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Als der Krieg zu Ende war...

Am 8. Mai 2005 jährte sich zum sechzigsten Mal die bedingungslose Kapitulation des deutschen Reiches. An diesem Tag im Jahre 1945 schwiegen die Waffen endgültig, nachdem sich zuvor schon zahlreiche Armeeteile zum Beispiel in Frankreich oder Dänemark ergeben hatten. Seit Anfang des Jahres ist das Thema Nationalsozialismus wieder verstärkt im öffentlichen Bewusstsein, zahlreiche Veranstaltungen zum Gedenken an die Befreiung der Konzentrationslager fanden bereits statt.

Auch in Schule und Jugendarbeit wird das Thema aus aktuellem Anlass aufgegriffen. Wir stellen Ihnen hier einige Filme vor, die Sie alle beim Landesmedienzentrum oder bei einem der Kreismedienzentren ausleihen können.

Der Redakteur Dr. Wolfram Wessels hat jedem Monat des Jahres 1945 eine 5-minütige Collage aus zeitgenössischen Ton-Dokumenten gewidmet, die er einleitend kommentiert. Die Collage trägt den Titel "12 mal 1945" und wurde uns vom SWR zur Verfügung gestellt.

Unsere Fotogalerie verdeutlicht welches Ausmaß die Zerstörung damals angenommen hatte und wie selbstverständlich uns heute die schmucken Gebäude sind.

Wer noch mehr Informationen sucht, ist bei unseren Links richtig.

Schindlers Liste

Regie: Steven Spielberg;

USA 1993; FSK ab 12

 

Halbdokumentarischer, dramatischer Film nach dem gleichnamigen Roman von Thomas Keneally über den Industriellen Oskar Schindler und die Zeit des Dritten Reichs vom Einmarsch in Polen bis zur Kapitulation 1945. Schindler, Katholik und NSDAP-Mitglied, rekrutiert - anfänglich aus Profitsucht, dann aus Menschlichkeit - Juden als Arbeiter für seine Emaillewaren-Fabrik. Er rettet rund 1 100 Menschen vor dem sicheren Tod. Mit Liam Neeson, Ben Kingsley u.a.. Ausgezeichnet mit sieben Oskars. Zu recherchieren über die LMZ-Mediendatenbank. VHS-Videokassette. Ab Klasse 7.

 

Das Leben ist schön

Regie: Roberto Benigni;

Italien 1997; FSK ab 6

 

Italien kurz vor dem 2. Weltkrieg. Der jung verheiratete Jude Guido wird mit seinem Sohn ins KZ deportiert, seine nichtjüdische Frau Dora geht freiwillig ins Frauenlager. Bis zum bitteren Ende versucht Guido, seinen Sohn vor der Realität zu schützen, indem er ihm das KZ als Spiel darstellt. Der preisgekrönte Spielfilm arbeitet mit den Mitteln der Komik, der überraschenden Gags und symbolhaften Elementen. Mit Roberto Benigni, Nicoletta Braschi u.a. Zu recherchieren über die LMZ-Mediendatenbank. VHS-Videokassette. Ab Klasse 7.

 

Das Tagebuch der Anne Frank

Regie: Gareth Davies;

Großbritannien 1987

 

Von Juli 1942 bis August 1944 versteckt sich eine Gruppe holländischer Juden vor der Verfolgung durch die Nazis auf dem Dachboden eines Amsterdamer Geschäftshauses, darunter die 13jährige Anne Frank. Sie führt über ihr Leben auf dem Dachboden Tagebuch, dem sie ihre Eindrücke und Sehnsüchte und die verzweifelte Hoffnung auf das Kriegsende anvertraut. Zusatzmaterial auf der DVD: didaktisch aufbereitetes historisches Material zu einzelnen Kapiteln des Films. Zu recherchieren über die LMZ-Mediendatenbank. DVD. Ab Klasse 6.

 

Der Pianist

Regie: Roman Polanski;

Deutschland/Frankreich/ Großbritannien/Polen 2002;

FSK 12

 

Der mit drei Oscars und der Goldenen Palme ausgezeichnete Spielfilm von Roman Polanski basiert auf der Autobiographie des Pianisten Wladyslaw Szpilman. Er schildert das erschütternde Schicksal seiner Familie in Warschau vom Ausbruch des Zweiten Weltkriegs über die Deportation der Familienmitglieder, den Aufstand im Warschauer Ghetto bis zu seinem eigenen Überleben aus der Sichtweise des Protagonisten. Die z.T. grausamen Erschießungsszenen erfordern eine behutsame Vorbereitung und eine gezielte Entscheidung über die Zumutbarkeit für die jeweilige Schülergruppe. Zu recherchieren über die LMZ-Mediendatenbank. DVD. Ab Klasse 9.

 

Zug des Lebens

Regie und Buch: Radu Mihaileanu; Frankreich/ Belgien /Niederlande 1998;FSK ab 6

 

In dem preisgekrönten tragikomischen Spielfilm des Regisseurs Radu Mihaileanu verfällt im Sommer 1941 die von Deportation bedrohte Einwohnerschaft eines jüdischen Dorfs in Osteuropa auf die absurde Idee die Deportation in eigener Regie vorzunehmen und sich mit einem Zug auf den Weg nach Palästina zu begeben.Papiere werden gefälscht, SS-Uniformen genäht und eine ausrangierte Dampflok auf Vordermann gebracht, mit der man über Russland nach Palästina fahren will. Während das Gros der Gemeinde unter der Führung des Rabbi zusammengepfercht in den Viehwaggons Platz nehmen muss, spielen diejenigen, die am besten Deutsch sprechen, die Schergen. Je länger die Reise dauert, desto prekärer wird die Situation im Zug. Zu recherchieren über die LMZ-Mediendatenbank. DVD. Ab Klasse 7.

Die Brücke

Regie: Bernhard Wicki;

BR Deutschland 1959; FSK ab 12

 

Einer der härtesten und kompromisslosesten Antikriegsfilme. Sieben Schuljungen im Alter von 16 Jahren verteidigen im April 1945 eine unwichtige Brücke bei einer Kleinstadt im Bayerischen Wald vor den anrückenden Amerikanern. Für die Jungen beginnt ein aussichtsloser, selbstmörderischer Kampf, bei dem am Ende nur einer am Leben bleibt. Der schonungslose Film von Wicki ("Die Zitadelle"), der kompromißlos in die Heimatfilmverlogenheit der fünfziger Jahre einbrach, ist der Antikriegsfilm des deutschen Nachkriegskinos geblieben, ein inspiriertes und engagiertes Manifest des Pazifismus. Zu recherchieren über die LMZ-Mediendatenbank. VHS-Videokassette. Ab Klasse 8.

Mehr zu diesem Film in unserem Special zum "Filmkanon".

Shoah

Regie und Buch: Claude Lanzmann; Frankreich 1974-1985

 

Ohne sich nur eines einzigen Bildes der Vernichtung zu bedienen, zeichnet Shoah in neuneinhalb Stunden eindringlich die Spuren beziehungsweise die Spurentilgung eines grauenhaften Völkermordes nach. Keine historische Aufnahme, keine fiktive Erzählung schockiert die Zuschauer. Der Zugriff auf die `reale Hölle´ erfolgt fast ausschließlich aus dem Blickwinkel der Gegenwart mit Bildern von Tätern, Opfern und Zeitzeugen. Entstanden ist eine Dokumentation über die Vernichtung der europäischen Juden. Der Film ist extrem lang. Die zugehörige Suchliste ermöglicht aber die Nutzung einzelner Ausschnitte. Zu recherchieren über die LMZ-Mediendatenbank. VHS-Videokassette. Ab Klasse 8.

Mehr zu diesem Film in unserem Special zum "Filmkanon".

Sidonie

Regie: Karin Brandauer;

Deutschland 1990

 

August 1933. Das Arbeiterehepaar Breitner nimmt im österreichischen Steyr ein Zigeunerkind - Sidonie - als Pflegekind auf. Mit dem "Anschluss" Österreichs an das Deutsche Reich wachsen die Feindseligkeiten gegen die Familie insbesondere gegen das dunkelhäutige Kind, das die Familie sehr liebgewonnen hat. 1943 betreiben die Nazis die Rückführung von Sidonie zu ihrer leiblichen Mutter. Sidonie wird gewaltsam von ihrer Pflegefamilie getrennt und nach Auschwitz deportiert, wo sie kurz vor Kriegsende angeblich an Felcktyphus umkam. Zu recherchieren über die LMZ-Mediendatenbank. VHS-Videokassette. Ab Klasse 7.

Comedian Harmonists

Regie:Joseph Vilsmaier;

Deutschland 1997; FSK ab 6

 

Der Film zeigt den kometenhaften Aufstieg des Vokal-Ensembles "Comedian Harmonists", das im Berlin der späten 20er Jahre einen prägnanten, weltweit erfolgreichen Gesangsstil schuf. Nach 1933 gerieten sie in die Mühlen der nationalsozialistischen Rassenideologie, weil drei der sechs Mitglieder jüdischer Herkunft waren. Das erfolgreiche Ensemble brach auseinander. Zu recherchieren über die LMZ-Mediendatenbank. DVD. Ab Klasse 6.

Sein oder nicht sein

Regie: Ernst Lubitsch;

USA 1942; FSK ab 12

 

Am Vorabend des Zweiten Weltkrieges übt das Theater Polski in Warschau ein Stück mit dem Titel "Gestapo" ein. Wenige Wochen später wird Polen von den Deutschen besetzt, das Theater muss schließen. Erst als es darum geht, einen Nazi-Spion zu entlarven, finden die Schauspieler wieder zusammen. Der Film meistert den Balanceakt zwischen Grauen und Komik, politischer Satire und Unterhaltung. Zu recherchieren über die LMZ-Mediendatenbank. DVD. Ab Klasse 7. Mehr zu diesem Film in unserem Special zum "Filmkanon".

Ich war 19

Regie: Konrad Wolf;

DDR 1967; FSK ab 12

 

Ende des Zweiten Weltkriegs marschiert der ausgewanderte Sohn deutscher Eltern mit sowjetischen Truppen nach Berlin. Dramatische, tragische und anrührende Ereignisse zuhauf begleiten die letzten Schlachten. Der Film zügelt seinen Zorn auf die Nazi-Kriegsmaschinerie zugunsten der realistischen Wahrnehmung von Opfern und Tätern gleichermaßen. Der Film ist autobiografisch zu verstehen: Der Regisseur Konrad Wolf emigrierte mit seinen Eltern als Achtjähriger nach Moskau und erlebte als Leutnant der Roten Armee die Zerstörungen der Nazis in Kiew und Warschau. Zu recherchieren über die LMZ-Mediendatenbank. DVD. Ab Klasse 8.

Mehr zu diesem Film in unserem Special zum "Filmkanon".

Auf Wiedersehen, Kinder

Regie und Buch: Louis Malle;

Frankreich 1987; Fsk ab 6

 

Frankreich 1944: Der 11-jährige Julien kehrt ins Internat zurück. Dort stößt er auf einen Neuankömmling, der geheimnisvoll scheint. Julien freundet sich mit ihm an. Der Neue ist Jude und wird versteckt. Doch die Gestapo ist ihm bereits auf der Spur. Julien wird erstmals mit politischer Gewalt und der Absurdität der Erwachsenenwelt konfrontiert. Zu recherchieren über die LMZ-Mediendatenbank. VHS-Videokassette. Ab Klasse 7.

Der große Diktator

Regie und Buch: Charles Chaplin;

USA 1940

 

Der schreckliche Diktator Adenoid Hynkel (Charles Chaplin) herrscht über Tomanien; ein Land, in dem die Juden verfolgt werden und in dem es KZs gibt. Nach der Besetzung des Nachbarlandes Austerlich mehrt sich der Widerstand. Ein jüdischer Friseur klaut eine Uniform und nutzt seine Ähnlichkeit mit dem Diktator - er spielt ihn. Charlie Chaplins filmische Satire über skrupellose Macht und Größenwahn, über die Diktatoren des 20. Jahrhunderts. Mit diesem Film verließ er endgültig die Stummfilmära. Zu recherchieren über die LMZ-Mediendatenbank. DVD. Ab Klasse 6.

In jenen Tagen

Regie und Buch: Helmut Käutner;

Deutschland 1947. FSK o.A.

 

Ein altes Autowrack in den Trümmern von Berlin erzählt im unmittelbaren Nachkriegsdeutschland die wechselvolle Geschichte seiner Eigentümer während des Dritten Reiches. In den insgesamt sieben Filmepisoden zeigt Helmut Käutner, dass sich Menschlichkeit auch in dieser Zeit bewähren konnte und dass es immer wieder Menschen gab, die sich für die Stimme ihres Herzens und ihres Gewissens entschieden. Der Film von Helmut Käutner ist bereits 1947 entstanden. Zu recherchieren über die LMZ-Mediendatenbank. VHS-Videokassette. Ab Klasse 7.

Stuttgart in Trümmern

Deutschland 1984

 

Informationsfilm über die Bombardierung Stuttgarts ab September 1943. Anhand der Bilder des Fotografen Hannes Kilian und von Interviews mit Zeitzeugen werden Ausmaß und Auswirkungen der Zerstörung dargestellt. Zu recherchieren über die LMZ-Mediendatenbank. VHS-Videokassette.

 

Drei Tage im April

Regie: Oliver Storz; Deutschland 1995; FSK ab 14

 

In einem kleinen schwäbischen Ort, April 1945: In der Ferne ist der Geschützdonner der heranrückenden Truppen der Alliierten zu hören, in der Dorfschenke stößt man bereits auf das Ende des Krieges an. Aufgrund technischer Probleme werden drei Viehwagen von einem Transportzug abgekoppelt. Hunderte von verhungernden KZ-Häftlingen sind in den Waggons eingepfercht. Ihr Schreien und Wimmern dringt durch das ganze Dorf, doch niemand wagt, den Eingeschlossenen zu helfen. Nur eine junge BDM-Führerin will nicht mit ansehen, wie die Eingesperrten zugrunde gehen. Der Film beruht auf wahren Ereignisse. Zu recherchieren über die LMZ-Mediendatenbank. VHS-Videokassette.

 

Zusätzlich zu den hier genannten Filmen bietet das Landesmedienzentrum weitere, vor allem dokumentarische, Filme zum Nationalsozialismus und seinen Folgen an. Diese finden Sie entweder direkt über die Medienrecherche oder in dieser Liste.