Projekt Ohrenspitzer
Das Ohrenspitzerprojekt des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg ist im Jahr 2004 gestartet. Zwanzig Schulen und Kindergärten waren in der ersten Runde dabei. Inzwischen sind weitere 21 Schulen hinzugekommen. Auf dieser Seite dokumetnieren wir die verschiedenen Veranstaltungen rund um das Projekt mit Bildern, Tönen und Filmausschnitten.
Der Ohrenspitzertag Baden-Württemberg fand am 13. Oktober 2005 in Karlsruhe statt. 21 Schulen erhielten ihren "Hör-Koffer" mit 44 ausgewählten Hörspielproduktionen sowie zwei Geräusche-CDs und ein Begleitbuch mit didaktischen Anregungen.
Professor Joachim Kahlert von der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität gab in seinem Vortrag Anregungen für eine bessere Akustik in Klassenräumen. Denn, so seine Untersuchungen, in Klassenräumen übersteige der Lärmpegel häufig ein gesundes Maß. Dieser akustische Dauerbeschuss wirke sich nicht nur negativ auf die Gesundheit der Lehrerinnen und Lehrer aus, sondern auch auf das Lernklima insgesamt. Wer hier investiere, erhöhe die Chancen von Kindern, sich zu konzentrieren, dem Unterricht zu folgen und Sprachfähigkeit weiter zu entwickeln.
Von überaus positiven und ganz praktischen Erfahrungen mit dem Ohrenspitzer-Koffer berichtete Frank Herrmann, Lehrer an der Oberwaldschule in Karlsruhe. Für das beliebte Hörspiel "Dagobert Dünkelstein" aus dem Hör-Koffer entwickelte er Arbeitsblätter zum Geräuscheraten, zur eigenen Produktion zum Beispiel eines Regenwaldes bastelte er mit den Schülerinnen und Schülern Regenmacher-Rohre und vertonte "Elfchen" (Texte oder Gedichte aus elf Wörtern).
Das Bild zeigt die "Geräuscheband" aus Durmersheim mit ihrem Lehrer und Rektor Franz Kary. Sie präsentierte mehrere Stücke, bei denen Gebrauchsgegenstände und selbst Ausrangiertes zum Einsatz kamen, z.B. eine Pappröhre samt "Kutterschaufel" (Kehrschaufel), ein abmontiertes Spülbecken, eine leere Milchkanne und eine Fahrrad-Felge.
Die Startveranstaltung 2004
Bei der ersten "Ohrenspitzer"-Veranstaltung in Baden-Württemberg, am 23. September 2004, waren nicht nur die Schulen und Kindergärten vertreten, die den Hörkoffer in Empfang nahmen, sondern auch viel Prominenz. Dr. Claudia Schittek vom Landesmedienzentrum Rheinland-Pfalz und Gudrun Greth berichteten über positive Erfahrungen mit Hörkoffern im Unterricht in Rheinland-Pfalz. Über den Sinn von Hörförderung diskutierten Dr. Susanne Pacher (LMZ), Gabriele Müller-Trimbusch (Sozialbürgermeisterin Stuttgart), Frank Scherer (LfK) und Ekkehard Skoruppa (SWR2). Thomas Herbst, Ohrenspitzer-Projektleiter am LMZ berichtete über den bisherigen Projektverlauf und die konkreten Vorhaben. Durch das Programm führte Roland Wagner (SWR), der auch für die Live-Hörspiele verantwortlich war.
Das Programm wurde umrahmt von Musik auf der Marimba und bot insgesamt Einiges zum Hinhören. So führten zwei Gruppen von Kindern jeweils ein Hörspiel live vor, das sie während der Veranstaltung geschrieben hatten. Die Handlung des Hörspiels mußte um vorgegebene Geräusche wie Hufgetrappel, das von Kokosnussschalen stammte, oder das imitierte Geräusch von Schritten im Schnee gesponnen werden (Siehe Video-Ausschnitt Hörspiele.).
Oben links: Diskussionsrunde mit Frau Dr. Susanne Pacher, Gabriele Müller-Trimbusch, Roland Wagner, Ekkehard Skoruppa, Frank Scherer (von links nach rechts)
Oben rechts: Hörkoffer
Unten links: Hör-Memory
Unten rechts: Kofferübergabe
Zu Beginn und Ende der Veranstaltung spielte Konstantin Rall auf der Marimba:

- Dr. Jochen Hettinger und Frau Dr. Susanne Pacher
Was Frau Dr. Pacher, Direktorin des LMZ, über die Förderung der Hörkompetenz sagt, erfahren sie im folgenden Tonausschnitt:
Ausschnitte aus der Veranstaltung können Sie sich hier ansehen:
Video-Ausschnitt Hörspiele. (Leider nur für den Internet-Explorer.)
Ansprechpartner
Wenn Sie mehr über das Projekt "Ohrenspitzer" wissen möchten, gibt Ihnen der Projektleiter Thomas Herbst gerne Auskunft.
Fon: 0711-2850-745
E-Mail: herbst@lmz-bw.de
Website: Ohrenspitzer















