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Literatur und Gedichte

Die Schaubühne als eine moralische Anstalt betrachtet

Autor: Schiller, Friedrich von

Datum: Februar 2005
Quelle: MediaCulture-Online

Beschreibung:

In dieser Abhandlung über die Schaubühne (auch unter dem Titel "Was kann eine gute stehende Schaubühne eigentlich bewirken?") weist Schiller im Jahre 1784 dem Theater keine geringere Aufgabe zu, als die, den Menschen zur vollen Humanität auszubilden. Die Bühne steht für ihn ganz im Dienst der Aufklärung und soll gleichzeitig wie die Religion den Menschen läutern und zum rechten Handeln bewegen. Ihr Wirkungskreis ist dabei praktisch unendlich. So schwellt sie die Seele mit höchsten Idealen, impft Abscheu gegen das Laster, hält den Dummköpfen einen Spiegel vor und ist eine Schule der praktischen Weisheit. Außerdem lehrt sie den Menschen, sein Schicksal mit Würde zu tragen, Nachsicht gegen anders denkende zu üben und seinen Verstand auszubilden. Nicht zuletzt hofft Schiller, durch eine Nationalbühne das in Kleinstaaten zersplitterte Deutschland einen zu können.
Schillers Ausführungen über das Theater gibt es auch als Text in unserer Bibliothek.

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Schiller, Friedrich von

Friedrich Schiller (1759-1805) wurde im schwäbischen Marbach am Neckar geboren. Schon frühzeitig musste er sein Elternhaus verlassen um in der militärischen Pflanzschule des württembergischen Herzogs Karl Eugen diszipliniert und geformt zu werden. Er floh aus dem unerträglichen Joch nach Mannheim, wo die rebellischen "Räuber" ihre spektakuläre Uraufführung erlebten. Aus andauernder Flucht vor den Häschern des Herzogs und großer materieller Not befreite ihn schließlich Christian Gottfried Körner, der dem verehrten Dichter in Leipzig ein liebevolles Heim und großzügige finanzielle Unterstützung gewährte. Von hier aus brach Schiller 1787 nach Weimar und Jena auf, wo er bis zu seinem Tod lebte und arbeitete. In diese Zeit fällt die Freundschaft mit Goethe und hier entstanden Schillers klassische Dramen, die philosophisch/ ästhetischen und historische Schriften sowie zahlreiche Gedichte und Balladen. Zusammen mit Goethe begründete er die "Weimarer Klassik". 45jährig starb Schiller, der Zeit seines Lebens unter schweren Krankheiten litt, in Weimar.

 

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