Metanavigation:


Das Handy als "persönliches Medium" - Zur Aneignung des Short Message Service (SMS) durch Jugendliche.

Autor: Höflich, Joachim R.
Erschienen: 2001
Quelle: kommunikation@gesellschaft, Jg. 2, 2001, Beitrag 1, www.soz.uni-frankfurt.de/K.G./B1_2001_Hoeflich.pdf

Abstract

Mit dem Eindringen des mobilen Telefons in den Alltag hat sich auch eine Form der Nutzung etabliert, die sich nicht mehr allein als Telefonieren ausweisen lässt, selbst wenn sie an telefonische Nutzungsmodi anknüpft: Das Versenden von kurzen Textbotschaften via Handy über den sogenannten Short Message Service (SMS). Vor diesem Hintergrund wird das Handy als ein 'persönliches Medium' ausgemacht und insbesondere das Versenden von SMS-Botschaften als eine Form der 'brieflichen Kommunikation' verortet. Allerdings zeigt sich in dem zwischen Brief und Telefonat, zwischen Schriftlichkeit und Mündlichkeit angesiedelten Charakter solcher Botschaften auch die Differenz zum 'klassischen' Brief. Einblicke in erste Ergebnisse einer Reihe von Gruppendiskussionen machen dies schon deutlich. Dabei wird schlussendlich angeregt, die Nutzung von Medien der interpersonalen Kommunikation im Gesamtzusammenhang der kommunikativen Alltagsaktivitäten und insbesondere einer umfassenden 'Mediatisierung' des Alltags zu untersuchen.

Der Text als:   pdf (230 KB) html (83 KB)sxw (35 KB)
 

Höflich, Joachim R.

Prof. Dr. Joachim R. Höflich (* 1954) schloss 1984 seine Promotion an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Falkultät der Universität Augsburg ab. Als freier wissenschaftlicher Mitarbeiter war er an diversen Projekten beteiligt, von 2000-2002 lehrte er als Gastprofessor an der Universität Erfurt. 2002 folgte seine Habilitation, seitdem ist er Professor für Kommunikationswissenschaften an der Philosophischen Fakultät Erfurt; sein Forschungsschwerpunkt ist "Die kommunikative Funktion in der telematischen Gesellschaft".

Zahlreiche Veröffentlichungen, unter anderem "Mobile Kommunikation: Perspektiven und Forschungsfelder (2005), "Mensch, Computer und Kommunikation. Theoretische Verortungen und empirische Befunde" (2003).

 

Ihr Kommentar

einen Kommentar schreiben