Metanavigation:


Podcasts produzieren

Um selbst Podcasts im Netz anbieten zu können, benötigen Sie verschiedene Hard- und Software.

 

  • Ein Aufnahmegerät. Zum Beispiel einen Mini-Disk-Rekorder oder neuerdings auch einen MP3-Rekorder, zum Beispiel von Iriver. (Mit iPods sind Mikro-Aufnahmen bisher nur durch Zusatzgeräte möglich.) Mehr zu Aufnahmegeräten...
  • Einen Computer mit Soundkarte. Sie können nämlich das Mikrofon auch direkt an den Mikrofoneingang Ihrer Soundkarte am Computer "hängen". Dann ist möglicherweise ein Vorverstärker nötig. Den Computer benötigen Sie auch zur Weiterverarbeitung Ihrer Sprachaufnahmen und zum Abmischen.
  • Ein Mikrofon. Für den guten Ton wählen Sie ein möglichst gutes Mikro für Sprachaufnahmen. Einige Empfehlungen für Mikrofone.
  • Eventuell ein Mischpult als Vorverstärker, das das Signal des Mikrofons verstärkt, wenn man z.B. mit MP3-Rekordern arbeiten möchte. Oder einen Mikrofon-Vorverstärker. Die gibt es beispielsweise von der Firma Behringer.
  • Software zur Audiobearbeitung, z.B. Audacity (kostenlos übers Internet) oder Audition, Wavelab, etc. Zu Audition (früher Cool Edit) und Audacity haben wir für Sie zwei Anleitungen.

Aufnahme mit einem Rekorder

Aufnahme mit der Videokamera

Aufnahme mit dem Computer

Aufnahme mit einem Rekorder

Mikrofon und Iriver 340H

Mit dem Aufnahmegerät und dem Mikrofon nehmen Sie Ihren Text über die Recording-Funktion auf. Bei einem MP3-Rekorder sollten Sie darauf achten, dass eine Qualität von 44,1 Khz und mindestens 128 kbps (Kilo bit per second = Kbit/s) gewährleistet ist. Manche empfehlen auch eine Qualität von 44,1 Khz und 192 kbps. Wir haben bei Aufnahmen mit dem iRiver H340 und dem Mikrofon Rode NT3 mit 128 kbps gute Erfahrungen gemacht. Mit dieser Geräte-Kombination erreicht man eine erstaunlich gute Tonqualität bei Sprachaufnahmen.

 

Während ein MP3-Rekorder Ihre Aufnahme sofort in eine MP3-Datei wandelt, speichert ein Mini-Disk-Rekorder die Aufnahme in einem eigenen Format ab. Sie erhalten beim Überspielen auf den Computer (mit spezieller Software, z.B. Audition oder Audacity) eine wav-Datei, die Sie danach noch in das MP3-Format umwandeln müssen.

 

Im Anschluss an die Aufnahme verbinden Sie das Aufnahmegerät entweder mit USB-Kabel (MP3-Rekorder) oder mit kleine Klinke auf kleine Klinke (Minidisk, Line-in) mit Ihrem Computer.

 

Mit dem MP3-Rekorder können Sie die MP3-Datei vom Rekorder direkt in ein Verzeichnis auf Ihrem Computer speichern. Mit dem Mini-Disk-Rekorder ist der Weg etwas weiter. Sie benötigen eine Software für die Aufnahme der Audiodatei von Mini-Disk. Diese Datei speichern Sie im Anschluss an die Aufnahme und Bearbeitung dann in das gewünschte Verzeichnis.

 

Aufnahme mit Videokamera

Von einem unserer Leser, Stefan Hradetzky, bekamen wir noch folgenden Tipp:

Falls vorhanden, kann man für die Sprachaufnahme auch eine digitale

Videokamera verwenden. Diese Mini-DV-Cams liefern einen recht guten

Ton (sogar Stereo!). Nach der Aufnahme überträgt man die Videodaten

in Echtzeit auf den PC (via Firewire oder USB). Mit Hilfe einer

Videoschnittsoftware (ich nutze Kino unter Linux) kann man die Tonspur

des Videos als *.wav-File exportieren und dann beliebig mit anderen

Programmen weiterverarbeiten.

 

Da es an vielen Schulen solche Kameras bereits gibt, kann man diese

für erste Podcasting-Experimente gleich nutzen, ohne z.B. Mikros

anschaffen zu müssen. Ich selbst habe schon ein paar Podcasts auf

diese Weise aufgezeichnet.

Aufnahme mit dem Computer

Die Aufnahme mit Mikrofon und Computer erledigen Sie über die Soundkarte und eine entsprechende Software.

Mikrofon- und Lautsprecheranschluss an der Soundkarte des PC.

Denken Sie daran, dass Sie dazu bei der Lautstärkeregelung das Häkchen bei Mikrofon setzen. (Für PCs: Start - Programme - Zubehör- Unterhaltungsmedien - Lautstärke - Optionen - Eigenschaften - Aufnahme/Wave in - Mikrofon auswählen.)

Spätestens dann, wenn Sie mehrere Audiodateien (eigene Texte, Interviews, Musik, Beiträge etc.) zu einem Podcast, also einer Radioshow, zusammenstellen möchten, benötigen Sie eine Audio-Software auf Ihrem Computer, mit der Sie dies bewerkstelligen können. Mit Audacity oder Adobe Audition (Cool Edit) ist dies über die Mehrspurfunktion kein Problem. Die ganze Sendung speichern Sie dann als MP3-Datei ab.

 

Viele Podcasts sind übrigens nur wenige Minuten lang, manche dauern eine halbe Stunde und viele Radiosender bieten nur die "Highlights" als Podcast an, also keine ganzen Stunden-Sendungen. Es kommt also darauf, was Sie zu sagen haben.

Weiter zu Podcasts online stellen.

Zurück zur Übersicht.

 

Autorin: Ingrid Bounin, MediaCulture-Online

Creative Commons License

Dieser Text ist unter einer Creative-Commons-Lizenz lizenziert. Sie dürfen den Inhalt vervielfältigen, verbreiten und bearbeiten, wenn Sie den Namen des Autors/der Autorin nennen und den Text unter den gleichen Lizenzbedingungen weitergeben. Bitte beachten Sie, dass die Bilder anderen Lizenzen unterliegen.