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Hörspiel

Der eigenen Fehlbarkeit begegnet? Günter Eichs Verstrickungen ins "Dritte Reich".

Autor: Vieregg, Axel
Erschienen: Paderborn/München/Wien/Zürich, 1997
Quelle: Rüther, Günther (Hrsg.): Literatur in der Diktatur. Schreiben im Nationalsozialismus und DDR-Sozialismus
ISB-Nummer: 3-506-77365-8

Abstract

Das 1993 wieder aufgefundene Propagandahörspiel "Die Rebellion in der Goldstadt" aus dem Jahr 1940 bestätigte alle zuvor geäußerten Vermutungen, dass es in Günter Eichs Karriere einen "Sündenfall" gegeben hat. Axel Vieregg vertritt die These, dass Eich die Schuld an seinen Verstrickungen ins "Dritte Reich" sich selbst gegenüber eingestand, nach außen hin jedoch im Dunkeln ließ, und gerade diesen Gewissenskonflikt in seinen Rundfunkarbeiten nach dem Krieg künstlerisch aufarbeitet. Anhand ausgewählter Schriftstücke von Eich belegt Vieregg seine These und deutet so beispielsweise "Die gekaufte Prüfung" als ein "Über-sich-selbst-zu-Gericht-Sitzen" Eichs. Vor allem auch in Eichs Exposés zu seinen Hörspielen wird das "Schuldigwerden durch Käuflichkeit und das Heimgesuchtwerden durch die Vergangenheit" thematisiert.

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Vieregg, Axel

Dr. Axel Vieregg (* 1938) studierte Anglistik und Romanistik in Berlin und Durham. Zur Germanistik gelangte er während seiner Tätigkeit als Lektor des Deutschen Akademischen Austauschdienstes auf Neuseeland. 1968 folgte Vieregg dem Ruf an die Massey University in Palmerston North, wo er 30 Jahre lang als Professor für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft lehrte.
Seine Dissertation über Peter Huchel erschien unter dem Titel "Die Lyrik Peter Huchels. Privatmythologie und Zeichensprache" (1974). Zusammen mit Karl Kast (1991) und Peter Huchel (1984) ist er Herausgeber von "Gesammelte Werke von Günter Eich".

 

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