Realschule
Ablauf des Unterrichts
1. Stunde - Wie entsteht ein Trickfilm?
Die Schülerinnen und Schüler erhalten das Arbeitsblatt "Wie entsteht ein Trickfilm?" und bearbeiten es in der Gruppe.
Die wichtigste Information, dass ein Film aus Einzelbildern besteht, lässt sich sehr anschaulich mit einem Stück 16-Millimeter-Film (vom Kreismedienzentrum) oder einem Stück 35-Millimeter-Film (den kann man im Kino bekommen) liefern.
Ebenso erkennen die Schülerinnen und Schüler mithilfe der Filmstreifen, dass sich die einzelnen Bilder nur minimal voneinander unterscheiden.
Eine Filmkamera nimmt also "nur" einzelne Bilder auf.
Für den Trickfilm führen die gewonnenen Erkenntnisse zu der Schlussfolgerung:
Einzelne Bilder können manipuliert und zu einem Trickfilm zusammengefügt werden. Als Anhaltspunkt dient: 24 Bilder liefern eine Minute Film.
Im Unterrichtsgespräch werden die Vorkenntnisse der Schülerinnen und Schüler gesammelt, sortiert und das Arbeitsblatt wird gemeinsam ausgewertet.
In Einzelarbeit bearbeiten sie dann das
Arbeitsblatt "Vom Einzelbild zum bewegten Bild".
Am Beispiel des Streifenkinos lässt sich leicht erkennen, dass durch eine schnelle Aufeinanderfolge von (auch nur zwei) Bildern das menschlich Auge überlistet wird und die Illusion von Bewegung entsteht. Dies hat zwei Gründe:
1. Nachbildeffekt oder (Netzhauteffekt)
2. Stroboskopischer Effekt
Erklärung:
Eine Erklärung für dieses Phänomen finden Sie auf folgender Internet-Seite: BR-online
Anstelle des Streifenkinos könnte auch ein Daumenkino entstehen.
2. Stunde - Porträtaufnahmen
In einer kurzen Vorbesprechung werden die Kriterien für die Aufnahme der Porträts festgelegt und die Ergebnisse auf dem Arbeitsblatt "Digitale Bilder" festgehalten.
Auf folgende Punkte sollte hingewiesen werden:
- Formatfüllend fotografieren.
- Nicht bei Gegenlicht fotografieren.
- Kamera ruhig halten (Verwackeln führt zu unscharfen Bildern).
- Ruhigen Hintergrund wählen.
Anschließend fotografieren sich die Schülerinnen und Schüler mit einer Digitalkamera gegenseitig.
Die Bilder werden zur weiteren Bearbeitung in den Computer überspielt. Dies geschieht mit einem Speicherkarten-Lesegerät oder mit einem Übertragungskabel von der Kamera zum Computer.
Wichtig ist, bereits im Vorfeld im Netzwerk einen Ordner für die Porträts anzulegen, auf den alle Schülerinnen und Schüler Zugriff haben. Ebenso muss jede einzelne Schülerin/jeder Schüler einen Ordner für die eigenen Bilder anlegen.
Die Schülerinnen und Schüler wählen aus dem gemeinsamen Ordner ihre Bilder aus, fügen sie in ihren eigenen Ordner ein und entscheiden sich für ein Bild, das weiter bearbeitet werden soll.
3. Stunde - Digitale Bildbearbeitung
Die Schülerinnen und Schüler erhalten eine Einführung in ein Bildbearbeitungsprogramm, beispielsweise in Microsoft PhotoDraw. Sollte ein anderes Bildbearbeitungsprogramm verwendet werden, muss das Arbeitsblatt "Digitale Bildbearbeitung (1)", das die Schülerinnen und Schüler in Einzelarbeit bearbeiten, angepasst werden.
4. Stunde - Storyboard
Die Schülerinnen und Schüler halten ihre Ideen mithilfe eines Storyboards fest und bekommen dazu das Arbeitsblatt "Storyboard" - Bildbearbeitung II".
An dieser Stelle des Unterrichts muss auf die Notwendigkeit der sukzessiven Veränderung hingewiesen werden, ebenso auf die Bedeutung des richtigen Speicherns.
5. und 6. Stunde - Arbeit an den Bildvarianten
Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich in Einzelarbeit mit den Bild-Variationen.
Dieser Abschnitt kann auch auf zwei Doppelstunden erweitert werden.
7. und 8. Stunde - Bilder animieren
Das Programm PhotoDraw speichert die bearbeiteten Bilder automatisch als "mix"-Datei. Alle Bilder müssen deshalb nochmals aufgerufen und für die weitere Verarbeitung mit dem Animationsprogramm als Gif-Dateien gespeichert werden. Das heißt: Beim erneuten Speichern im Feld Dateityp "gif" auswählen. Für die Arbeit mit dem Gif-Animator bekommen die Schülerinnen und Schüler das Arbeitsblatt "Gif-Animator" ausgeteilt.
Einführung in ein Animationsprogramm, beispielsweise Microsoft Gif-Animator (gibt es als Freeware-Download von verschiedenen Anbietern), mit einer Anleitung auf folgender Seite: Teach-Online
Die Schülerinnen und Schüler fügen die Einzelbilder mit Hilfe des Gif-Animators zu einem Trickfilm zusammen.
Haben alle die Arbeit beendet, öffnen sie ihre Animationen und lassen sie in einer Endlosschleife abspielen. Die Schülerinnen und Schüler können dann (wie in einer Ausstellung) von Computer zu Computer gehen und die Arbeiten der Mitschülerinnen und Mitschüler bewundern.
Externer Linktipp: Lernpfade
Der baden-württembergische Lehrerfortbildungsserver bietet Unterrichtseinheiten zum Thema neue Medien im Fachunterricht an. mehr...






