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Stationen eines kurzen Lebens

Wolfgang Amadeus Mozart wurde in eine für damalige Verhältnisse gutsituierte Familie hineingeboren. Der Vater Leopold Mozart, ehemaliger Jesuitenschüler in Augsburg, und seine schöne Frau Mama, Anna Maria (geborene Pertl), waren im Salzburg des 18. jahrhunderts gesellschaftlich anerkannt und wirtschaftlich durchaus erfolgreich. (Wenn Sie auf das Bild klicken, können Sie es größer sehen.)

 

Die Eltern taten alles, um den Kindern Wolfgang und Maria Anna ("Nannerl"), die übrigens nie zu einer regulären Schule gingen, eine umfassende Bildung angedeihen zu lassen. Vor allem die musikalische Förderung stand dabei im Mittelpunkt.

 

E schrieb als Neunjähriger seine erste Oper, wurde mit 13 Konzertmeister in Salzburg, übersiedelte mit 26 Jahren nach Wien und hinterließ bei seinem Tod ein umfangreiches musikalische Werk (626 Sonaten, Symphonien, Opern, etc.).

 

Seit dem fünften Lebensjahr gehörten Reisen zum Alltag des Wolfgang Amadeus Mozart, erst als Wunderkind am Klavier, das sogar mit verdeckter Klaviatur schwierige Stücke traumwandlerisch sicher zu spielen wusste. Später als Komponisten-Wunder, das Opern, Sonaten und Konzerte fast wie am Fließband ersann. Er schrieb ware Hits, die auch heute noch jeder im Kopf hat: die kleine Nachtmusik, Arien aus der "Zauberflöte", dem "Figaro" oder dem "Don Giovanni". Jeder Musikschüler bekommt es mit den mal leicht-beschwingten, mal melancholisch-tragenden Stücken von Mozart zu tun. Ein Wunderkind eben, ein Genie, das in seiner Musik weiterlebt.

27.1.1756 Geburt in Salzburg.
1761 Erste Kompositionen. Das Köchelverzeichnis ist ein Werkverzeichnis und der meistverwendete Katalog der Kompositionen von Wolfgang Amadeus Mozart. Erstellt wurde das Köchelverzeichnis von Ludwig von Köchel (* 1800, † 1877). Er sammelte viele Fakten über Mozart und nummerierte seine Werke in chronologischer Reihenfolge. Als erstes Werk ist darin als "KV 1" das Menuett für Cembalo G-Dur genannt, das auf 1761 datiert ist. Insgesamt enthält es 626 Werke Mozarts.
In dieser Zeit soll Mozart auch, ohne jemals Geigenunterricht erhalten zu haben, die zweite Violine in einigen Streichtrios gespielt haben.
1762 Die Reisen beginnen. Von seinen 36 Lebensjahren verbrachte Mozart allein zehn auf Reisen. Begleitet vom Vater Leopold Mozart, der die Reisen jeweils sorgfältig vorbereitete, reiste Wolfgang Amadeus nach München. Dort spielten er und seine Schwester "Nannerl" vor Kurfürst Maximilian III Joseph von Bayern. Noch im gleichen Jahr besuchten die Wunderkinder Kaiserin Maria Theresia in Wien. Das Insturment war hier nicht die Geige, sondern das Klavier. Es ist noch heute eines der Markenzeichen von Wolfgang Amadeus Mozart.
1763-1766 Die Mozarts unternahmen eine große Reise durch Westeuropa, nach Augsburg, Frankreich, England, Holland, Belgien, die Schweiz, Wien, Brünn und Ölmütz. In dieser Zeit erschienen die ersten Kompositionen von W.A. Mozart in gedruckter Form: Sonaten für Klavier und Violine oder auch Flöte.
1769 Italien stand zum ersten Mal auf dem Reiseplan: Verona, Mailand, Florenz, Rom und Neapel. In Mailand erhielt Mozart seinen ersten Opernauftrag.
In Rom verlieh Papst Clemens XIV dem 14jährigen Wolfgang Amadeus Mozart den Orden vom "Goldenen Sporn", eine der höchsten Auszeichnungen des Papstes.
1771 Die zweite Italien-Reise und zahlreiche Aufträge für Opern, Serenaden und Gebrauchsmusiken.
1772 Dritte Italienreise. Auf all seinen Reisen arbeitete Mozart an Kompositionen aller Art. Die vielfältigen Eindrücke fanden den Weg in seine Musik, die das bunte Leben auf italienischen Straßen ebenso einfing wie die etwas förmliche Stimmung bei Hof oder architektonische Größe von Gotteshäusern.
1779-1779 Zum ersten Mal reiste Mozart ohne seinen Vater, nur begleitet von der Mutter, erst nach Mannheim dann weiter nach Paris. In beiden Städten stellt das Schicksal den jungen Mozart auf eine harte Probe. Mannheim besaß damals unter Kurfürst Karl Theodor von der Pfalz die modernste Oper Deutschlands. Hier wurde das "crescendo" in der Komposition erfunden. Doch obwohl Mozart vor dem Kurfürsten schon als Kind gespielt hatte, entschied sich dieser gegen eine Anstellung Mozarts, stattdessen durfte er dessen unehelichen Kinder unterrichten. In Mannheim verliebte er sich mehrmals, unter anderem in Aloysia Weber, deren Schwester Constanze er später heiratete.
Nach dem der wirtschaftliche Erfolg oder besser die Anstellung beim Kurfürsten in Mannheim ausblieb, reiste Mozart mit seiner Mutter weiter nach Paris. Dort starb seine Mutter am 3. Juli 1778.
1780-1781 Reisen nach Salzburg, München, Wien. Mozart übersiedelte nach Wien und wurde dort nachgerade seßhaft.
16.7. 1782 Uraufführung der "Entführung aus dem Serail" in Wien. Die Reisen waren nun nicht mehr Mittel zum Zweck einer Anstellung, sondern erfolgten zur Uraufführungen von Werken, vor allem Opern. In diesem Jahr komponierte Mozart seine berühmten sechs Streichkonzerte, die er dem verehrten Joseph Haydn widmete.
4. August 1782 Hochzeit mit Constanze Weber im Wiener Stephansdom.
1784 Mozarts erster Sohn Carl Thomas wird geboren. Insgesamt brachte Constanze sechs Kinder zur Welt, von denen nur zwei das Erwachsenenalter erreichten. Mozart erwähnt sie in seinen vielen Briefen kaum, er war im Stress. Er gab Unterricht, komponierte, gab unzählige Konzerte.
1786 Uraufführung der "Hochzeit des Figaro".
1787 Uraufführung des "Don Giovanni" in Prag (mp3).
1790 Uraufführung der "Zauberflöte" in Wien.
1791 Mozart arbeitete an seinem berühmten aber unvollendet gebliebenen "Requiem".
Am 26. Juli 1791 kam sein zweiter Sohn Franz Xaver Wolfgang auf die Welt, möglicherweise war ein anderer der Vater, nämlich ein Mozart-Schüler namens Franz Xaver Süßmayr.
5.12. 1791 Mozart starb gegen ein Uhr morgens am "hitzigen Friesel Fieber". Seine Angst vor Vergiftung, die er vor seinem Tod geäußert hatte, fand Eingang in wilde Gerüchte, sein Konkurrent Salieri hätte gar die Finger im Spiel gehabt. Doch die Gerüchte entbehren jeder verlässlichen Grundlage.

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