Politische Rhetorik
Regierungserklärung des Bundeskanzlers am 20. September 1949 vor dem Deutschen Bundestag in Bonn.Autor: Adenauer, Konrad |
AbstractAm 14. August 1949 findet die erste Bundestagswahl nach Ende des Zweiten Weltkrieges statt. Nach den Wahlen zu den Landtagen seit 1946 ist dies die erste freie Wahl auf deutschem Boden seit 1932. Die beiden Hauptthemen in der recht kurzen Wahlkampfperiode sind die wirtschaftliche Entwicklung sowie das Verhältnis zu den Siegermächten. Die mit 31% zur stärksten Partei gewählte CDU/CSU geht keine Große Koalition mit der SPD (29,2%) ein, sondern bildet eine "Koalition der sozialen Marktwirtschaft" mit FDP und DP. Adenauer beruft 13 Minister in sein Kabinett, aufgrund des Besatzungsstatuts gibt es jedoch kein Außenministerium. |
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Adenauer, Konrad
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Praxistipps: Rhetorik
Know-how:
Die Kunst der Rede
Know-how:
Körper und Stimme beim Sprechen
Know-how:
Politische Reden




Konrad Adenauer (1876-1967) war von 1917-1933 Oberbürgermeister von Köln. Während der nationalsozialistischen Diktatur wurde er mehrmals verhaftet. Adenauer war der erste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland (1949-1963). Ab 1946 war er Vorsitzender der CDU der britischen Besatzungszone. In den Jahren 1948 und 1949 amtierte er als Präsident des Parlamentarischen Rates, der gemeinsam mit den Alliierten das Grundgesetz der BRD ausarbeitete. Bundesvorsitzender der CDU wurde er 1950. Während seiner Amtszeit als Kanzler setzte er sich vor allem für eine stabile Wirtschaft, die deutsch-französische Aussöhnung sowie die Aufnahme der BRD in die NATO ein. Die Entwicklung eines gemeinsamen Europas in Zusammenarbeit mit den Westmächten hatte gegenüber einer deutsch-deutschen Vereinigung Vorrang. 1963, ein Jahr nach der so genannten SPIEGEL-Affäre, trat er im Alter von 87 Jahren von seinem Amt als Bundeskanzler zurück, behielt jedoch den Vorsitz der Bundes-CDU.


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