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Multimedia-Material zu Wilhelm Tell

Kolorierte Radierung von Heinrich Anton Dähling (1773-1850). Abbildung der Kostüme des "Tell" und seines Sohnes im Königlichen National-Theater in Berlin. Bild: DLA

Zahlreiche Theaterstücke von Friedrich Schiller gehören zu den Klassikern der deutschen Literatur und sind Pflichtstoff im Deutschunterricht. Das bekannteste unter ihnen ist vielleicht "Wilhelm Tell", stammen doch zahlreiche geflügelte Worte aus eben diesem Stück. "Durch diese hohle Gasse muss er kommen", "Der brave Mann denkt an sich selbst zuletzt", "Früh übt sich, was ein Meister werden will" oder "Die Axt im Haus erspart den Zimmermann".

 

Schiller hat im "Tell" mindestens zwei Handlungsstränge miteinander verwoben: Die Geschichte von jenem tapferen Vater, der durch einen mutigen Schuss sich und seinen Sohn rettet und die Entstehung der Eidgenossenschaft im Rahmen der Erhebung gegen die Habsburgerherrschaft. Auf Grund des berühmten Rütli-Schwurs im Stück gilt den Schweizern der "Tell" als wesentlicher Ausdruck ihrer nationalen Identität. Gleichzeitig enthält das Stück große Gefühle und thematisiert hochpolitische Fragen, wie die nach dem Widerstandsrecht des Einzelnen oder nach der Freiheit des Individuums.

So verwundert es nicht, dass der "Tell" nicht nur für das Theater bearbeitet worden ist, sondern auch für Radio und Fernsehen, dass es Texte, Interpretationen und neue Geschichten zum Stück und zur Figur gibt.

 

Szenen aus der Wilhelm-Tell-Inszenzierung des Wiener Burgtheater aus dem Jahr 1989. Claus Peymann, einer der umstrittensten Regisseure Deutschlands, ließ Gessler (gespielt von Gert Voss) darin im Militärjeep auf die Bühne fahren. Tell allerdings (gespielt von Josef Bierbichler) schießt auch in dieser modernen Inszenierung mit der Armbrust.

  Burgtheater-Inszenierung von Wilhelm Tell
Die Veröffentlichung des Filmausschnitts erfolgt mit freundlicher Genehmigung von ORF und Wiener Burgtheaters.

 

 

Szenen aus einem Stummfilm aus dem Jahre 1923: Wilhelm Tell. Von links oben nach rechts unten: Gessler tritt auf, Tell freut sich mit seinem Sohn über seinen gelungenen Schuss, Tell wird festgesetzt, Tell's Frau konnte seine Freiheit nicht erwirken.

  Ausschnitt aus dem Stummfilm "Wilhelm Tell". Es handelt sich um die Szene, als Tell von Gessler gezwungen wird, den Apfel vom Kopf seines Sohnes zu schießen. Da sein zweiter Pfeil für Gessler gewesen wäre, wenn er seinen Sohn verletzt oder gar getötet hätte, wird Tell verhaftet.

 

 

Der "Tell" hat schon Zeitgenossen Friedrich Schillers inspiriert. Die hier gezeigten Aquarelle stammen von Moritz Retzsch (1779-1857). Sie sind Teil des Archivmaterials, das das DLA in Marbach betreut.

 

Ganze Generationen von Kabarettisten haben aus Schillers Zitatenschatz geschöpft. So auch Jürgen von Manger (1923-1994), der seine Liebe zum "Tell" schon 1939 als Statist im Theater entdeckte. Auch als Schauspieler fühlte sich von Manger seinem Schiller verpflichet, nämlich in "Maria Stuart". 1963 schließlich verarbeitete er in gewohnt humorvoller Art seine Eindrücke von "Wilhelm Tell". Einen Ausschnitt aus dieser Produktion hören Sie hier: Wilhelm Tell.

 

Das Stück "Wilhelm Tell" ist der CD-Box "Wunderbar" von Jürgen von Manger entnommen. Mit freundlicher Genehmigung von Roof Music.

 

Schüler des Theodor-Heuss-Gymnasium in Mühlacker haben einen wunderbaren Foto-Roman zu Wilhelm Tell erdacht und realisiert. Das Ganze kann auf dem Landesbildungsserver Baden-Württemberg in aller Ruhe betrachtet werden.

  

Wer gerne lacht, ist bei den Wilhelm Tell Cartoons richtig.

 

 

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