Jedem, der bereits in der Videoarbeit mit Kindern und Jugendlichen tätig war, wird die Situation bekannt vorkommen: Zur Vertonung des eigenen Werks, das natürlich auf YouTube veröffentlicht werden soll, wird arglos Musik von Rihanna oder Katy Perry herangezogen. Wie macht man dem kreativen Nachwuchs nun klar, dass das nicht geht – und vor allem warum? Dieser Frage haben sich die Masterstudentinnen Susan Panzer und Annika Schulz von der Uni Leipzig angenommen und mit technischer Unterstützung der Sächsischen Ausbildungs- und Erprobungskanäle (SAEK) einen Lege-Trickfilm dazu gedreht. Die beiden studieren Kommunikations- und Medienwissenschaft mit Schwerpunkt Medienpädagogik beziehungsweise Angewandte Medien- und Kulturwissenschaft und haben bereits zuvor im Rahmen eines gemeinsamen Praktikums bei den SAEK einen ähnlichen Film produziert.
Musik trifft Urheberrecht richtet sich an Schülerinnen und Schüler der vierten Klasse. Die Figur Prof. Peter Schlau erklärt darin anschaulich und kindgerecht, wie das Urheberrecht der willkürlichen Verwendung von Musik in eigenen Produktionen im Weg steht und welche Gründe es dafür gibt. Dass man deshalb nicht verzagen muss, zeigt die zweite Hälfte des Films, in der das Prinzip freier Lizenzen am Beispiel von Creative Commons dargestellt wird. Dabei gibt es auch Tipps für das Auffinden freier Inhalte.
Folgerichtig wurde auch das Filmchen selbst unter einer CC-Lizenz veröffentlicht.
ACT!ON war das Thema der sechsten re:publica und neben vielen Sessions, die eigentlich eher eine Reflexion und Bestandsaufnahme (s. Teil 2) waren, kamen auch viele Leute zu Wort, die ausgezeichnet zu dem Motto passten und die vor allem eines gemeinsam haben: Sie nutzen das Internet, um sich mit anderen zu vernetzen und es oft geschafft haben, erstaunlich viel Action loszutreten. Die rasenden Reporterinnen von MCO konnten zwar nicht alle, so doch einige dieser glanzvollen Veranstaltungen mitnehmen und für Sie dokumentieren – viel Spaß beim wilden Ritt durch die #rp12! Den ganzen Beitrag lesen »
Willkommen im zweiten Teil unserer launigen rp12-Berichterstattung, in der es weniger um knallharte Action, sondern vielmehr um die beschaulich-besinnlich-philosophischen Aspekte der Internetentwicklung geht. Hier die Themen: Den ganzen Beitrag lesen »
Screenshot der Startseite des Online-Games TwinKomplex
“Die natürliche Reaktion des Menschen auf Stress ist Flucht oder Angriff.” Mit diesen Worten werde ich von einem Mann im Anzug als neuer Agent begrüßt und erst mal zum Psychotest geschickt. “Mit wem würden Sie lieber in einer Sauna schwitzen: Nonne oder Schinken?” Ich entscheide mich für Schinken.
Wo bin ich und was soll das Ganze?
Ich teste ein neues Online-Game: TwinKomplex. Als Agent einer Organisation namens DIA tauche ich in einen undurchsichtigen Thriller ein, muss Rätsel lösen, Orte suchen und Beweisstücke untersuchen. Neu und aufregend an TwinKomplex: Statt Avataren stellen reale Schauspieler die Figuren im Spiel dar. Diese sprechen zu den Mitspielern in vielen kurzen Videosequenzen. So wird man Teil einer komplexen Geschichte, einer Living Novel. Hinter dem Projekt steht der Kulturwissenschaftler Martin Burckhardt, der für das Projekt die Firma Ludic Philosophy gegründet hat – mit Sitz im stillgelegten Flughafen Berlin Tempelhof, der auch als Drehort gedient hat. Den ganzen Beitrag lesen »
Präsentationen gehören zu unserem Alltag. Ob Lehrer, Schüler, Angestellte oder Chefs, die wenigsten kommen drum herum, hin und wieder eine Präsentation zu halten. Viele Präsentationen werden ganz klassisch mit Power Point (Microsoft) oder der kostenlosen Alternative von Open Office erstellt. Diese Programme sind auf dem Computer installiert und können offline genutzt werden. Aber auch das Internet bietet viele Möglichkeiten für das Erstellen von Präsentationen, und das oft kostenlos. Diese cloud-basierten Anwendungen sind allesamt plattformunabhängig und setzen für ihre optimale Nutzung lediglich einen modernen Browser, einen aktuellen Flash-Player sowie genügend Arbeitsspeicher (i.d.R. mind. 1 GB) voraus. Die Arbeiten werden stets in einem Online-Speicher abgelegt, was den Zugriff von jedem beliebigen Rechner aus ermöglicht. Zusätzlich bieten die meisten Programme die Möglichkeit, die erstellten Präsentationen herunterzuladen und lokal auf der eigenen Festplatte zu speichern. Auf den folgenden Seiten stellen wir Ihnen einige der kostenlosen Tools vor, mit denen Sie online arbeiten und einmal ganz andere Präsentationen erstellen können.
netz.macht.kultur – so lautete der Titel des 6. Kulturpolitischen Bundeskongresses, der am 9. und 10. Juni 2011 in Berlin stattfand. Hier diskutierten Wissenschaftler, Künstler, Politiker, Kulturschaffende und -förderer darüber, was sich durch die neuen Möglichkeiten der vernetzten Kommunikation in den kulturellen Institutionen und in der kulturellen Praxis verändert, aber auch wie diese Entwicklungen benannt und bewertet werden können. Unter anderem ging es um Digitale Kunst sowie um Kulturvermittlung und Kulturmarketing im Museumsbereich.
Die Comic- und Trickfilmzeichnerin Nina Paley ist nicht nur Künstlerin sondern auch eine Aktivistin der Free-Culture-Bewegung. Sie hat die Website mit ihren Comics mit einem juristisch nicht wasserfesten aber umso netteren Urheberrechtsverweis versehen: ♡ Copying Art is an act of love. Please copy and share.
Ist der Wiener Donauturm nun ein Fernseh- oder ein Aussichtsturm? Worüber sich bei der Wikipedia gestritten wird, wie es um das Projekt Wikipedia macht Schule steht, und was es mit der Unterwanderung durch Rechtsradikale auf sich hat, berichtet Autor Harald Krichel im Interview mit MCO. Er ist schon seit acht Jahren bei der größten Enzyklopädie der Welt dabei. Nachdem der Historiker zeitweise im Vorstand tätig war, kümmert er sich nun in erster Linie darum, manipulierte Artikel zu erkennen und zu bereinigen. Zudem gibt er Workshops zum Umgang mit Quellen im Internet, so auch am Stadtmedienzentrum Stuttgart. Den ganzen Beitrag lesen »
Bei Sonnenschein und entspannter Atmosphäre informierte Sandro Gaycken über Strategien der Militärs beim Cyberwar und macht uns klar: Durch die Informationsgesellschaft ist diese Variante des Kriegs attraktiv geworden und viele Länder investieren in entsprechende Cyberwar-Mannschaften. Mit dem Internet hat es allerdings nur am Rande zu tun, da die zentralen Infrastrukturen eines Landes geschlossene Systeme sind, denen man eher mit gefälschter Hardware oder Insider-Informationen beikommt. Für Propaganda oder gezielte Falschmeldungen können jedoch auch Facebook, Foren oder Blogs genutzt werden. Den ganzen Beitrag lesen »
Ibrahim Mazari, Bild: Jonas Fischer/re:publica, Lizenz: cc
Von Spieltrieb und “Serious Gaming”
Am zweiten Tag der Re:publica fokussiert der Soziologe Ibrahim Mazari in seinem Vortrag Gaming Communities im Internet den kommunikativen Aspekt des Spielens und verweist darauf, dass der Spieltrieb nicht nur ein menschliches Grundbedürfnis ist, sondern auch der Motor für die Entwicklung des Internet (und der Industrie).
Im Panel zu Serious Games provozierte Sebastian Deterding mit der These: “Serious Games ist wie mit Kanonen auf Spatzen schießen”. Denn die Programmierung von Lernspielen ist mit großem Aufwand verbunden, dann muss das Spiel noch unter die Leute gebracht und in ein pädagogisches Setting eingebunden werden. Garantiert ist dabei trotzdem noch nicht, dass sich das Gelernte auf andere Situationen übertragen lässt. Seiner Meinung nach lassen sich Lerneffekte auf anderem Wege einfacher unterstützen. Er setzt stattdessen auf das Konzept “Serious Gaming”, bei dem es darum geht, an den Spielspaß im richtigen Leben anzuknüpfen. Den ganzen Beitrag lesen »