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- Wo überall begegnen uns Zeichen in der Umwelt? Welche können wir ohne Vorwissen entschlüsseln, zu welchem muss man bestimmte "Sprachen" erlernen, um sie zu verstehen?
- Wo überall begegnen uns fremde Sprachen? Welche französischen Begriffe begegnen uns in der Werbung, auf der Straße, in den Medien? Welche englischen oder anderssprachigen Begriffe? In welchen Lebensbereichen herrschen bestimmte Sprachen vor?
- Sammelt für den Deutschunterricht "Dinge", die typisch sind für die Region. Dies könnten etwa regional bedeutsame Musikinstrumente, Trachten, Gegenstände oder Nahrungsmittel sein - etwa in unserer Region die Motive "Wein", "Brezel" oder "Kugelhupf". Sucht möglichst viele Darstellungen dieser "Dinge" in Texten und Bildern.
- Ihr könnt auch den anderen Klassenkameradinnen und Klassenkameraden Logos von Betrieben, Vereinen Institutionen oder kommunalen Einrichtungen mitbringen. Kann man erkennen, wofür mit diesem Logo geworben werden soll. Kann man erkennen, dass diese Logos aus der Region stammen?
- Im Elsass gab es immer wieder Streit um die französischen Straßennamen. Bei einem Skandal in Breitenbach forderte eine Bürgerinitiative, dass alle alten deutschen Namen beibehalten werden sollten. Untersucht die Straßennamen Eures Ortes. Wie wurden sie gefunden? Haben sie etwas mit dem Ort und seiner Geschichte zu tun? Fragt Eure elsässischen Austauschpartner, wie die Straßennamenregelung in ihrem Ort geregelt wurde.
- In Straßburg wurden 1918 alle deutschen Straßennamen durch französische ersetzt. Dabei ging man oft nicht sehr intelligent vor: Aus der Knoblochstraße, die nach einem Straßburger Bürgermeister benannt war, wurde die "rue de l´ail", die Knoblauchstraße, aus der Kalbstraße, die nach einer alten elsässischen Familie hieß, die "rue des veaux" (die Kälberstraße). Wie hießen die Straßen Eures Ortes früher, wurde ihr Name geändert? Warum? Wie hießen die Straßen in Eurer elsässischen Austausch-Gemeinde?
- "Tempo", "Uhu", "Labello" - dies sind Markenbezeichnungen, die man häufiger benutzt als die Gattungsbezeichnungen "Papiertaschentuch", "Kleber" oder "Fettstift". Sucht nach weiteren Markennamen, die diese Rolle eingenommen haben. Vergleicht mit Frankreich: Welche bei uns gebräuchlichen Markennamen werden auch dort benutzt, welche nicht, welche anderen finden sich dort? Arbeitet mit Euren Austauschpartner zusammen.
- Sucht selbst nach Markennamen für neue Artikel: Welche eignen sich von ihrem Klang her nur für den deutschen Markt, welche auch für andere Länder?
- Verfremdet Sätze, indem ihr die einzelnen Wörter in ihnen zusammenstreichst ("Mn knn s trtzdm vrstn!") oder indem ihr Wörter ohne Zusammenhang zusammen schreibst. ("ZU SAM MENHÄN GESIN DERKEN NBARWE NNM AN SIEER KEN NENWILL.")
- Wie verändert sich die Wahrnehmung der ansonsten bekannten Sprache?
- Sucht in Texten mit einer anderen Schrift oder einer Euch völlig fremden Sprache bestimmte Buchstaben oder Wörter, die mehrmals auftauchen.
- In unserer Region bestehen völlig verschiedene Schreibstile, die sich jeweils an der französischen oder an der deutschen Schriftsprache orientieren. Sammelt verschiedene Schreibproben eines Wortes von verschiedenen Personen der Region. Kann man erkennen, woher jemand kommt oder wie alt sie/er ist?
- Außerdem lassen sich - teilweise in Inschriften an Gebäuden - alte Texte entziffern, die schon durch ihre Schrift zeitlich eingeordnet werden können. Dies erlaubt in unserer Region oft eine Zuordnung zur deutschen/französischen Kultur. Fotografiert diese Inschriften oder zeichnet sie ab.
- Schreibt eine kulturelle Landkarte der Klasse zu folgenden Fragen: "Da war ich schon..., Da habe ich Freunde..., Da habe ich Verwandte..., Von diesem Land weiß ich viel... ." Auf einem großen Blatt (mindestens A1) werden in die Mitte die Namen aller aus einer Gruppe/Klasse geschrieben, an die Ränder die oben genannten Sätze. Dann werden Länder gesammelt, die jeweils zu den Aussage passen und mit den entsprechenden Namen verbunden.
- In der Sendung "karambolage" des deutsch-französischen Senders ARTE werden Unterschiede zwischen dem französischen und dem deutschen Alltag gezeigt: Dazu wird ein Wort, ein Gegenstand, ein Brauch und ein Bild vorgestellt, auf dem die Zuschauer an kleinen Details erkennen sollen, ob es in Deutschland oder in Frankreich aufgenommen wurde. Die Sendungen sind auch im Internet einsehbar (www.arte-tv.com/karambolage) und eignen sich als Gesprächsanlass für deutsch-französische Gruppen.
- Das französische Bilderbuch Les petits riens, les petits délices (Paris: Seuil jeunesse 2001 von Elisabeth Brami) zeigt eine Reihe von Situationen aus dem Alltagsleben von Kindern, die "eigentlich nichts" sind, aber trotzdem das Leben lebenswert machen: "Der Geruch von frisch geröstetem Toast am Morgen", "Das Pfeifen der Vögel am Morgen, wenn man im Urlaub im Zelt aufwacht",.... Schreibt nach diesem Modell selbst Texte, in denen Ihr solche "kleinen Nichtigkeiten" aufführt. Ihr könnt sie als Gedichte schreiben oder selbst kleine illustrierte Bücher anfertigen. Vergleicht mit den Texten anderer - auch aus anderen Ländern.
- Verfremdet einfache Begriffe beim Rätselraten so, dass die anderen Schwierigkeiten haben, sie zu finden. Organisiert eine Rätselkette: Ein Rätselsteller gibt zunächst sehr vage Angaben zu den Begriffen und wird dann klarer. Die Rater notieren sich die gefundenen Begriffe, dann kommt der nächste Rätselsteller dran,...
- Welche typische Körpersprache findet sich bei Euch und bei Euren Austauschpartner? Lasst dazu zwei Muttersprachler/innen eine kurze Szene aus dem täglichen Leben spielen (Einkauf, Café-Besuch,...) Die Zuschauer sollen die Bewegungen und Worte der Spieler und Spielerinnen genau verfolgen und dann nur die Gesten der Szene nachspielen (ohne Worte). Danach sollen auch die Worte dazu genommen werden. Haben sie genau beobachtet?