiotheorien des jungen Brecht, die letzthin wieder von sich reden machten", schrieb Harry Pross anläßlich der deutschen Erstausgabe in der "Zeit" (07.09.1979). |
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Arnheim, Rudolf
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Rudolf Arnheim (geb. 1904) studierte Psychologie, Philosophie, Kunst- und Musikgeschichte an der Friedrich-Wilhelm-Universität in Berlin und promovierte dort 1928. Es gehörte zu den großen Verdiensten Arnheims, daß er schon in den 20er Jahren Photographie und Film als Kunstform begriff und analysierte. "Film als Kunst" ist ein Titel, der 1932 bei Rowohlt erschien. Er war Redakteur bei der "Weltbühne" und mußte 1933 aus Deutschland emigrieren, danach floh Arnheim über Großbritannien in die USA, wo er Psychologieprofessor am Sarah Lawrence College im Staat New York wurde. 


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