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Hörfunk- und Hörspielgeschichte

Die Ikone der Innerlichkeit.

Autor: Oesterle, Kurt
Erschienen: Amsterdam/ Atlanta, 1996
Quelle: Axel Vieregg (Hg.): "Unsere Sünden sind Maulwürfe": Die Günter-Eich-Debatte
Verlag: Rodopi
ISB-Nummer: 90-5183-927-8

Abstract

1991 erschien die von Axel Vieregg herausgegebene verbesserte Gesamtausgabe der Werke Günter Eichs, die eine neue Debatte um die politische Haltung des prominenten Dichters und Hörspielautors in den Jahren 1933 bis 1945 auslöste. Denn die der Werkausgabe neu zugefügten Textfunde und Forschungsergebnisse zeigen auf, dass Eich im "Dritten Reich" keine unbedeutende Figur im "braunen" Kuturbetrieb war. Wie der Autor des Beitrags darlegt, stellt Vieregg Eichs Ruf als wichtigsten Begründer einer deutschen Nachkriegsmoral trotzdem nicht in Frage. Erst wenn man sehe, dass Eich Schuld auf sich geladen habe, so Vieregg, könne man Eichs Moralität nach Kriegsende verstehen. "Eichs poetisches Engagement nach 1945" sei genährt "aus der Erkenntnis eigener Fehlbarkeit."

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Oesterle, Kurt

Dr. Kurt Oesterle (* 1955 in Oberrot) studierte Literatur, Geschichte und Philosophie und lehrte am Studio Literatur und Theater in Tübingen. Seit 1988 ist er freier Autor und Journalist und schreibt u.a. für die "Süddeutsche Zeitung" und die "Südwestpresse". 2002 erhielt er den Berthold-Auerbach Preis für seinen Roman "Der Fernsehgast", 2003 erschien sein Buch "Stammheim". Des weiteren schrieb Oesterle Monografien über Wolfgang Koeppen und Peter Weiss, Essays zu Schiller und Uhland.

 

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