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Tonkarussell

Die Kinder stehen oder sitzen in einem großen Kreis und überlegen sich in ihren Muttersprachen jeweils einen Satz, in dem ihr eigener Name oder der Name einer ihrer Verwandten vorkommt.

 

Beispiel:

Ich heiße Hassan. Oder: Meine Mutter heißt Martina. Oder: Meine Großmutter nennt mich Jana. Oder: Ich habe einen Bruder, und der heißt Piotr.

 

Stimmengewirr:

Die Kinder sprechen zunächst gleichzeitig ihre eigenen Sätze in gedämpfter Lautstärke, und zwar immer wieder. Es entsteht dadurch ein Stimmengewirr.

 

Das kreisende Mikrofon:

Währenddessen wird entweder ein loses (nicht mit einem Kabel verbundenes) Mikrofon oder ein beliebiger Gegenstand verwendet, der als "Probemikrofon" dient (z.B. ein Kugelschreiber, ein Stück Kreide, ein gerolltes Blatt Papier). Er wird im Kreis weitergereicht. Das Kind, das ihn erhält, spricht laut und getragen seinen Satz, als würde er bereits aufgenommen werden.

 

Die tatsächliche Aufnahme:

Da die Handhabung mit eingeschalteten Geräten eine ruhige Hand erfordert, sollte Mikrofon und Gerät zunächst von einer außenstehenden Person (Betreuungsperson, Lehrkraft, SpielleiterIn) während der gesamten Aufnahme gehalten werden. Die Aufnahme beginnt mit dem Stimmengewirr. Nach ungefähr einer Minute wandert die aufnehmende Person mit dem eingeschaltetem Mikrofon von Kind zu Kind, welches seinen Satz nun spricht. Währenddessen hält das Stimmengewirr im Hintergrund an. Wichtig ist, dass die Kinder, die gerade an der Reihe sind, laut sprechen und dass das Mikrofon nahe genug an den Mund gehalten wird (in etwa 10 cm Entfernung).

 

Das gemeinsame Hören:

Nach Abschluss der Aufnahme wird das Ergebnis der Gruppe einige Male vorgespielt. Beim ersten Vorspielen werden die Kinder naturgemäß auf ihre eigenen Stimmen hören. Beim zweiten Abspielen sollten die Kinder auf die Sätze der jeweils anderen Kinder achten, auch wenn sie in einer fremden Sprache gesprochen sind und versuchen, Teile nachzusprechen. Beim Abspielen werden die Kinder die Aufnahme tatsächlich als Karussell empfinden.

 

Anweisungen:

Wenn eine Tonaufnahme beginnt, brauchen die Kinder konkrete Anweisungen, wie etwa: "Achtung, Aufnahme!" oder "Achtung, los!" Wichtig ist, dass die Kinder dann ungefähr zwei Sekunden warten, da in der Zwischenzeit das Gerät auf "Aufnahme" geschaltet werden muss. Es wäre gut, sich Handzeichen während der Aufnahme auszumachen, etwa wenn die Kinder zu leise sind (aufnehmende Person zeigt mit dem Finger aufwärts).

 

Erweiterungsmöglichkeiten:

Es können sich auch Zweiergruppen bilden und Fragen und Antworten erfinden (Wie heißt du? Ich heiße Boris. Oder Woher kommst du? Ich komme aus Bratislava.). Wenn ein einfaches Diktiergerät als Aufnahmegerät verwendet wird, kann es selbst weitergereicht werden. Es ist natürlich auch möglich, dass ein Kind aus der Gruppe das Mikrofon hält. Dann könnte es die Aufnahme wie eine Reporterin oder ein Reporter auch selbst die Aufnahme eröffnen (z.B.: "Meine Damen und Herren! Sie hören jetzt ein Tonkarussel!").

 

 

Rahmenbedingungen für das Projekt "Tonkarussell"

Allgemeine Ziele Kennenlernen der Sprachen, ihres Klangs und einiger Schlüsselsätze.
Themen Spielerisches "Sich Vorstellen".
Spielergebnis, Produkt Tonaufnahme
Präsentationsmöglichkeit Intern, nur für die Klasse bzw. Gruppe, eventuell Festhalten wichtiger Ergebnisse in schriftlicher Form.
Sprachen Vielsprachig
Arbeitsweise Arbeit mit der gesamten Gruppe.
Teilnehmer 15 bis 30 Kinder.
Alter der TN 6 bis 10 Jahre.
Dauer 2 (Schul-)Stunden mit Pause.
Betreuungspersonen Eine Betreuungsperson.
Geräte Eine Tonaufnahmeeinheit mit Wiedergabemöglichkeit (Mikrofon und Rekorder, Kassettengerät mit eingebautem Mikrofon, Diktiergerät mit Boxen, Minidisc-Rekorder mit Mikrofon und Boxen), Verlängerungskabel bzw. Batterieversorgung überprüfen (Gerät wird mobil eingesetzt).
Vorbereitungszeit/Vorkenntnisse Handhabung der Geräte (Aufnahme, Wiedergabe).
Räumlichkeiten Jeder Innenraum

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