Satire
Die Herkunft des Wortes scheint nicht gesichert. Ein Zusammenhang mit griechisch satyros ist nicht gegeben. Das lateinische Wort satura (Opferschale) kommt in Betracht, auch die etruskische Wendung satir "reden". Quintilian wird der Satz zugeschrieben satura tota nostra est, das heißt: die Satire ist ganz unser oder auch: in der Satire sind wir allen überlegen.
Unter Satire versteht man im literarischen Sinn eine Spottdichtung mit erzieherischer Tendenz. Heute bezeichnet die Satire im allgemeinen die Verspottung und kritische Auseinandersetzung mit Missständen oder Personen. Anders als wie bei der "humorigen" Betrachtung, setzt die Satire auf die Veränderung des beschriebenen Defizits.

- Arnulf Rating
Die Satire agiert "politischer" als zum Beispiel die Humoreske bei Wilhelm Busch oder Christian Morgenstern; die Satire prangert an und stellt auch bloß, sie kann auch verletzen oder den Gegner demütigen. Die Mittel der Satire sind u.a. Humor, Ironie und Witz. Das satirische Element ist zum Beispiel im Kabarett fast immer vertreten; Heinrich Heine und Kurt Tucholsky waren Meister der literarischen Satire. Was Satire kann und darf demonstriert der Wahl-Berliner und Kabarettist Arnulf Rating, dem wir an dieser Stelle für Ton und Bild sehr herzlich danken. Die Szene hat den Titel Der Demokratie-Vertreter. (Rating war übrigens Mitglied bei der legendären Kabarett-Truppe Die 3 Tornados.)
Hörbeispiel: Der Demokratie-Vertreter (mp3)
Mit freundlicher Genehmigung des Kabarettisten Arnulf Rating.






