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Medien und Politik allgemein

Politainment versus Mediokratie.

Autor: Dörner, Andreas
Erschienen: Köln, 2002
Quelle: Thesenvortrag, Cologne Conference / Medienforum NRW, 21. Juni 2002.

Abstract

Gerhard Schröder setzt sich bei Thomas Gottschalk aufs Sofa, Guido Westerwelle besucht die Bewohner des Big-Brother-Containers. Hier ist die Verflechtung von Politik und Unterhaltung offensichtlich. Andreas Dörner wirft die Frage auf, ob damit zwangsläufig auch der Verfall der politischen Kultur einhergeht. Einerseits versuchen Politiker die Unterhaltungsindustrie dazu zu nutzen, um ihre Person und ihr Programm sichtbar zu machen und attraktiv erscheinen zu lassen. Anderseits greifen Medienschaffende gern auf Politiker zurück, um ihre Produkte interessanter zu machen. Sicher ist die Notwendigkeit der Politikvermittlung in der Demokratie gegeben, Politik muss sich öffentlich verkaufen. Wer sich den Funktionslogiken der Massenmedien nicht anpasst, der erreicht auch die Wähler nicht: Die empirische Medienforschung belegt einen wachsenden Anteil des Medienpublikums, das sich Polit- und Informationsformaten verweigert. Vor diesem Hintergrund lässt Andreas Dörner zahlreiche Varianten der medienvermittelten Politik in Talkshows und Daily Soaps Revue passieren. Seine Thesen stellte er beim Medienforum NRW zur Diskussion.

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Dörner, Andreas

Prof. Dr. Andreas Dörner (* 1960) habilitierte 1999 zum Dr. habil. und Privatdozenten für das Fach Politkwissenschaft an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.
2000-2001 arbeitete er als Lehrstuhlvertreter für Poltikwissenschaft an der Bergischen Universität GH Wuppertal, 2002-2003 als Vertretung einer Professur für Politikwissenschaft an der Universität Duisburg und 2003-2004 als Vertretung des Lehrstuhls für politische Theorie an der TU Dresden. Seit Oktober 2004 ist er Professor für Medienwissenschaft an der Philipps-Universität Marburg.
Freiberuflich ist Dörner in der Politik- und Kommunikationsberatung tätig, auch trat er in zahlreichen Rundfunk- und Fernsehsendungen auf. Von ihm erschienen zahlreiche Veröffentlichungen, zuletzt "Wahl-Kämpfe. Betrachtungen über ein demokratisches Ritual" (2002).

 

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