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Fairplay auf hoher See

 

Auf dem "Peace Boat" wird nicht nur geackert, studiert, referiert und gelesen - es bleibt immer noch Zeit für Spaß und Spiel oder Fußball der besonderen Art. Die "Peace Boat"-Mannschaft entschied sich für einen Wettkampf nach dem Regelwerk "Straßenfußball für Toleranz". Das ist eine besondere Methode des Fußballspielens, die zahlreiche Anknüpfungspunkte mit dem sozialen Lernen bietet.

 

Die Inhalte des sozialen Lernens entstehen aus konkreten Handlungssituationen im Spiel und um das Spiel herum. Die Spielenden müssen z. B. in einer Diskussion entscheiden, nach welchen besonderen Regeln sie das Spiel austragen werden - und diese Regeln dann auch einhalten. Die Jungen sind dazu aufgefordert, die teilnehmenden Mädchen aktiv in das Spiel einzubeziehen. Einen Schiedsrichter, bei dem sie sich beschweren können, gibt es nicht. Das bedeutet, die Spieler auf dem "Peace Boat" setzen sich mit Situationen auseinander, in denen sie selbst immer "mit betroffen" sind und aktiv Entscheidungen treffen können und müssen. "Fußball für Toleranz" bietet viele Anknüpfungspunkte für Lerninhalte.

 

 

 

 

Kleinfeld-Fußball auf dem schwankenden Deck von "Peace Boat": Gespielt wurde auf einem Kleinfeld (ca. 10 x 15 m). Die Teams bestanden aus bis zu 6 Spielerinnen und Spielern. Jedes Team war mit vier Spielerinnen und Spielern auf dem Deck vertreten. Die Teams waren gemischt. Es mussten jeweils zwei Mädchen und zwei Jungen pro Team auf dem Spielfeld sein. Es wurde (in aller Regel) ohne Torwart gespielt.

 

Erst wenn auch ein Mädchen ein Tor erzielte hatte, zählten auch die Treffer der Jungs. Diese Regel war zentral im Kontext des sozialen Miteinanders im "Peace Boat"-Team.

 

Schiedsrichter gab es nicht. Er wurde durch einen sogenannte Teamer ersetzt. Der Teamer spielte eine zentrale Rolle im Gesamtkonzept. Teamer können vermitteln und Diskussionen begleiten. Während des Spiels beobachtete er von außen, griff jedoch nicht aktiv in das Spielgeschehen ein. Nur in Ausnahmesituationen, z. B. wenn ein Konflikt nach 2 Minuten von den Spielerinnen und Spielern alleine nicht gelöst werden konnte, griff der "Peace-Boat"-Teamer ein. Als Teamer bewährte sich übrigens Uli Jäger aus Tübingen, dem kein Foul entging, auch sparte er nicht mit Lob, wenn's auf beengtem Raum mal so richtig gut lief!

 

 

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