Hörfunk- und Hörspielgeschichte
Zensur im Rundfunk.Autor: Hardt, Ernst |
AbstractDiese Niederschrift zur Sitzung des Programmrates des deutschen Rundfunks aus dem Jahr 1929 befasst sich mit Zensur im Rundfunk - oder damit, was nach Meinung des Autors einige seiner Zeitgenossen für Zensur hielten. Hardt findet es "falsch, die rundfunklichen Richtlinien Zensurvorschriften zu nennen". "Redaktionsanweisungen" im Hörfunk hält er für ebenso selbstverständlich wie bei den Printmedien. Auch deren innerer Pressefreiheit seien Grenzen gesetzt, z.B. durch einen Verleger, der die Tendenz einer Zeitung bestimmen könne. Den Sinn von redaktionellen (Selbst-)Beschränkungen im Rundfunk sieht der Autor im Schutz von Andersdenkenden, die durch die Art und Weise, in der eine Meinung vorgebracht wird, nicht verletzt werden sollten. |
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Hardt, Ernst
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Rundfunkgeschichte




Friedrich Wilhelm Ernst Hardt (18761947) war Generalintendant des Nationaltheaters in Weimar und Träger des Schillerpreises. 1926 wurde er Intendant der Westdeutschen Rundfunk AG in Köln. Hardts Einsatz wirkte sich bahnbrechend auf die künstlerische Entwicklung des Rundfunks aus, und sein Name war weit über den Bereich des Kölner Senders hinaus bekannt. 1933 wurden er und ca. 50 weitere Mitarbeiter des "Reichssenders Köln" entlassen. Hardt wurde inhaftiert und erlitt einen Schlaganfall, von dessen Folgen er sich nicht wieder ganz erholte. Deshalb musste er 1945 das Angebot des NWDR, den Kölner Sender wieder zu übernehmen, ablehnen. Ernst Hardt starb 1947.


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