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Hörfunk- und Hörspielgeschichte

Der Wert der Unterhaltungssendungen.

Autor: Hadamovsky, Eugen
Erschienen: Göttingen/Zürich, 1999
Quelle: Konrad Dussel/Edgar Lersch (Hrsg.): Quellen zur Programmgeschichte des deutschen Hörfunks und Fernsehens (Quellensammlung zur Kulturgeschichte, Bd. 24).
Verlag: Muster-Schmidt Verlag
ISB-Nummer: 3-7881-1226-3

Abstract

In dieser NS-Propagandarede spricht sich Eugen Hadamovsky dafür aus, die Unterhaltungssendungen im deutschen Rundfunk in den Dienst der "kulturpolitischen Aufbauarbeit" der Nationalsozialisten zu stellen. Die Rede verdeutlicht die Bestrebungen der Nazis, größtmögliche Kontrolle über das Unterhaltungsprogramm zu erlangen und auszuüben. Zensur wird gegenüber der Pressefreiheit als Fortschritt dargestellt: "Anstelle der Planlosigkeit und des Durcheinanders von früher ist nunmehr ein großzügiger Programmplan getreten". Hadamovsky zufolge sind Unterhaltungssendungen nur Mittel zum Zweck, um "weltanschaulich[e] Aufbauarbeit im Geiste des Nationalsozialismus" zu leisten.

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Hadamovsky, Eugen

Der NS-Politiker Eugen Hadamovsky (1904-1945) war ab 1932 Abteilungsleiter in der Reichspropagandaleitung der NSDAP in München und wurde nach Hitlers Machtergreifung zum Reichssendeleiter und zum Direktor der Reichsrundfunkgesellschaft ernannt. Als Vizepräsident der NS-Rundfunkkammer verfolgte er insbesondere den einem Berufsverbot gleichkommenden Ausschluss politisch unerwünschter Personen und der als "jüdisch" eingestuften Mitglieder aus der Kammer.

 

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