Verschicken von Sprachaufnahmen und Fotos
Hier geht es darum, auditive und visuelle Inhalte per Mail zu versenden und damit sprachliche Inhalte zu interpretieren. Ob das ein visuelles oder akustisches Wörterbuch auf Etappen ist, bleibt den Kindern überlassen. Nach und nach verschränken sich damit die Medien und können per Mail nach außen gebracht werden.
Finden von E-Mail-Partnern:
Da die Kinder E-Mails versenden werden, brauchen sie Personen, die diese E-Mails gerne empfangen, darauf antworten und möglicherweise auch weiterleiten. Bevor das Projekt startet, überlegen die Betreuungspersonen, wer als Adressatin oder Adressat infrage käme, und nehmen mit diesen Kontakt auf (sie brauchen die Einwilligung zum Weiterreichen der E-Mail-Adressen und kündigen an, dass in den nächsten Wochen einige E-Mails eintreffen werden).
Sammeln von Grundmaterial mit der gesamten Gruppe:
Hier werden Ideen dazu gesammelt, was vermittelt werden soll. Gefragt sind einfache, leicht fassbare Inhalte, die gleichzeitig Bezüge zu konkreten Situationen haben.
Beispiel für Teile zu einem Basiswortschatz:
Begrüßung, Verabschiedung, Nachfrage nach dem Befinden.
Frage nach dem Namen, dem Alter, dem Wohnort.
Namen für Zahlen und Farben.
Gefühlszustände.
Verwandschaftbezeichnungen.
Es reichen zunächst fünf E-Mail-Adressen, die die Betreuungspersonen während der Projektvorbereitung den Kindern aushändigen.
Vorbereitung des E-Mail-Textes:
Ein kurzer, größtenteils gleichbleibender Text wird erfunden.
Liebe Frau .............!
Liebe .........!
Lieber ...........!
Wir möchten Ihnen (Dir) gerne unsere Sprache vorstellen.
Im Angang finden Sie (findest Du) einige wichtige Worte in ........... (Einsetzen der Sprache).
Mit freundlichen Grüßen
...................................(Vorname der Kinder, die den Anhang gestaltet haben)
....................................(Name der Gruppe)
Hauptschule
Große Straße 23
987 56 Neu-Altstadt
Telefon: 567 23 90
E-Mail: neustadt@schule.at
Der Gruppenname:
Die Gruppe sollte einen Namen für sich erfinden, der in allen E-Mails mit gleichem Wortlaut angeführt ist. Als Adresse wird die Schul- bzw. Gruppenadresse angegeben. Telefonnummer kann entfallen. Die E-Mail ist jene des Absendecomputers.
Arbeit in Kleingruppen:
Alle nachfolgenden Arbeiten werden in Kleingruppen von drei bis fünf Kindern je Gruppe durchgeführt. Es geht konkret um die Erstellung einfacher visueller und akustischer Wörterbuchelemente.
Fotos für das "Fotowörterbuch":
Nachdem sich die Kleingruppen geeinigt haben, welche Worte oder Redewendungen sie illustrieren möchten, suchen sie nach Umsetzungsmöglichkeiten. Dabei kann auf Gegenstände gezeigt werden, oder es wird eine Szene vorgespielt. Vielleicht sind in Absprache mit den Betreuern auch Außenaufnahmen möglich. Alle Fotos werden auf den PC übertragen, "herunterformatiert" (50 KB reichen), in einem Fotoprogramm zweisprachig beschriftet und anschließend per Mail versandt.
Sprechaufnahmen für das "Tonwörterbuch":
Hier können Worte in zwei (oder auch mehreren) Sprachen sofort auf den PC aufgenommen (etwa "tekerlek" - "das Rad"; dann ein akustisches Signal, "muziplik" - "der Scherz", dann ein akustisches Signal u.s.w.). Das akustische Signal (Gong, Xylophon, Fahrradglocke, Hupe etc.) ertönt immer, nachdem ein Wort mit seiner Übersetzung zu hören war.
Während die "Bildgruppen" ihre Fotos machen, arbeiten die "Tongruppen" bereits am PC und nehmen ihre Worte auf.
Direkte Sprachaufnahme mittels Mikrofon auf einen PC:
Das Mikrofonkabel wird an den PC an die entsprechenden Buchse angeschlossen (kleine Klinkenbuchse). Jeder PC besitzt einen einfach zu bedienenden Audiorecorder, der im Programmemenü meist unter "Zubehör" zu finden ist. Im PC wird die Aufnahme auf ein komprimiertes Format (mp3) reduziert, die dann als Attachment mit dem Mail versandt werden kann.
Versenden der Mails innerhalb der nächsten zwei Wochen:
Nun muss ein Zeitplan ausgearbeitet werden, welche Kleingruppe zu welchen Zeiten den PC benützen kann.
Abrufen eventueller Reaktionen nach weiteren zwei Wochen und neuerliches Senden:
Zwischen der letzten abgeschickten Mail und dem Abrufen der Antworten sollte mindestens eine Woche Zeit verstreichen. Die Reaktionen per Mail werden ausgedruckt und an die Gruppen ausgehändigt. Nun können die Gruppen überlegen, ihr Spiel fortzusetzen und neue Mails verfassen.
Rahmenbedingungen für das Projekt "Sprachaufnahmen und Fotos"
| Allgemeine Ziele | Kennenlernen einfacher Wendungen in mehreren Sprachen. |
| Themen | Angeschlossen an alle Inhalte, die per Email verschickt werden. |
| Spielergebnis, Produkt | Formulieren von E-Mails, Anfügen von Attachments. |
| Präsentationsmöglichkeit | Gruppenübergreifend |
| Sprachen | Vielsprachig |
| Arbeitsweise | Arbeit mit der gesamten Gruppe. |
| Teilnehmer | 15 bis 25 Kinder |
| Alter der TN | 9 bis 13 Jahre |
| Dauer | 2 (Schul-)Stunden mit Pause als Vorbereitung, selbstständiges Weiterarbeiten. |
| Betreuungspersonen | Eine Betreuungsperson |
| Geräte | Ein PC mit Internetanschluss, Mikrofon mit Kabel und Anschlussmöglichkeit am PC, digitale Fotokamera. |
| Vorbereitungszeit/Vorkenntnisse | Grundkenntnisse am PC (E-Mail verfassen, versenden und empfangen). |
| Räumlichkeiten | Innenraum |
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