Handy-Lexikon
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Digital Video Broadcasting - Handheld (DVB-H)
Digital Multimedia Broadcast (DMB)
avi-Format
Von Microsoft definiertes Dateiformat für Videos.
In einer avi-Datei können mehrere Video- und Audio-Streams integriert sein. Sie werden mit unterschiedlichen Verfahren codiert - dafür wird für jeden einzelnen Stream ein entsprechender Code benötigt. Dabei definiert das Format nur die Art und Struktur, wie der Inhalt aufzubewahren ist. Das ermöglicht die synchrone Wiedergabe von Audio- und Video-Spuren.
Derzeitig ist avi das am häufigsten genutzte Format für Videos. Darum wird es von vielen Multimedia-Programmen unterstützt. Allerdings haben avi-Dateien auch Nachteile: Sie sind nicht für jedes Audio-Format geeignet und unterstützen keine Untertitel, Menüs oder Kapitel.
Bluetooth
Mit Bluetooth bezeichnet man die Standard-Funktechnik für die kabellose Kommunikation. Das ist für den umkomplizierten Datenaustausch praktisch. Sind zwei Geräte mit Bluetooth ausgestattet, lassen sie sich problemlos miteinander verbinden, dabei müssen sie nicht direkt nebeneinander liegen. Im Umkreis von 10, 50 oder 100 Metern funktioniert die Datenübertragung - und sogar durch Wände. Wenn man sich vor unerwünschten Daten wie Videos oder Fotos mit problematischem Inhalt schützen möchte und auch davor von anderen dauernd "aufgespürt" zu werden, dann sollte man die Bluetooth-Funktion nur aktivieren, wenn man sie braucht. Ansonsten ist man für jeden mittels Bluetooth-Handy "erkennbar". Wenn Bluetooth aktiviert ist, sendet das Handy nämlich seinen Namen aus.
Bildergeschichte zu Bluetooth bei www.handysektor.de
Mehr zu Bluetooth bei netzcheckers.
Branding
Branding-Handys. Das sind Handys, die die Mobilfunkbetreiber mit ihrem Label kennzeichnen und dies auf eine häufig benutzte Taste legen. Bei vielen Handys liegt die Branding-Taste beim Navigieren durchs Menü auf "Zurück" oder "Beenden", was natürlich dazu führt, dass man schnell einmal zuviel drückt. Schon ist der Internet-Zugang gestartet. Solche Tasten findet man auf den gebrandeten Handys von T-Mobile, Vodafone, E-Plus oder O2. Die Knöpfe bringen die Kundinnen und Kunden direkt ins Internet, wo man dann im Portal des jeweiligen Mobilfunkbetreibers Infos zu Wetter, Fußball und Politik abrufen kann. Sobald man die Verbindung durch den Tastendruck aufbaut, tickt auch schon der Gebührenzähler. (siehe Handys und die Kosten)
Die Mobilfunkbetreiber bieten immer häufiger gebrandete Handys an. Zum einen können sie dadurch werbewirksam ihr Label aufs Handy setzen. Zum anderen verdienen die Betreiber mit dem Internetportal, weil die Kundinnen und Kunden gezwungen sind, genau diesen Internetzugang zu nutzen. Und viele Handybesitzer/innen gehen ins Internet, ohne dass sie das bemerken. Vermeiden lässt sich dies nur, indem man diese Taste anders belegt. Und zwar so, dass bei einem versehentlichen Drücken keine Verbindung aufgebaut wird und somit keine Kosten entstehen.
Stiftung Warentest erklärt wie man die Taste, auf der der voreingestellte Browser automatisch angesteuert wird, anders belegt. So kann man das branding umgehen.
DVB-H
DVB-H heißt "Digital Video Broadcasting - Handheld" und bedeutet das bewegte Bilder auf dem Handy empfangen und angesehen werden können: Handy-TV oder Handy-Video. DVB-H ist mit dem digitalen TV-System verwandt, das bereits für Fernseh- und Hörfunksendungen über Satellit, im Kabel und terrestrisch genutzt wird. Pünktlich zur Fußballweltmeisterschaft 2006 haben viele Mobilfunkanbieter diesen Dienst angeboten. Voraussetzung für Handy-Fernsehen ist in jedem Fall ein UMTS-fähiges Mobiltelefon. DVB-H verfügt über eine große Bandbreite und soll bis zu 60 Programme empfangbar machen. Außerdem ermöglicht es über einen Rückkanal interaktive Zugänge der Nutzerinnen und Nutzer, zum Beispiel Bestellungen bei einem Teleshop-Sender.
Parallel gibt es einen zweiten Standard:
Digital Multimedia Broadcast (DMB)
Dieser Standard erweitert den bereits existierenden DAB (Digital Audio Broadcasting)-Hörfunkstandard und ist in Südkorea bereits in Betrieb. Er ist speziell für die Bewegtbild-Übertragung ausgerichtet. Die Videocodierung erfolgt im Standard MPEG-4, der soll auch bei geringeren Datenraten auf Handys eine akzeptable Bildqualität ermöglichen. Die Bandbreite ist kleiner als bei DBV-H und so sind nur drei bis vier Programme gleichzeitig übertragbar. Einen Rückkanal gibt es anders als bei DBV-H nicht. Entsprechend ausgestattete Geräte sind hierzulande bereits zum Preis von etwa 500 Euro zu bekommeen.
Flash-Speicher
Immer mehr Handys bieten durch einen Extra-Steckplatz die Möglichkeit eine zusätzliche Speicherkarte einzusetzen. Auf diesen Flash-Speichern können inzwischen bis zu mehreren Gigabite Daten abgespeichert werden.
General Packet Radio Service (GPRS)
Aus dem Englischen übersetzt heißt das in etwa "allgemeiner paketorientierter Funkdienst". GPRS ist eine Erweiterung des GSM-Mobilfunk-Standards. Daten werden dabei beim Sender in einzelne Pakete umgewandelt, als solche übertragen und beim Empfänger wieder zusammengesetzt. Die meisten neuen Mobiltelefone nutzen GPRS zum Beispiel als Datenübertragungsdienst für WAP-Seiten. Der Multimedia Messaging Service (MMS) basiert ebenfalls auf GPRS. Oft kann auch ein Computer oder Handheld mit dem GPRS-fähigen Mobiltelefon verbunden werden. Das Mobiltelefon dient dann als Modem.
GSM / Triband
GSM steht für "Global System for Mobile Communications". GSM ist der derzeit weltweit dominierende Standard für Mobilfunknetze zur Sprach- und Datenübermittlung. Auf ihm basieren das deutsche D- und E-Netz mit den Frequenzen 900 MHz (GSM 900) und 1800 MHz (GSM 1800). Diese Frequenzen gelten in ganz Europa und in Teilen Afrikas. Das in Amerika verbreitete Netz funkt allerdings auf einer Frequenz von 1900 Mhz (GSM 1900). Deshalb braucht man ein Triband-Handy, um dort erreichbar zu sein. Ein Triband-Handy kann nämlich in allen drei Mobilfunknetzen verwendet werden.
IMEI-Nummer
IMEI heißt "International Mobile Equipment Identity". Das ist eine 15-stellige Seriennummer, anhand derer ein Mobilfunkgerät, ähnlich wie die Fahrgestellnummer eines Kfz, eindeutig identifiziert werden kann. Welches Deine IMEI-Nummer ist, siehst du, wenn du die Tastenkombination *#06# eingibst.
Infrarot
Schnittstelle zum Datenaustausch. Die Infrarot-Technik ist eine Möglichkeit zur kabellosen Datenübertragung zwischen zwei Geräten. Vorausgesetzt, beide Geräte sind mit einer Infrarot-Schnittstelle ausgestattet - zu erkennen am rot leuchtenden Punkt. Fernbedienung und Fernseher funktionieren zum Beispiel mit dieser Technik. Wichtig: Beide Infrarotaugen müssen "Sichtkontakt" zueinander haben. Das kennt man am ehesten von Fernseher und Fernbedienung. Zum Umschalten muss die Fernbedienung Richtung Fernseher gehalten werden und es sollte auch niemand zwischen beiden Geräten im Weg stehen. Sonst funktioniert es nicht ;-)
Zum Übertragen von großen Datenmengen, zum Beispiel Musikdateien, ist Infrarot allerdings eher zu langsam!
MMS - Multimedia Message Service
MMS steht für Multimedia-Mitteilungsdienst. Aber im Sprachgebrauch ist mit MMS kein Dienst gemeint, sondern eine Nachricht, die von Handy zu Handy verschickt wird. Das Besondere an der Nachricht ist, dass sie nicht nur Text, sondern auch Fotos, Töne, Sprachaufnahmen oder Videosequenzen enthalten kann - deshalb auch multimedial!
MP3
Bei MP3 handelt es sich um Audioformat, das komprimierte Daten enthält. Dabei nutzt MP3 sogenannte psychoakustische Effekte der Wahrnehmung aus, dass der Mensch bestimmte Tonhöhen (Frequenzen) nicht voneinander unterscheiden kann oder dass er bestimmte Frequenzen gar nicht wahrnimmt. Diese "Informationen" werden bei MP3 weggenommen, daher benötigt das Format weniger Speicherplatz. 10 MB einer wav-Datei werden beispielsweise auf 1 MB mp3 komprimiert. Handys sind inzwischen so ausgestattet, dass sie mp3-Dateien abspielen können.
PIN-Nummer
PIN steht für "Persönliche Identifikationsnummer" und meint einen vier- bis achtstelligen Sicherheitscode, der das Handy vor der Benutzung durch Unbefugte schützt. Den Code kann man selbst ändern. Man erhält ihn zusammen mit der SIM-Karte. Eine PIN-Nummer kann auch für andere Zwecke genutzt werden, zum Beispiel um einen Geldautomaten.
Polyphone Klingeltöne
(polyphon = mehrstimmig)
Mehrstimmige Klingeltöne setzen sich, wie der Name schon sagt, aus verschiedenen Stimmen zusammen, die einzelnen Partien ergänzen sich ähnlich einem Orchester. Dadurch hören sich die Klingeltöne fast so an wie ein "richtiger" Song im Radio. Es gibt 4, 8, 16, 32 und 64 stimmige polyphone Klingeltöne. Polyphone Klingeltöne sind inzwischen Standard. Und immer mehr Fans laden sich aktuelle Klingeltöne aus dem Internet herunter oder lassen sie sich direkt von den Anbietern per SMS auf's Handy schicken. So klingelt das Handy stets mit dem aktuellen Lieblingssong. Leider ist das nicht ganz billig!
Prepaid-Karte
(prepaid = "im Voraus bezahlt")
Eine Prepaid-Karte ist eine Guthabenkarte für Handys. Sie wird im Voraus bezahlt. Je nachdem, wieviel man meint telefonieren zu wollen, kann man sich Prepaid-Karten mit unterschiedlichen Gesprächsguthaben kaufen. Ist das Guthaben abtelefoniert, wird die Prepaid-Karte wieder beim Netzbetreiber aufgeladen.Vor allem für Handy-Nutzer/innen, die zwar gerne erreichbar sein möchten, aber selbst nicht so viel telefonieren wollen, ist prepaid praktisch. Denn sie müssen sich nicht an einen Vertrag mit längerer Vertragslaufzeit und Grundgebühren binden.
Der einzige Haken an der Sache: Telefonieren mit Prepaid-Handy ist teurer als mit Vertragshandy.
Roaming
(englisch für "umherstreifen")
Unter Roaming versteht man die Möglichkeit, im Ausland zu telefonieren. Dafür muss kein extra Vertrag abgeschlossen werden, sondern man greift einfach auf die Netze ausländischer Dienstanbieter zurück. Das funktioniert, weil alle Handy-Nutzer/innen eine weltweit eindeutige Nummer besitzen. Die Abrechnung erfolgt über den heimischen Netzanbieter, der jedoch kräftige Roaming-Gebühren draufschlägt. Deshalb ist das Telefonieren im Ausland erheblich teurer als im Inland.
SAR-Wert - Spezifische Absorbtions-Rate
Damit Handys Signale austauschen können, müssen sie hochfrequente elektromagnetische Wellen aussenden. Ein Teil dieser Funkwellen dringt in den menschlichen Körper ein, wird dort vom Gewebe als Energie aufgenommen und in Wärme umgewandelt (Absorption). Der SAR-Wert gibt an, wie viel der elektromagnetischen Energie in Körperwärme umgewandelt wird - gemessen in Watt pro Kilogramm Körpergewicht (Watt/kg).
Um sicherzustellen, dass die Wärme in einzelnen Körperteilen nicht zu hoch ist und es zu einer gesundheitlichen Belastung kommt, wurde festgelegt, dass Handys einen SAR-Wert von maximal 2,0 Watt pro Kilo nicht überschreiten dürfen. In Deutschland erfüllen alle verkauften Handys diese Anforderung. Bei vielen Handys fällt die Strahlung sogar noch deutlich niedriger aus.
SIM-Karte - Subscriber Identity Module
Mit dem Abschluss eines Laufzeitvertrages oder mit dem Kauf einer Prepaid-Karte erhält man eine SIM-Karte. Sie ist so etwas wie der persönliche Ausweis im Mobilfunknetz. Auf der SIM-Karte sitzt nämlich der Chip, auf dem die eigene Rufnummer gespeichert ist. Nur wenn die SIM-Karte ins jeweilige Handy eingesetzt wird, lässt sich mit dem Handy telefonieren. Zusätzlich können auf der SIM-Karte auch andere Infos gespeichert werden, wie zum Beispiel eigene Adress- und Telefonbucheinträge oder Bilder. Ohne SIM-Karte sind mit dem Handy in der Regel nur Notrufe möglich!
Smartphone
Smartphone werden die Handys genannt, bei denen zusätzlich zur klassischen Ausstattung eines Handys ein Minicomputer integriert ist, der nicht größer ist als eine Handfläche. Diese tragbaren Computer heißen PDA - Personal Digital Assistent. Die modernen persönlichen digitalen Assistenten sind ziemliche Allrounder. Die/der Besitzer/in eines Smartphones kann damit ins Internet gehen, große Datenmengen speichern, Videos und Musik abspielen, das Gerät als Navigationssystem nutzen und einiges mehr. Außerdem lässt sich ein PDA bei Bedarf mit komplexen Programmen erweitern und so die Funktionen ausbauen. Vor allem Geschäftsleute nutzen die umfangreiche Termin- und Adressverwaltung der Smartphones, um sich unterwegs zu organisieren. Der Nachteil: Die Geräte sind bisher im Vergleich zu einem klassischen Handy ziemlich groß und passen nicht in jede Hosentasche.
SMS - Short Message Service
SMS steht für Kurzmitteilungsdienst. Aber im Sprachgebrauch ist mit einer SMS die Kurzmitteilung selbst gemeint, die von Handy zu Handy verschickt wird. SMS bestehen aus maximal 160 Schriftzeichen. Viele Mobiltelefone können allerdings auch "lange SMS" verschicken und empfangen. Dann wird eine SMS mit mehr als 160 Zeichen beim Versenden in einzelne Nachrichten aufgeteilt und beim Empfang wieder zusammengefügt. Aber trotzdem gilt die Devise: Kurz halten! Deshalb gehören SMS-Kürzel zur wesentlichen Grundausstattung einer SMS. SMS ist laut Umfragen die von Jugendlichen am meisten benutzte Handy-Funktion.
UMTS - Universal Mobile Telecommunications System
UMTS ist der so genannte Breitband Mobilfunkstandard der 3. Generation (G3). UMTS ermöglicht nämlich die Übertragung von Sprache und Audiodaten, die Übertragung von multimedialen Inhalten sowie den schnellen Zugriff auf komplexe und aufwendige Internetseiten. Außerdem können mit dem UMTS-Standard innerhalb kürzester Zeit riesige Datenmengen (bis zu 250 Kilobyte pro Sekunde) übertragen werden. So wird zum Beispiel das Bildtelefon dank UMTS sicherlich bald zu unserem Alltag gehören.
In Deutschland wird zur Zeit an einem flächendeckenden UMTS-Netz gebastelt. Handys, die schon mit dem neuen Standard ausgestattet sind, schalten deshalb je nach Verbreitung zwischen UMTS- und GSM-Netz automatisch um.
WAP
WAP heißt übersetzt so viel wie "drahtloses Anwendungsprotokoll" und bezeichnet den globalen Standard für die mobile Datenübertragung. Diese Übertragungstechnik dient speziell dazu, mit dem Handy Webseiten aus dem Internet abzurufen. Das kann vor allem nützlich sein, wenn man unterwegs ist, und schnell noch eine Fahrplanauskunft oder die aktuellsten Stauinfos aus dem Internet abrufen möchte. Dabei wird allerdings auf spezielle Internetseiten zugegriffen, die in WML-Format (Wireless Markup Language) programmiert sind. So speziell aufbereitet können die Inhalte aus dem Internet auf dem Handy-Display angezeigt werden.
Mehr zu Internet auf dem Handy
3gp-Format
Video- und Audio-Format.
Die Datei-Endung "3gp" ist die Kurzform der Bezeichnung für die Vereinigung 3GPP, des "3rd Generation Partnership Projects". Diese Vereinigung hat die Spezifikationen für das Video- und Audio-Format 3gp festgelegt. Sinn und Zweck des Formats ist die Speicherung von Multimedia-Inhalten auf Handys und die Übertragung solcher Dateien in MMS (Multimedia-Messages). Die Dateien sind mit dem bekannteren Format MP4 verwandt (benutzen teilweise den MPEG4-Codec) und zeichnen sich durch besonders hohe Komprimierung aus. Die Spezifikationen sehen als Videogrößen lediglich 176x144 Pixel und 128x96 Pixel für Displays mobiler Geräte vor. Mittlerweile ist der Realplayer in der Lage, 3gp-Dateien wiederzugeben.
Mit freundlicher Genehmigung von LizzyNet.
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