Kein Achsensprung!
Ein Achsensprung liegt vor, wenn die Kamera in zwei aufeinander folgenden Einstellungen die Handlungsachse, d.h. die gedachte Verbindungslinie zwischen den die Handlung tragenden Hauptelementen, überschreitet.
Ein Achsensprung ist für den Zuschauer höchst verwirrend, da er die Orientierung im Raum verliert. Die räumlichen Beziehungen zwischen Personen oder Gegenständen im Bild wurden nämlich in der ersten Einstellung (etablishing shot) einer neuen Szene festgelegt: Der Sessel steht links vom Tisch, Mannschaft A spielt von links nach rechts aufs Tor, ein Mensch geht von links nach rechts durchs Bild.
Die Handlungsachse ist durch Bewegungs-, Blick- oder Sprechrichtung und durch die Anordnung der Motive im Raum definiert. Wechselt die Bewegungsrichtung, wie z.B. bei einem Fußballspiel zur Halbzeit, so wird immer ein neutrales Zwischenbild (Zuschauer, Interview mit Trainer / Spieler) dazwischen geschnitten und außerdem im Kommentar erwähnt, dass das Spiel sich in der zweiten Halbzeit befindet.
Vermeiden lässt sich ein Achsensprung dadurch, dass die Kamera während der Aufnahmen stets auf einer Seite der Handlungsachse bleibt.
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Literaturtipps: Video
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Am Ende Video - Video am Ende?
Hans Beller:
Aspekte der Filmmontage
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Tape that. Einführung in die aktive Videoarbeit.
Wolfgang Antritter/Madelaine Braunagel:
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