Metanavigation:


Realschule

Ablauf des Unterrichts

Vorbemerkung:

Der Fotosiebdruck ist im Vergleich zum Schablonendruck in der Vor- und Nachbereitung aufwändiger. Er lohnt sich vor allem dann, wenn eine hohe Stückzahl gedruckt wird und ein hochwertiges Ergebnis durch die Rasterung erreicht werden soll. Für die Belichtung des Siebes benötigt man einen „Positivfilm”, das heißt eine Folie, auf der ein Motiv lichtundurchlässig aufgebracht wird. Dies kann manuell mit zeichnerischen, malerischen Mitteln oder auch mit dem PC direkt (Foliendruck) oder kombiniert über einen Schneidemaskierfilm geschehen. Da sich für die Belichtung des Siebes, das Auswaschen, Trocknen und den Druck Wartezeiten ergeben, können nicht alle Schülerinnen und Schüler gleichzeitig am Fotosiebdruck arbeiten. Diese Arbeit sollte parallel zu einer anderen Arbeit durchgeführt werden.

1. und 2. Stunde - Einführung

Den Schülerinnen und Schülern werden Arbeiten von Andy Warhol (Google - Bildersuche Warhol) gezeigt. Diese werden kurz analysiert und der kunstgeschichtliche Hintergrund Pop Art behandelt.

Im Gespräch wird herausgearbeitet, dass Variationen durch unterschiedliche Farben des Motivs und der Schablonen entstehen.

Die Schülerinnen und Schüler kennen zwar den Hochdruck, die „Durchdrucktechnik” - also der Siebdruck - ist jedoch meist unbekannt.

 

Einführung in die Siebdrucktechnik:

Es wird nun anhand von Schülerarbeiten gezeigt, dass auch Schülerinnen und Schüler das zugrundeliegende Verfahren erlernen und einsetzen können.

 

Vorstellen der Arbeitsmaterialien:

Siebdruckrahmen, Rakel, Farbe, Schablone, zu bedruckende Unterlage.

Anhand des Arbeitsblattes Fotosiebdruck wird das Prinzip dieser Durchdrucktechnik erklärt.

3. und 4. Stunde - Tontrennung oder Rasterung Dithern - Belichtungsschablone herstellen

Die Schülerinnen und Schüler machen mit der Digitalkamera mehrere Porträtaufnahmen von einer Mitschülerin/einem Mitschüler. Wichtig ist, dass auf einen ruhigen Hintergrund und ausgeglichene Beleuchtungsverhältnisse geachtet werden.

Das Bildmaterial wird dann in einen eigenen Ordner im Schulnetz übertragen und die Aufnahmen werden über ein Bildbearbeitungsprogramm beurteilt, ausgewählt und zugeschnitten.

 

Beim Siebdruck - Einfarbendruck durch die Schablone - muss das Motiv auf zwei Farben (Druckfarbe und Hintergrundfarbe) reduziert werden. Die Tontrennung wird am PC mit dem Programm Picture Publisher 8 (oder aber mit dem Programm Photoshop Elements 3.0) durchgeführt.

 

Hier finden Sie die entsprechenden Anleitungen:

Tontrennung Picture Publisher 8.0

Tontrennung Photoshop Elements 3.0

 

Sollen feinere Grauabstufungen beim Drucken erreicht werden, kann man dies durch eine Schwarz-Weißrasterung (Dithern) erreichen.

Vom PC kann die Vorlage Tontrennung bzw. Rasterung auch direkt als Folie ausgedruckt werden. Eine auf Papier gedruckte Schablonenvorlage kann auch über einen Schneidemaskierfilm für eine lichtdichte Maske erstellt werden.

 

Hier finden Sie die entsprechende Anleitung:

Dithern Picture Publisher 8.0

5. und 6. Stunde - Beschichten, Belichten und Auswaschen des Siebes

Nun muss das Sieb für den Druck vorbereitet werden. Zunächst wird das Sieb mit einer lichtempfindlichen Schicht versehen. Dies kann bei Licht durchgeführt werden, da die Emulsion erst nach der Trocknung lichtempfindlich wird. Das Sieb wird im Dunkeln (Trocknungsschrank - möglichst mit warmer Belüftung, damit es schneller geht) getrocknet und kann nun belichtet werden. Die belichteten Teile „härten” und werden wasserfest. Die nichtbelichteten Teile werden mit einer Handbrause ausgewaschen. Nachdem das Sieb mit dem Föhn getrocknet wurde (Vorsicht nicht zu heiß, da sonst die Poren des Kunststoffsiebes schmelzen), kann mit dem Druck begonnen werden.

 

7. und 8. Stunde - Drucken und Sieb entschichten

Drucken:

An einer Seite des Siebes wird Farbe (wasserlöslich) eingegeben und dann mit der Rakel gleichmäßig verteilt.

 

Variationsmöglichkeiten:

  • unterschiedlich farbige Hintergründe;
  • mit verschiedenen Farben drucken (dabei können beim Wechsel von der einen zur anderen Farbe interessante Mischwerte und Effekte auftreten. Experimentieren ist hier erwünscht).

 

Nach dem Druck wird die wasserlösliche Farbe abgewaschen. Das Sieb wird mit einer Siebdruck-Entschichterflüssigkeit besprüht und nach einer kurzen Einwirkzeit mit dem Hochdruckreiniger „entschichtet” und gereinigt.

 

Die Druckergebnisse können nun beurteilt, zugeschnitten und miteinander kombiniert werden.

 

Externer Linktipp: Lernpfade

Der baden-württembergische Lehrerfortbildungsserver bietet Unterrichtseinheiten zum Thema neue Medien im Fachunterricht an. mehr...