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Recherche und Informationsbeschaffung

Die Recherche ist die unabdingbare Voraussetzung, um zu verlässlichen Informationen für Sendungen, Beiträge, Interviews etc. zu gelangen. Die Aufgabe des Redakteurs/der Redakteurin ist also: Recherchieren, nachlesen, nachfragen, telefonieren und sammeln. Bei allem gilt: der/die Redakteur/in sollte sich eine solide Kenntnis über das Thema/die Person, um das/die es geht, verschaffen.

Der Redaktion darf es keinesfalls genügen, sich nur auf eine Quelle zu verlassen. Günstig ist immer eine Gegenprüfung durch andere Informationsquellen: Wie stellen die Betroffenen ein Ereignis dar, wie wird dasselbe Ereignis von anderen geschildert, was weiß der eigene Reporter vor Ort über den Sachverhalt? Grundlage jeder Recherche sind folgende Fragen:

 

  • Was ist überhaupt los? Wie verhält sich die Sache?
  • Ist überhaupt etwas dran?
  • Welche Informationen fehlen noch?
  • Was sagt die andere Seite?

Ansprechpartner und Informationsquellen können sein:

  • das persönliche Adressverzeichnis, Kollegen, Freunde, Bekannte, Eltern, Lehrer,
  • Experten,
  • die Telefonauskunft,
  • das Internet,
  • CD-Roms,
  • Presse-Taschenbücher,
  • Nachschlagewerke, Lexika, z.B. der Brockhaus
  • Der OECKL, Festland Verlag Bonn, Adress- und Telefonverzeichnis aller Bundes-und
  • Länderbehörden, sowie von vielen Vereinen und Organisationen,
  • Agenturen,
  • Archive,
  • Behörden,
  • Betroffene,
  • Parteien, Initiativen, Organisationen, Vereine,
  • Bibliotheken, Büchereien, Buchhandlungen,
  • Pressestellen öffentlicher Einrichtungen,
  • Zeitungen, Zeitschriften, Magazine,
  • Universitäten, Hochschulen,
  • sog. Informanten (dauert meist lange bis man sie hat),
  • und natürlich: Pressekonferenzen.

Jede Recherche bringt eine Fülle von Informationen, die nicht alle verwendet werden können. Deshalb muss man immer wieder auswählen und Schwerpunkte setzen.

 

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Autorin: Ingrid Bounin, MediaCulture-Online

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