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Mobile Aufnahmegeräte

Zoom H4n, Bild: Derek K. Miller, cc

Seit den ersten Kassettenrekordern in den 70ern kann man unterwegs unkompliziert Aufnahmen machen. Die Technik und die Speichermedien haben sich in den letzten Jahren aber stark gewandelt. Kamen vor wenigen Jahren noch oft tragbare Kassettenrekorder oder DAT-Geräte (Digital Audio Tape) zum Einsatz, wurden diese zunächst von den MiniDisc-Geräten und mittlerweile von den mobilen Recordern verdrängt.

 

Kassettengeräte

Trotzdem lassen sich mit guten Kassettenrekordern und einem gutem Mikrofon ordentliche Aufnahmen machen. Die analogen Kassettengeräte (z.B. von Sony oder Marantz) sind recht robust, liefern in der Regel Rauschunterdrückungsverfahren wie Dolby B oder C, manuelle Aussteuerungsmöglichkeiten, verschiedene Eingänge (für Mikrofon oder andere Klangquellen) sowie Abhörlautsprecher mit.

Tipp: Wer Kassetten verwendet, sollte sie nicht zu oft überspielen, sondern möglichst oft "frische" Kassetten benutzen. Sonst leidet die Klangqualität zu sehr.

 

Digital Audio Tape - DAT-Rekorder

Das Digital Audio Tape (DAT) ist in zahlreichen Radiosendern nach wie vor im Einsatz. DAT-Kassetten werden auch in professionellen Mastering- Studios zur CD-Herstellung akzeptiert. Der Ton wird im Unterschied zu analogen Aufnahme-Geräten in umgewandelter digitaler Form auf das Bandmaterial gebracht. Die technische Qualität der Aufnahme ist stark von der Güte der digitalen Wandler abhängig, die das Signal von einem analogen in ein digitales konvertieren.

 

Mini-Disk-Rekorder

Mini-Disk-Geräte sind in Schulen und Jugendhäusern sehr beliebt. Beim Kauf ist aber darauf zu achten, dass das Gerät auch tatsächlich einen Mikrofon- und möglichst auch einen Line-in-Eingang besitzt. Leider sind sie nicht so robust wie die analogen Kassettengeräte, deshalb muss ihr Einsatz sorgfältig vorbereitet und erläutert werden. Die Mini-Disk - also das Speichermedium - funktioniert ähnlich wie eine CD, auf ihr können Aufzeichnungen bis zu 80 Minuten Länge gespeichert werden. Es gibt sie überall dort, wo es auch die Geräte gibt und i.d.R in den Elektrogeschäften oder den entsprechenden Abteilungen der Supermärkte.

 

Iriver 340 H

Mobile Recorder

Eine mittlerweile gute Alternative zu den genannten Geräten sind mobile Recorder, die meist ein Mikrofon schon integriert haben. Im Prinzip handelt es sich bei diesen Geräten um die Weiterentwicklung des klassischen Diktiergeräts. Auch ein mp3-Stick mit Aufnahme-Funktion ist im Prinzip nichts anderes als ein mobiler Recorder.

 

Mobile Recorder sind i. d. R. sehr kompakt und handlich gebaut, verfügen über ein Stereomikrofon und die Möglichkeit, das gesamte Gerät auf ein Mikrofonstativ zu befestigen. Die Aufnahme wird auf einer internen Festplatte oder einem flexiblen Speichermedium in Form von komprimierten mp3-Dateien oder unkomprimierten WAV- oder AIFF-Dateien abgelegt und kann später auf einen Computer bequem übertragen werden.

 

Bei der Anschaffung sollte darauf geachtet werden, dass auf dem verwendeten Speichermedium genügend Platz für längere Aufnahme-Sessions ist, wie lange die Betriebsdauer im Batteriebetrieb ist und ob das Gerät eine Auswahlmöglichkeit hat, die Aufnahme auch in einer sehr hochqualitativen Version zu speichern. Dabei sollte die Samplingrate mindestens bei 44,1 kHz und die Bit-Tiefe bei mindestens 16 Bit liegen. Einen hochwertigen mobilen Rekorder erkennt man an der Qualität der eingebauten Mikros sowie an der Einfachheit der Bedienung.

 

Tipps

  • Tipp 1: Machen Sie immer eine Probeaufnahme steuern Sie diese korrekt aus, damit ein Übersteuern (verzerrte Wiedergabe) vermieden wird.
  • Tipp 2: Beim Kauf eines Kassetten- oder Mini-Disk-Rekorders sollte man auch gleich ein Kabel erwerben, das die Überspielung auf den Computer ermöglicht, bei Mini-Disk-Rekordern kleine Klinke auf kleine Klinke, beim Kassetten-Rekorder Chinch auf kleine Klinke.
  • Tipp 3: Gute Mikrofone haben meist einen XLR-Anschluss. Aber nicht alle Aufnahmegeräte verfügen über einen XLR-Anschluss. Es empfiehlt sich, ein solches Kabel beim Fachgeschäft zu bestellen. Der Anschluss ist dann XLR auf kleine Klinke (je nach Mikrofon stereo oder mono) oder XLR auf große Klinke.
  • Tipp 4 : Bei der Aufnahme mit externem Mikrofon einmal das Kabel um die Hand schlingen, man nennt das "Reporterschlaufe". Damit wird das Kabel besser fixiert und es entstehen keine störenden Nebengeräusche durch Mikrofon-Bewegungen.

Kaufempfehlungen

Autoren: Ingrid Bounin, Andreas Konitzer, Christian Reinhold

 

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