Geben Sie den Vokalen das nötige Volumen!
Mit volltönenden Vokalen lassen sich nicht nur Gedichte und kluge Sätze schön und dabei verständlich aussprechen, Vokale geben dem Wort selbst ein "akustisches Gesicht", das sich dem Hörer sinnlich einprägen kann. Wer Vokale und Umlaut zum Klingen bringt, trägt zur Kommunikation insofern entscheidend bei, als er wesentlich besser verstanden wird.
Übung:
Sprechen Sie die folgenden vokalisch geprägten Wörter volltönend aus und achten Sie dabei darauf, dass der Klangraum nicht abbricht. Bemessen Sie die Sprechstrecke nach Ihrem Atemvolumen, das ausreichend sein soll:
Mondlandschaft
Baum
Baumrinde
Wacholderbusch
Eine Geläufigkeitsübung, ganz ohne Sinn und doch sinnvoll, schult Ihre Sprechwerkzeuge:
Lalle Lieder lieblich
lipplicher Laffe,
lappiger, lumpiger, laichiger
Lurch!
Goethes berühmtes Gedicht Ein Gleiches (1780/1815) ist ein eindrückliches Beispiel für die Verwendung einer vokalreichen Sprache:
Ein Gleiches
Über allen Gipfeln
Ist Ruh,
In allen Wipfeln
Spürest Du
Kaum einen Hauch:
Die Vöglein
Schweigen im Walde.
Warte nur! Balde
Ruhest Du auch.
(1780/1815)
Literaturtipps: Atem- und Sprechtechnik
Stefan Wachtel:
Formen des Sprechens
Hans Jung:
Der Weg zur wirkungsvollen Rede in der Öffentlichkeit







