Grundlagen: Netze & SIM-Karten
Zunächst ist Handy-Technik einfach Funktechnik. Es funkt über den GSM - Standard ("Global System for Mobile Communication"), der auch das Schreiben und Versenden von SMS und MMS ermöglicht. Per Funk gelingt auch die Einwahl ins Internet. WAP, UMTS und VPN (Virtual Privat Networks) sind hier die Stichworte. Die neue UMTS-Technologie verbessert die Datenübertragung gegenüber GSM wesentlich und ermöglicht eine bedeutend schnellere Verbindung mit dem Internet. Über eine Browsersoftware ähnlich wie beim PC kann man Internetangebote aufrufen. Handys lassen sich auch untereinander verbinden. Für die Datenübertragung von Handy zu Handy oder von einem Computer zum Handy gibt es unter anderem den "blauen Zahn" = Bluetooth.
Technische Besonderheiten
- Die meisten Handys sind heutzutage multimediafähige Computer und verfügen über ein Betriebssystem ähnlich wie auf dem PC.
- Sie können über mehrere Wege mit dem Internet verbunden werden. Je nach Ausstattung über GPRS, UMTS oder W-LAN.
- Die Geräte sind netzwerkfähig, z. B. über Bluetooth oder USB-Schnittstellen. Mit Bluetooth können zwei Geräte miteinander verbunden werden oder das Handy mit dem PC. Daten kann man auch via USB-Kabel zwischen PC und Handy austauschen.
- Mit Handy-Speicherkarten erhöht sich die Möglichkeit große Datenmengen zu verwalten - beliebt für Videos und Musik-Dateien. Karten mit Speicherplatz bis zu 8 GB sind dabei keine Seltenheit.
- Chat, E-Mail-Versand (oder ICQ), Surfen im Internet - dies ist alles möglich und zwar unbeobachtet und ohne Datenspur, denn anders als bei PCs wird nicht gespeichert, wer wann mit wem kommuniziert hat.
Technischen Zutaten zum funktionsfähigen Mobiltelefon:
- ein Lautsprecher
- ein Mikrofon
- ein Bedienteil (Tastatur und Anzeige)
- eine Steuerung (wird Microcontroller genannt)
- einen kleinen Computerbildschirm als Display
- ein Funkteil: ein Sendeempfänger und eine Antenne
- und Saft: Strom über einen Akku
- eine SIM-Karte
Die SIM-Karte speichert alle notwendigen Informationen und wird zur Identifizierung gegenüber dem Mobilfunknetz genutzt. Mit Plastik-Gehäuse und Tastenfeld zusammengeschraubt, entsteht ein Handy. Das besteht übrigens zur Hälfte aus Kunststoff, zu einem Viertel aus Metallen wie Kupfer, Nickel oder Silber und zu rund 15 Prozent aus Keramik und Glas. Die restlichen Bestandsteile sind Flüssigkristalle aus dem Display oder Flammschutzmittel.
Wie funktioniert das Mobilfunknetz?
Beim Telefonieren wird unser Gespräch als Funksignale übertragen. Das geht aber nur, wenn ein Mobilfunknetz in der Nähe ist. Das Netz ist in einzelne, kleinere Gebiete unterteilt. Die werden Funkzellen genannt und haben jeweils ihre eigene Mobilfunkanlage: die Basisstation.
Zu dem großen Netz gehört auch ein zentraler Computer. Der hat den Masterplan, ist mit allen Basisstationen verbunden und tauscht mit ihnen Funksignale aus. Man könnte sagen, der Computer unterhält sich mit den Basisstationen. Die plaudern ihm nämlich aus, wo sich welches Handy gerade befindet. Die Stationen wissen das, weil es ihnen die Handys erzählen. So sendet auch unser kleines Mobiltelefon regelmäßig ein "Hier bin ich!" per Funk an die nächstgelegene Basisstation.
Bei unserem Anruf werden also die Signale unseres Handys an die Basis in unserer Funkzelle gesendet. Die Basis schickt den Anruf weiter an den Superhirn-Computer und der wiederum gibt die Anrufsignale an die Basisstation weiter, die in der Nähe des Handys unseres Gesprächspartners ist. Diese leitet den Anruf auf dorthin weiter.
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