Anja Lochner
22.12.2009
22.12.2009
2012: Schrott und Asche
Am 21. Dezember 2009 war ich, wie so oft meiner Zeit um Längen voraus, in 2012, in dem am 21. Dezember dank Roland Emmerich die Welt untergeht. 158 Minuten Totalkatastrophe. Nach einer Stunde fragt man sich, was jetzt noch in Schutt und Asche gelegt werden kann, nachdem bereits Amerika und die halbe Welt Geschichte sind. Erdbeben, Tsunamis, Feuerbälle, Explosionen, die Apokalypse eben.
Der Film lässt, wie erwartet, kein Klischee aus: Der Quotenspinner, der Quotenrusse, der Quotenböse, und der böse Quotenrusse. Auch sonst bleibt 2012 vollkommen überraschungsarm. Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika ist, wen wundert’s, nicht nur der Gute, sondern auch afroamerikanischer Herkunft, der potenzielle zukünftige Präsident der neuen Weltgemeinschaft übrigens auch. Die Frauenquote lässt wie immer einige Wünsche offen, die klassischen Sparwitze und grottenschlechten Dialoge möchte man gar nicht erwähnen. Die größte Überraschung des Films liegt darin, dass Gordon und Tamara am Ende kein glückliches Paar werden, sondern sterben müssen. Für alle, die den Film noch sehen wollen: Gordon und Tamara sind nicht die Hauptschnuckis, und es gibt am Schluss ein anderes neues altes Traumpaar, surprise.
Der Film lässt, wie erwartet, kein Klischee aus: Der Quotenspinner, der Quotenrusse, der Quotenböse, und der böse Quotenrusse. Auch sonst bleibt 2012 vollkommen überraschungsarm. Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika ist, wen wundert’s, nicht nur der Gute, sondern auch afroamerikanischer Herkunft, der potenzielle zukünftige Präsident der neuen Weltgemeinschaft übrigens auch. Die Frauenquote lässt wie immer einige Wünsche offen, die klassischen Sparwitze und grottenschlechten Dialoge möchte man gar nicht erwähnen. Die größte Überraschung des Films liegt darin, dass Gordon und Tamara am Ende kein glückliches Paar werden, sondern sterben müssen. Für alle, die den Film noch sehen wollen: Gordon und Tamara sind nicht die Hauptschnuckis, und es gibt am Schluss ein anderes neues altes Traumpaar, surprise.
John Cusack als Weltretter ist eine eher ungewöhnliche Besetzung, verbindet man ihn doch eher mit dem liebenswerten Schluffi von nebenan. Er kommt auch entsprechend unglaubwürdig daher, wenn er minutenlang unter Wasser bleibt, um Schiffsschleusen zu reparieren, wo er doch sonst den ganzen Tag als erfolgloser Autor am Laptop sitzt und eigentlich über keinerlei Kondition verfügen dürfte. Ansonsten ist der Film so voraussehbar dämlich, dass man sich weitere Details ersparen kann.
Fazit: Wenn man sich diese Weihnachten eins schenken kann, dann diesen Film.







“Uns” Roland wollte nach eigener Aussage mit 2012 endlich die Mutter aller Katastrophenfilme liefern. Nun kann man wirklich nichts mehr explodieren lassen, was nicht vorher schon von Rolands digitalen Mannen zerbröselt wurde. Außer man wechselt ins Science Fiction-Genre.
Bevor er sich also dereinst der Zerstörung des Universums zuwendet, will Roland Emmerich aber mal was ganz anderes machen: sein nächster Film handelt davon, das Shakespeare nicht der arme Kaufmann aus Stratford war, sondern ein hochranginger Adliger.
Diese Theorie finde ich ebenso spannend wie plausibel – bin mal gespannt wie “uns” Roland das umsetzt.
Ich bin dafür, dass uns Roland die Finger von jeglichem kulturellen Anspruch lassen sollte, bevor er auch noch einen Kunstschaffenden nach dem anderen in die Luft jagt. Meinetwegen darf Roland in Zukunft auch gerne ganz viele ja auch irgendwie kathartische Katastrophen-Schutt-und-Asche-Filme drehen – aber bitte keinerlei Dialoge mehr, don’t!