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Statement-Kette

Ein für die Kinder relevanter Begriff wird in den Raum gestellt (z.B. Schule, Ferien, Eltern, Geschwister, Liebe, Freundschaft, Tiere u.s.w.). Bei dem Spiel geht es darum, kurz und prägnant in den Muttersprachen dazu Stellung zu beziehen. Auch ein Adjektiv würde schon reichen.

 

 

 

 

 

 

 

Beispiel:

 

Das Thema ist "Schulpause"

 

Alle spontanen Statements dazu sind möglich, etwa:

 

"super!"

 

"Ist mir zu laut!"

 

"Die Lehrer stören!"

 

"Da kann ich schlafen!"

 

"Endlich Essen!"

 

Die Tonzelle:

 

Ähnlich wie eine Wahlzelle befinden sich Mikrofon und Aufnahmegerät hinter einem Paravent oder überhaupt in einem anderen Raum. Die Kinder betreten probeweise die Zelle/den Raum, nehmen den richtigen Abstand zum Mikrofon ein (ca. 10 cm) und machen eine Sprachprobe (eins-zwei-drei), geben aber noch nicht ihr Statement preis.

 

Die Warteschlange:

 

Die Kinder überlegen sich ihre Statements zum gestellten Thema und stellen sich danach in einer Schlange vor der Tonzelle auf.

 

Die Aufnahme:

 

Die Betreuungsperson betritt als erste die Tonzelle, um das Gerät einzuschalten. Danach folgt Kind um Kind in schneller Abfolge, damit nicht zu große Pausen zwischen den Aufnahmen entstehen. Als letzte ist wieder die Betreuungsperson an der Reihe und schaltet das Aufnahmegerät aus.

 

Verstellen der Stimme:

 

Eine Verfremdung der eigenen Stimme ist natürlich möglich und erwünscht. Vielleicht will nicht jede oder jeder gleich erkannt werden oder in eine andere Rolle schlüpfen (z.B. in die Rolle der Lehrerin oder des Lehrers).

 

Das gemeinsame Hören:

 

Auch hier wird das Ergebnis der Gruppe einige Male vorgespielt. Zunächst werden die Kinder auf ihre eigenen Stimmen hören. Beim zweiten Abspielen sollte auf anderssprachige Statements der anderen geachtet werden, um diese festzuhalten und selbst auszuprobieren. Bei der Statementkette sind auch Aufnahmepausen miteinkalkuliert oder atmosphärischen Geräusche in den Zwischenzeiten hörbar, in denen die Kinder die Tonzelle betreten und wieder verlassen (Geräusche der Schritte, Knarren der Tür).

 

Erweiterungsmöglichkeiten:

 

In der Tonzelle befindet sich ein Vorrichtung, um vor jedem Statement ein akustisches Signal zu aktivieren (z.B. eine Glocke, ein Tischgong, eine Trommel). Die natürlichen Geräusche beim Betreten und Verlassen der Tonzelle können durch Stimmgeräusche verstärkt werden (z.B. Knarren der Tür durch ein "Iäääiii" und Schritte durch ein "pft-pft-pft" u.s.w. Dadurch ergibt sich jeweils eine abgeschlossene Hörszene (Stimmgeräusch-Statement-Stimmgeräusch). Zu jeder Statementkette kann ein mehrsprachiges Statement-Plakat gestaltet werden. Bei mehrmaliger Durchführung des Spiels ergibt sich dann eine Plakatgalerie mit einer mehrsprachigen Statementsammlung zu verschiedenen für die Kinder relevanten Themen.

 

 

Rahmenbedingungen für das Projekt "Statement-Kette"

Allgemeine Ziele Kennenlernen der Sprachen und einiger Schlüsselsätze und Möglichkeiten zu Stellungnahmen, stimmliche Ausdrucksmöglichkeiten erproben.
Themen Spielerisches Feedback, Meinung äußern, Stellung beziehen.
Spielergebnis, Produkt Tonaufnahme.
Präsentationsmöglichkeit nur für die Klasse bzw. Gruppe, schriftliches Exzerpt der Statements, ev. tontechnische Nachbearbeitung.
Sprachen Vielsprachig.
Arbeitsweise Arbeit mit der gesamten Gruppe.
Teilnehmer 15 bis 30 Kinder.
Alter der TN 6 bis 10 Jahre / 10 bis 13 Jahre.
Dauer 2 (Schul-)Stunden mit Pause.
Betreuungspersonen Eine Betreuungsperson.
Geräte Eine Tonaufnahmeeinheit mit Wiedergabemöglichkeit (Mikrofon und Rekorder, Kassettengerät mit eingebautem Mikrofon, Diktiergerät mit Boxen, Minidisc-Rekorder mit Mikrofon und Boxen).
Vorbereitungszeit/Vorkenntnisse Handhabung der Geräte (Aufnahme, Wiedergabe), Gestaltung des Raums (Tonzelle).
Räumlichkeiten Ein Innenraum mit abgeteiltem Bereich oder zwei Räume.

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