Ein Vermächtnis: Friedrich Schiller. (1955)Autor: Heuss, Theodor |
AbstractAnlässlich des 150. Todestages von Friedrich Schiller hält der damalige Bundespräsident Theodor Heuss 1955 eine Rede, die versucht, den "klassischen" deutschen Dichter und Denker in einen größeren historisch-politischen Zusammenhang einzubinden. Indem Heuss vor allem den "menschheitlichen" Aspekt in Schillers Werk betont, entgeht er der Gefahr, den Dichter einmal mehr zur nationalen Ikone zu verklären. Der Politiker und Publizist stellt vielmehr die Vielseitigkeit Schillers in den Vordergrund: Schiller der Historiker, der Moralist, der Erfinder, Schiller das Genie, der Volksdichter, der Philosoph, Schiller der Ästhetiker und Aufklärer - und Schiller der politisch denkende Dichter, dem die Idee der Freiheit über alles ging. Heuss' Rede ist ein wertvolles Stück deutsche Geistesgeschichte und eignet sich daher auch für den fächerübergreifenden Unterricht. |
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Heuss, Theodor
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Theodor Heuss (1884-1963), geboren in Brackenheim/Württemberg, studierte Nationalökonomie und promovierte 1905. Er arbeitet als Redakteur und Herausgeber diverser Zeitungen, im Nationalsozialismus versuchte er unter Pseudonym weiterhin zu publizieren. 1945/46 wurde Heuss Kultusminister in Baden-Württemberg, 1948 1. Vorsitzender der FDP und von 1949-1959 1. Bundespräsident der BRD. Heuss trug in den Nachkriegsjahren dazu bei, in der Weltöffentlichkeit Vorurteile gegen die Deutschen abzubauen. Am Ende seiner Amtszeit wurde er mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet. Theodor Heuss starb 1963 in Stuttgart.


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