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Medienästhetik in Bildungskontexten

Die Fachtagung "Medienästhetik in Bildungskontexten" fand am 15. und 16.2.2007 an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg statt. Veranstaltet vom Interdisziplinären Zentrum für Medienpädagogik und Medienforschung (IZMM) widmete sie sich aktuellen Herausforderungen und Möglichkeiten medienästhetischer Bildung aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven. Dabei wurden aus fachspezifischer Sicht medienästhetische Frage- und Problemstellungen im Hinblick auf schulische und außerschulische Bildungsprozesse beleuchtet. Wir können Ihnen Ausschnitte aus den Vorträgen des 15.02. anbieten, die Pädagogische Hochschule Ludwigsburg plant ausserdem eine Dokumentation in schriftlicher Form. Das Programm der Tagung finden Sie hier.

Manfred Pirner

"An der Oberfläche kratzen: Medienästhetik - Inszenierung von Bedeutung zwischen Codierung und Emotionierung"

 

Anhand des Bestsellers "Sakrileg" von Dan Brown zeigt Pirner aktuelle Tendenzen in der medienästhetischen Populärkultur und deren Inszenierung. Pirner plädiert dafür, Medienbildung in einem umfassenden Sinn auch als kulturelle Bildung zu verstehen, weil die Ästhetik der Medien sich aus vielfältigen kulturellen Traditionen speist. Dadurch können Medieninszenierungen in angemessener Weise wahrgenommen, verstanden und durchschaut werden.

 

Manfred Pirner (mp3, 11,1 MB, Ausschnitt)

 

Manfred Pirner ist Professor für Evangelische Theologie und Religionspädagogik.

Anja Besand

"How to provoke today" - Zur Generation von Aufmerksamkeit in Politik und politischer Bildung

 

Wie die Politik selbst besitzt auch politischer Protest stets eine ästhetisch-repräsentative Seite. Besand zeigt die Entwicklung der Ästhetik in politischen Protestbewegungen von der nüchternen Flugblattgestaltung der Studentenbewegung bis hin zu heutigen Protestformen mit Eventcharakter, bei denen auch Unterhaltungsaspekte nicht zu kurz kommen. Sie stellt die Frage, was aus diesen Veränderung der politischen Protestkommunikation für die Vermittlung von Politik in Bildungsprozessen gelernt werden kann. Gerade im Bereich der schulischen politischen Bildung sieht Besand großen Anpassungsbedarf an die Bedürfnisse junger Menschen.

Abstract

 

 

Anja Besand (mp3, 29,5 MB, Ausschnitt)

 

Anja Besand ist Juniorprofessorin für Politikwissenschaft an der PH-Ludwigsburg. Sie studierte Kunstpädagogik und Politikwissenschaft in Gießen.

Ulrike Stutz

Capture the Artist - Medienkunst als performative Subversion. Bildungsaspekte einer künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Thema Krieg

 

Stutz setzt sich aus kunstpädagogischer Perspektive mit der ästhetischen Umsetzung von Krieg und Gewalt in Arbeiten der Gegenwartskünstler Jeff Wall und Vladimir Todorović auseinander und beschreibt die dort angewandten ästhetischen Strategien. In ihrer Analyse wendet sie das Konzept der Performativität der Linguistin und Gendertheoretikerin Judith Butler an.

Abstract

 

Ulrike Stutz (mp3, 13,9 MB, Ausschnitt)

 

Ulrike Stutz ist Künstlerin und Kunstpädagogin, sie ist Lehrbeauftragte an der Universitäten in Berlin, Essen und Bielefeld.

 

Peter Imort

Musik - Ästhetik - Medienästhetik. Schnittmengen und Differenzen im musikpädagogischen Kontext

 

Peter Imort nähert sich dem Thema Medienästhetik aus musikpädagogischer Perspektive. Als Ausgangspunkt wählt er die geläufige Formel von Medienästhetik als Theorie der Wahrnehmung unter den Bedingung neuer technischer Medien. In der musikpädagogischen Praxis plädiert er für eine Verbindung von musikalischen Praktiken des Musikmachens und der Gestaltung mit neuen digitalen Medien.

Abstract

 

Peter Imort (mp3, 5,25 MB, Ausschnitt)

 

Peter Imort ist Professor für Musikpädagogik an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg. Momentane Arbeitsschwerpunkte sind Kultur- und medienwissenschaftlich orientierte Musikforschung, integrativ angelegte musikpädagogische Konzepte sowie populäre Musik im Unterricht.

 

Iwan Pasuchin

Künstlerische (Medien-) Bildung im Zeitalter von Konvergenz und Immersion

 

Abstract

 

Iwan Pasuchin studierte Komposition und Musiktheorie und promovierte in Pädagogik, Schwerpunkte Medienpädagogik und -didaktik.

 

Thomas Münch

Neue Medien - neue Wege? Strategien des medial-ästhetischen Kompetenzerwerbs bei MusiklehrerInnen

 

Münch stellt die Frage, ob der Einsatz Neuer Medien im Unterricht automatisch innovativ sein muss. Dazu stellt er eine Nutzertypologie von Musiklehrerinnen und Lehern vor. Im folgenden Ausschnitt resumiert Münch, dass auch bei der Arbeit mit Neuen Medien in alten Denk- und Verhaltensmustern verharrt werden kann. Deshalb, so Münch, muss vor allem an der inneren Einstellung gearbeitet werden.

 

Thomas Münch (mp3, 5,25 MB, Ausschnitt)

 

Thomas Münch ist Professor für Musikpädagogik an der Musikhochschule in Würzburg mit einem Schwerpunkt auf dem Thema Neue Medien.