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Kurzanleitung zu IrfanView

Bilddatei öffnen

Bildausschnitte erzeugen

Bild abspeichern und Bildformat zuweisen

Kurze Info zu den gebräuchlichsten Bildformaten

Farben nachbearbeiten

Bildgröße ändern

Filter und Effekte

Festlegen der Bildreihenfolge/Arbeiten mit der Thumbnail-Ansicht

Das Multitalent IrfanView ist eine sehr interessante Freeware, die auf zahlreichen Zeitschriften CD-ROM oder über das WWW zu beziehen ist. Das Programm ist nur etwa 640 KB groß. Darüber hinaus gibt es ebenfalls zum Download zahlreiche Plugins, die den normalen Funktionsumfang erheblich erweitern. Mit IrfanView lassen sich auch Audio-Dateien (Real, MP3, WAV) abspielen oder bestimmte Photoshop - Filter verwenden.

 

Sie finden die aktuelle Version des Programms unter: irfanview.com

 

Viele Referenten des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg haben bei Workshops und Seminaren dieses Programm im Einsatz und daher dafür eine kurze Anleitung verfasst.

 

Nach der Installation starten Sie den IrfanView durch Doppelklick auf das Irfanview-Ikon (siehe oben). Nutzen Sie bei der Programmbedienung immer die Möglichkeiten der Symbolleiste. Sie haben so direkten Zugriff auf die wichtigsten Programmfunktionen. Darüber hinaus sind viele Symbole (Ikons) aus anderen Windowsprogrammen bekannt.

Auf manche dieser Funktionen werden wir im folgenden Bezug nehmen. Die meisten anderen Funktionen sind entweder leicht verständlich oder sehr gut in der IrfanView-Hilfe dokumentiert.

Bilddatei öffnen und Grundsätzliches

Öffnen Sie nun das erste Bild, das Sie bearbeiten möchten.

Dies geschieht entweder über Menu "Datei" - Auswahl "Öffnen" oder per Klick auf das entsprechende Ikon (siehe Abbildung links).

Wählen Sie den Ordner, in dem Sie Ihre Bilder gespeichert haben, markieren Sie das erste Bild und klicken "Öffnen".

 

Falls Ihre Bilder größer sind als der Bildschirm, können Sie die Bilder auch an die Fenstergröße anpassen. Dabei empfehlen wir (wenn überhaupt!), nur die großen Bilder an das Fenster anzupassen. Wählen Sie dazu:

Menu "Ansicht" - Anzeige-Optionen - "Nur große Bilder ans Fenster anpassen" markieren.

Es ist jedoch besser, sich die Bilder in der Originalgröße anzeigen zu lassen. Wenn das Bild nicht in das IrfanView-Fenster passt, können Sie die Ansicht des Bildes auch verkleinern:

  • Wiederholtes Drücken auf die Minus-Taste (-) der Tastatur.
  • Wiederholtes Drücken des Lupensymbols (-) auf der Symbolleiste (10./11.).
  • Rückkehr zur Originalgröße erreichen Sie schnell durch „STRG+H”

Irfan bietet nun eine Reihe komfortabler Funktionen, die Ihnen die Arbeit mit größeren Mengen von Bildern vereinfachen. So können Sie beispielsweise innerhalb eines Verzeichnisses durch die vorhandenen Bilder blättern. Im folgenden Beispiel wird Bild Nr. 2 von insgesamt 51 Bilddateien des ausgewählten Verzeichnisses angezeigt. Mit Hilfe der beiden Pfeile (zurück/vorwärts) können Sie innerhalb des Verzeichnisses vor- und zurückblättern.

Shortcuts

Neben den Ikons bieten auch Tastatur-Kurzbefehle (Shortcuts) eine schnelle Möglichkeit, Funktionen des Programms anzuwählen:

  • Die Leertaste bietet eine weitere Möglichkeit, sich zum nächsten Bild eines Verzeichnisses zu bewegen (jedoch nicht zurück!).
  • Vorwärts- und Rückwärtsblättern funktioniert auch über die Pfeiltasten der Tastatur.
  • Die Return-Taste schaltet auf Ganzseitenansicht und auch wieder zurück.
  • + vergrößert die Ansicht.
  • - verkleinert die Ansicht (Siehe Symbole 10./11. auf der Symbolleiste)
  • Shift + G = Farben ändern

Die meisten Tastatur-Kurzbefehle ersehen Sie aus den Pulldown-Menus rechts neben dem Befehlswort.

In unserem Beispiel (siehe Abb. links) wurde die Funktion "Farben ändern" ausgewählt. Diese Funktion lässt sich jedoch auch mit dem Shortcut "Shift+G" aufrufen.

 

 

 

Wichtige Programmfunktionen

An dieser Stelle möchten wir auf einige wenige Programmfunktionen, die uns für die Arbeit notwendig erscheinen, eingehen:

 

1. Bildausschnitte erzeugen

 

Sie werden bei vielen Bildern nur bestimmte Bildausschnitte für Ihre Arbeit benötigen. IrfanView bietet eine schnelle Möglichkeit, aus einem Bildausschnitt ein neues Bild zu erzeugen:

 

Ziehen Sie im Bild mit gedrückter linker Maustaste den gewünschten Bildausschnitt auf und lassen anschließend die linke Taste los.

Sie haben einen Bildausschnitt markiert (Siehe Abbildung unten; wir haben die Markierungslinien zur Veranschaulichung stark hervorgehoben).

 

Wählen Sie nun Menu "Bearbeiten" - Auswahl "freistellen": Es erscheint das ausgewählte Bild als neue Abbildung.

 

Wichtig: Speichern Sie noch nicht!!! Sonst überschreiben Sie das Originalbild. Beachten Sie die folgenden Handlungsschritte.

 

Markieren und freistellen

2. Bild abspeichern und Bildformat zuweisen

Zum Abspeichern des neuen Bildes wählen Sie:

Menu "Datei" - Auswahl "Speichern unter ..."

 

Vergeben Sie einen Namen und weisen dem Bild den Dateityp "jpg" zu. In der Abbildung oben sehen Sie eine Stärke des Programms, nämlich die Möglichkeit, ein Bild in einer Vielzahl von Bildformaten abzuspeichern. Für unseren Zweck benötigen wir ein schlankes Bildformat. Dies sind u.a. GIF- oder JPEG-Dateien, die auch im WWW weit verbreitet sind.

 

3. Kurze Info zu den gebräuchlichsten Bildformaten

 

GIF stellt ein Bild mit maximal 256 Farben dar. JPEG mit maximal 16,7 Millionen Farben, wobei JPEG die stärkste Datenreduktion besitzt. Die Stärke der Reduktion lässt sich über den Button "Optionen" (siehe Abb. Oben) einstellen. Die Abbildung unten zeigt den "Qualitätsschieber":

 

Je höher die Bildqualität, desto niedriger die Datenreduktion (Kompression), desto größer wird die Datei.

 

Ein qualitativ gutes JPEG ist brillanter als ein GIF. GIF ermöglicht dafür aber beispielsweise die Transparenzschaltung bestimmter Farbbereiche des Bildes. Weitere wichtige Bildformate sind das Windows-Bitmap-Format "BMP" oder das TIFF-Format "TIF". Diese beiden Formate sind jedoch für Präsentationen oder Web-Präsenzen zu groß. Sie würden unter Umständen die Bildanzeige oder den Seitenwechsel verlangsamen, da sie zuviel Speicher benötigen. TIFF-Dateien werden in der professionellen digitalen Fotografie verwendet, da TIF ein Bild verlustfrei darstellt.

 

Hier nur ein kleines Beispiel:

Diese Abbildung links als JPG in einer Qualitätsstufe von 80% benötigt 1,47 KB (1507 Bytes) Speicherplatz. Dieselbe Datei als Bitmap (BMP) fast das 10-fache, nämlich 10,02 KB (10262 Bytes). Mit IrfanView lassen sich Bildformate sehr schnell und einfach ändern: Sie speichern lediglich ein bestehendes Bild via

Menu - "Datei" - Auswahl "speichern unter..."

und wählen den gewünschten Dateityp aus.

 

4. Farben nachbearbeiten

Eine weitere leistungsstarke Funktion, die sich oftmals auch hervorragend zur Rettung zu dunkler oder zu heller Fotos eignet, ist die Möglichkeit der farblichen Nachbearbeitung der Abbildungen:

Menu "Bild" - Auswahl "Farben ändern" bzw. Shortcut "Shift+G" (siehe Abb. rechts).

 

Nach der Wahl der Programmfunktion öffnet sich ein weiteres Fenster, das uns per Schieberegler die wesentlichen Farbänderungsmöglichkeiten anbietet und, was besonders praktisch ist, die Änderungen sogleich im Fenster "neues Bild" anzeigt (siehe Abbildung unten).

 

"Helligkeit", "Kontrast" und "Farbbalance" (Rot, Grün, Blau) sind Ihnen vom häuslichen TV-Gerät her bekannt.

Neu ist vielleicht die "Gammakorrektur". Mit ihrer Hilfe lässt sich die Helligkeitsverteilung des Bildes steuern. Sehen Sie hier die Auswirkung einer Gammakorrektur am Beispiel eines Grauverlaufs:

 

Links die Abbildung des linearen Grauverlaufs, rechts der korrigierte Farbverlauf. Mit der Gammakorrektur verändern Sie die Bildhelligkeit so, dass die dunklen und hellen Bildpartien unverändert bleiben, das Bild wirkt danach heller oder dunkler, ohne dass die Lichter oder Schatten beeinträchtigt werden. Nutzen Sie die Möglichkeiten der visuellen Kontrolle über die beiden kleinen Bildfenster (Originalbild, Neues Bild). Falls Sie die Änderungen kurz auf die originale, größere Darstellung im Bearbeitungsfenster des Irfanview übertragen möchten, klicken Sie die Taste "Aufs Bild anwenden". Die Rückkehr zu den Standardwerten ermöglichen Sie entweder durch die Tasten "Abbrechen" oder "Standardwerte setzen".

Wenn Sie Änderungen vorgenommen haben - Abspeichern nicht vergessen!

5. Bildgröße ändern

Eine weitere häufig benötigte Funktion ist die Möglichkeit, die Bildgröße zu verändern. Dabei sollten Sie jedoch das Ergebnis immer visuell kontrollieren. Denn je nach Dateiformat (tiff, jpeg, ...) gehen bei extremen Bildgrößenänderungen (in beiden Richtungen!) Bildinformationen verloren, bzw. treten durch Kompression nicht vorhandene Details in den Vordergrund.

Menu "Bild"- Auswahl "Größe ändern" bzw. Shortcut "Strg+R" (siehe Abb.).

 

Die Einstellungsmöglichkeiten sind auch hier weitgehend selbsterklärend. Wichtig ist, bei Bedarf die Einstellung "proportional" zu wählen. In diesem Fall geben Sie beim Vergrößern oder Verkleinern nur den gewünschten Breiten- oder Höhenwert an. Der fehlende Wert wird dann vom Programm proportional errechnet.

 

Die "DPI"-Einstellung (dots/inch) gibt die Anzahl der Bildpunkte per Quadratzoll auf dem Bildschirman , bzw. auf dem Papier (bei Ausdruck). Hier sollten Sie wissen, dass Computer- Bildschirme mit etwa 72 dpi darstellen. Für den Ausdruck als Photo sollten Sie mindestens 150 dpi wählen. In unserem Falle reichen die 72 dpi.

6. Filter

Auch wenn IrfanView für private und schulische Nutzer kostenlos ist, finden wir leistungsstarke Bildbearbeitungsfilter.

 

Am gebräuchlichsten ist der Schärfungsfilter (schärfen), der hauptsächlich nach Größenänderungen zum Einsatz kommt. Weitere interessante Filter finden Sie unter "Effekte".

 

Probieren Sie die Angebote einfach aus. Solange Sie nicht speichern, können Sie nichts kaputt machen.

 

7. Festlegen der Bildreihenfolge/Arbeiten mit der Thumbnail-Ansicht

 

Nachdem Sie nun alle Ihre Bilder eingelesen und nachbearbeitet haben, ist es sinnvoll, die Bilder für die gezielte Übernahme in das Präsentationsprogramm (Powerpoint) vorzubereiten. Dabei gibt es verschiedene Methoden. Wir schlagen hier die Durchnummerierung vor, um die Bilder in der gewünschten Reihenfolge anzuordnen.

 

IrfanView stellt Ihnen ein digitales Leuchtpult zur Verfügung, mit dessen Hilfe Sie einen schnellen Überblick über alle Abbildungen eines Verzeichnisses erhalten: die sogenannte "Thumbnail-Ansicht" (Daumennagel-Ansicht)

 

Wählen Sie dazu Menu "Datei" - Auswahl "Thumbnails"

Es öffnet sich nun neben dem Programmfenster (1) die Thumbnail-Ansicht mit zwei unterschiedlichen Fenstern (2 und 3): dem Verzeichnisbaum (2) und der Verzeichnisansicht (3), dem eigentlichen Leuchtpult, dessen Darstellungsgröße und -art Sie unter Menu "Optionen" - Auswahl "Thumbnail-Optionen" ändern können.

 

Der Verzeichnisbaum (2) entspricht dem linken Fenster des Windows-Explorers. Hier wird die gesamte Verzeichnisstruktur Ihres PC angezeigt. In der Mitte der Ansicht oben sehen den geöffneten Ordner "harder_zoo"(hellgrau hervorgehoben): Dies ist das Verzeichnis, dessen Inhalt hier auf dem Leuchtpult (3) präsentiert wird. Unten in der Mitte sehen Sie die markierte "Thumbnail"-Ansicht des Schimpansen-Bildes, das im Bearbeitungsfenster (1) geöffnet ist.

Durch einen Doppelklick auf ein Thumbnail-Bild wird jedes Bild im Bearbeitungsfenster des Programms (2) angezeigt und kann bearbeitet werden.

 

Legen Sie nun die Bildreihenfolge Ihrer Präsentation fest, indem Sie die Bilder umbenennen um sie in der gewünschten Reihenfolge auf dem Bildschirm darstellen zu können. Die Bilder werden auf dem Leuchtpult in alphanumerischer Reihenfolge sortiert, deshalb schlagen wir vor, dass Sie die in der Präsentation benötigten Bilder ebenfalls alphanumerisch durchnummerieren: bild01.jpg, bild02.jpg, ...

Markieren Sie das gewünschte Bild auf dem Leuchtpult mit rechter Maustaste und wählen: Umbenennen (siehe Abb. unten). Geben Sie dem Bild dann einen neuen Namen, z.B. Bild01.jpg

 

Achtung: die Dateikennzeichnung (.jpg) entweder nicht überschreiben oder selbst hinzufügen!

 

Beachten Sie, dass ein Dateiname immer nach der folgenden Konvention geschrieben wird:

 

Anhand des Suffixes werden Dateitypen gekennzeichnet und den entsprechenden Programmen zugeordnet: .doc = Word, .htm = Browser,etc.

 

Autor: Jörg Schumacher, LMZ

 

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Externer Linktipp: Bildbearbeitungsprogramme

Lehrerfortbildungsserver:
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