“Film ist das virtuelle Gedächtnis der Gesellschaft” – so entschieden formulierte es Doktor Reiner Ziegler, vom Haus des Dokumentarfilms beim Fachtag Geschichte: Medien im Geschichtsunterricht des Stadtmedienzentrums Stuttgart am 15. Mai 2013. Thema der Tagung war der Einsatz von Film- und Bildmaterial im Geschichtsunterricht im Allgemeinen und der Zugang zur Zeitgeschichte mittels Medien im Besonderen. Am Vormittag beschäftigten sich drei Vorträge ausschließlich mit dem Medium Film, am Nachmittag ging es dann um den praktische Unterrichtseinsatz ganz unterschiedlicher Medien.
Der Gastgeber Johannes Gienger, Leiter des Stadtmedienzentrums Stuttgart am Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, ist übrigens seines Zeichens selbst ein überaus medienaffiner Lehrer; so hat er schon vor Jahren begonnen, konsequent computergestützt zu unterrichten und seine Klassen ihre Schulhefte durch Blogs ersetzen zu lassen, wie wir hier berichteten.
Spielfilme im Geschichtsunterricht
Hanns-Georg Helwerth; Bild: Arnim Weischer / LMZ
Hanns-Georg Helwerth ist der Spezialist für die Filmbildung am Landesmedienzentrum, hat zudem selbst einst Geschichte studiert und referierte folgerichtig über den Einsatz von Spielfilmen im Geschichtsunterricht. Die enorme Bedeutung der Filmbildung resultiert ihm zufolge daraus, dass Film das Bild präge, dass Kinder und Jugendliche von der Welt haben. Dies gelte natürlich auch für das Bild der Welt von gestern, die Geschichte. Zudem mache Film und Fernsehen einen Großteil der Freizeitbeschäftigung der Heranwachsenden aus, weshalb die Beschäftigung damit im Unterricht unerlässlich sei. “Film sollte gelernt werden, so wie Kinder lesen, schreiben und rechnen lernen”, so Helwerth.
Mobiles Lernen, Medien im Unterricht und kreative Medienprojekte standen im Mittelpunkt des Medienkompetenztages, der am 7. März 2013 im Stadtmedienzentrum Stuttgart (SMZ) am Landesmedienzentrum Baden-Württemberg (LMZ) stattfand. Schwerpunkt am Vormittag waren Zukunftsvisionen des Lehrens und Lernens, deren Tendenzen im Hier und Jetzt bereits spürbar sind und die zukünftige Entwicklung weiterhin prägen werden. So referierte Professor Dr. Christoph Igel, Direktor des Centre for e-Learning Technology (CeLTech), über “Bildungspotenziale durch digitale Medien”. Dabei lieferte er einen Überblick zu den wichtigsten Lerntechnologien der letzten Jahre, skizzierte den Wandel im Nutzerverhalten von Web 1.0 zu Web 2.0 und zeigte Zukunftsvisionen für das Lernen mit digitalen Medien auf. Zwei Fragen standen dabei im Vordergrund: Wie verändern digitale Bildungsmedien die Hochschule und welche Bedeutung gewinnt künftig die mobile Bildung? Den ganzen Beitrag lesen »
Wie wäre es mal mit der Hausaufgabe “Fernsehen gucken”? Oder “Meine Lieblingssendung”? Und haben Sie im Unterricht schon mal ein Thaumatrop gebaut? Nein? Na, dann wird’s aber höchste Zeit! Mit der frisch aufgelegten Broschüre “Trickfilme mit der Digitalkamera” von Christina Otto lässt es sich schnell und einfach in die Welt der Trickfilme eintauchen und mit Kindern von der 3. bis zur 6. Klasse (gegebenenfalls schon ab der 1. Klasse) ein schönes, kleines Filmprojekt auf die Beine stellen. Die Grundschullehrerin, Theater- und Medienpädagogin zeigt und erklärt darin leicht verständlich zwei Möglichkeiten, einen Trickfilm zu erstellen: den Legetrickfilm und den 3-D-Film. Beim etwas einfacheren Legetrickfilm werden Figuren auf Papier gemalt und bewegt, beim 3-D-Animationsfilm arbeitet man mit plastischen Figuren wie beispielsweise Knetmännchen. Den ganzen Beitrag lesen »
“Film sollte man nicht lehren, sondern man sollte ihm begegnen”, so das Credo von Ines Müller. Am 4. Februar 2013 zeigte die diplomierte Kamerafrau und Oberstudienrätin 25 Lehrerinnen und Lehrern, die an einer Weiterbildung am Landesmedienzentrum teilnahmen, wie sie Film in der Schule vermittelt: stets unter Bezug zu aktuellen Filmen und mit vielen praktischen Übungen.
Die Drittelregel - eine Vereinfachung des goldenen Schnitts - läßt sich gut an aktuellen Filmbeispielen erklären.
Eine Weiterbildung unter dem Titel “Film verstehen praktisch. Grundlagen der filmischen Gestaltungsmittel” konzentriert sich logischerweise auf die Gestaltung von Film und lässt inhaltliche und dramaturgische Gesichtspunkte außen vor. Als Kamerafrau hat Ines Müller dabei vor allem die visuellen Gestaltungselemente im Visier. Um die Grundlagen der Bildgestaltung zu vermitteln, greift sie auf aktuelle Filmstills oder -ausschnitte zurück. “Stills lassen sich schnell in Powerpoint importieren – und von dort aus auch ausdrucken”, so ihr Tipp zur Unterrichtsvorbereitung. Sie selbst nutzte die Filme “Ziemlich beste Freunde”, “Hugo Cabret” und “Anne liebt Philipp” – alle drei werden im Rahmen der Schulkinowoche Baden-Württemberg gezeigt. Den ganzen Beitrag lesen »
Kulturpessimisten schimpfen gerne aufs Fernsehen und verweisen auf Reality-TV und Castingshows. Zwischen dem 17. und 22. November bietet sich die Möglichkeit, die andere Seite des deutschen Fernsehens kennenzulernen. An diesen sechs Tagen sendet 3sat nämlich en bloc die besten Fernsehfilme, die im Lauf der letzten zwölf Monate auf den verschiedensten Sendern ihre Erstaufführung hatten. Die Filme sind für das (weitestgehend nur Medieninsidern bekannte) Fernsehfilm-Festival Baden-Baden ausgesucht worden; neben der ausrichtenden Deutschen Akademie für Darstellende Künste durften auch die Sender selbst Filme nominieren (inklusive österreichischem und schweizerischem Fernsehen). Den ganzen Beitrag lesen »
„Vergesst unser völlig veraltetes Schulsystem“ – mit diesem strittigen Satz eröffnet der Philosoph Richard David Precht seine neue Diskussionssendung im ZDF. Er hat zur Premiere (Sonntag, 23.25 Uhr – anschließend in der ZDF-Mediathek abrufbar) den Hirnforscher Gerald Hüther eingeladen, und von diesem stammt auch der zitierte Satz.
Die Provokation durch den Titel „Skandal Schule – macht Lernen dumm?“ ist Teil der PR, die neue Sendungen wohl benötigen. Solche Thesen („Kinder verlieren in der Schule die Lust am Lernen“) sind einerseits nicht neu, ebensowenig wie das ewige Eindreschen auf das deutsche Bildungssystem (Stichwort „Pisa“). Andererseits darf man aber von Precht mehr erwarten. Der Bestsellerautor („Wer bin ich – und wenn ja wie viele?“, „Liebe. Ein unordentliches Gefühl“, „Lenin kam nur bis Lüdenscheid“) verbindet einen populären Stil mit Tiefgang und einer Portion kritischem Denken verbinden. So ist er beispielsweise einer der wenigen (populären) Philosophen, der wirtschaftliche Themen aufgreift. Die Latte der Erwartungen liegt also hoch – wir sind gespannt!
Alles begann 1988. Im Studiengang Medienwissenschaft an der Universität Osnabrück wurde ein Kurs zum Thema Experimentalfilm angeboten. Hier sah man sich gemeinsam Avantgardefilme an und sprach darüber, wie sie gemacht wurden, warum sie gemacht wurden und was die Inhalte bedeuten könnten. Drei Kommilitonen kam damals dann die Idee, die Filmemacher selbst einzuladen, um sie persönlich zu ihren Arbeiten befragen zu können. So entstand das European Media Art Festvial (EMAF), das heutzutage eines der wichtigsten und einflussreichsten Festivals im Bereich der Medienkunst ist. Den ganzen Beitrag lesen »
Ein neuer “Twilight”, oder gar ein neuer “Harry Potter”? Ganz so wahnwitzig erfolgreich wie diese beiden Buch- bzw. Filmreihen wird die auf drei Teile angelegte “Die Tribute von Panem”-Saga nicht werden. Erfolgreich ist sie dennoch: Der erste Teil “Die Tribute von Panem – Die Hunger-Spiele” ist nun seit einer guten Woche in den Kinos, und mit rund 400.000 Zuschauer erreichte er Platz 1 der Kinocharts.Die Bücher der Amerikanerin Suzanne Collins sind Verkaufsschlager (Platz 1 bei Amazon, Platz 2 beim SPIEGEL), und sie faszinieren ebenso wie der Film nicht nur Jugendliche.
Die dystopische Story ist nicht neu: In einem Zukunftsstaat namens Panem werden zur Disziplinierung der renitenten Distrikte alljährlich die Hunger-Spiele ausgetragen. Jeder Distrikt muss zwei Teilnehmer entsenden, die in einer Minikamerabestückten Wald-Arena gegeneinander antreten – nur einer darf überleben. Was für die Teilnehmer (und die Bewohner der Distrikte) tödlicher Ernst ist, das ist für die Einwohner von Panem eine riesige (Fernseh-) Show. Den ganzen Beitrag lesen »
Um bei einem Filmgespräch in die Diskussion einzusteigen ist es naheliegend, den Film zunächst unter inhaltsanalytischen Gesichtspunkten zu betrachten. Doch um Film in seiner Gänze zu begreifen, muss auch eine gestaltungsorientierte Auseinandersetzung mit dem Medium erfolgen.
Wie ein solcher Zugang im Unterricht ermöglicht werden kann, stellte die Referentin Ines Müller in der Fortbildung “Film verstehen praktisch” vor, die im Rahmen der 6. SchulKinoWoche BW stattfand. Dabei wurden Arbeitsblätter und konkrete Aufgaben zur Hand gereicht, die Inszenierung von Gesprächssituationen praxis- und handlungsorientiert vermittelt und verschiedene Methoden im Hinblick auf Zeitaufwand und Integration in den schulischen Alltag diskutiert und ausprobiert. Den ganzen Beitrag lesen »
Animation Creator HD Kosten: 1,59 €
Anbieter: Red Software
Sprache: Englisch
Version: 1.8.1
Ausprobiert mit dem iPad2
Mit seinem Touchscreen hat ein Tablet-PC ausgezeichnete Voraussetzungen für die Erstellung eines klassischen Zeichentrickfilms. Denn auf dem Touchscreen lässt es sich deutlich einfacher zeichnen als mit der Maus und es werden keine zusätzlichen Geräte wie Grafiktabletts oder Scanner benötigt.
Dieses Filmchen ist bei meinem App-Test herausgekommen. Das können Sie sicher besser!