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Elternabend zum Thema "Chat"

Im Rahmen eines Elternabends an einem Gymnasium (8. Klasse) wurde ausführlich das Thema  "Chat" beleuchtet. Jedoch ist zu empfehlen, bereits in der 5. oder 6. Klasse dieses Thema aufzugreifen, um Jugendliche möglichst früh auf eventuelle Gefahren hinzuweisen,

 

Bild: Becky E, Lizenz: cc

Einige Fakten vorweg

    • Von zehn Chatpartnern versuchen 5 bis 7 Kinder und Jugendliche in sexueller Weise anzusprechen.
    • Über 50 Prozent der Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren sind bereits mindestens einmal unangenehmen Personen im Chat begegnet.

    Ablauf

    • Am Anfang stand eine kurze PowerPoint-Präsentation mit wichtigen Infos zum Thema "Chat" und den möglichen Gefahren.
      Chatten - Risiken und Nebenwirkungen (ppt, 2,4 MB)
    • Danach empfehlen wir den Film "Alptraum Chatroom". Jugendliche zeigen in dem Film selbst eindringlich die Gefahren der Internetnutzung und des Chattens auf. Diesen Film gibt es in zahlreichen Stadt- und Kreismedienzentren zur Ausleihe oder kann beim Kreis Groß-Gerau zum Preis von 9 Euro als DVD bezogen werden (jbw@kreisgg.de). Eingesetzte Technik: Notebook mit DVD-Player und externen Lautsprechern, Beamer, Leinwand.
    • Im Anschluss an Präsentation und Film tauschten sich die Eltern über eigene Erfahrungen und Vorgehensweisen aus. In der lebhaften und ausführlichen Diskussion tauchten viele hilfreiche Vorschläge von erfahrenen Eltern auf. Eine Mutter berichtete beispielsweise davon, dass sie ihren Kindern in einem x-beliebigen Chat vorgeführt habe, wie sehr man sich als Person verstellen und als jemand völlig anderen ausgeben kann.
    • Die wichtigsten Tipps und weiterführende Links gab es auf einem Handout.

    Die wichtigsten Tipps für den Chat

    • Wir empfehlen beispielsweise die Einrichtung von zwei E-Mail-Adressen: eine ganz private für wirklich gute Freunde und Verwandte und eine (z.B. über gmx.de oder web.de), die möglichst auch keine Rückschlüsse auf Namen, Alter etc. zulassen sollte.
    • Reden hilft: Sprechen Sie mit Ihren Kindern über die Gefahren im Chat, informieren Sie sie und klären Sie sie über mögliche Gegenstrategien auf.

    Schülerinnen und Schüler sollten beispielsweise an folgendes denken:

    • Am Anfang nicht alleine chatten, sondern nur in Begleitung eines Erwachsenen;
    • Erwachsene (Eltern etc.) informieren, in welchem Chatroom man chattet und wann;
    • Am besten nur moderierte Chats nutzen, die Möglichkeiten bieten, unangenehme Chatteilnehmer zu "ignorieren" und von der Kommunikation auszuschließen, die Beschwerdemöglichkeit ("Alarm") vorsehen;
    • Erwachsenen-Chats (Yahoo, AOL, Lycos, aber auch andere) meiden;
    • Einen Nickname ohne Altersbezüge oder gar eigene Namensteile erfinden;
    • Keine persönlichen Daten wie Adresse, Nachname, Telefonnummer an Chatpartner weitergeben;
    • Keine Fotos, schon gar keine Strandfotos, in Profile eingeben;
    • Keine Treffen mit Chatpartner vereinbaren oder nur in Begleitung von Erwachsenen und später nur, wenn die Eltern Bescheid wissen;
    • Keinem Austausch von Bildern zustimmen;
    • "Flüstern" nur mit bekannten Personen.

    Links

    NetKids: Engagierte Seite zu den Gefahren des Chattens.

     

    Zartbitter e.V.: Der Verein in Köln, der sich vor allem mit dem Thema sexueller Missbrauch beschäftigt, bietet eine Broschüre für Eltern und eine für Jugendliche zum Thema "Chatten" zum Download an.

     

    Broschüre "Click it": Tipps gegen sexuellen Missbrauch in Chats.

     

    jugendschutz.net: Tauschbörsen, Gewalt, Rassismus. Hier kann man Seiten melden, die problematische Inhalte enthalten. Auch kann man sich die Broschüre "Chatten ohne Risiko?" herunterladen; diese Broschüre enthält neben den wichtigsten Tipps für das Verhalten in Chatrooms auch eine Bewertung verschiedener Chat-Angebote.

     

    Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur: Hier gibt es die Broschüre "Alles nett im Chat?".

     

    Seite des Landeskriminalamts Baden-Württemberg: Antworten zu allen möglichen Fragen des Erwachsenwerdens (und seiner möglichen Probleme) und zur Internet-Nutzung und Sicherheit für Jugendliche.

     

    Polizei: Hier finden sich Tipps der Polizei zum Thema Kinder und Internet.

     

    Chat im Unterricht: Eine Lehrerin beschreibt ihre Herangehensweise und ihre Erfahrungen.

     

    Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V.: Hier kann man sich über problematische Inhalte im Netz beschweren und findet z.B. auch Informationen zu Filterprogrammen.

     

    Blinde Kuh: Die Suchmaschine für Kinder hat extra für diese Zielgruppe eine ganze Reihe von Tipps fürs Chatten, Surfen und Suchen zusammengestellt. Uns gefällt vor allem die altersgerechte Ansprache.