Landesmedienzentrum Baden-WürttembergMediaculture online

Nadja Golitschek

Web 2.0 in der Jugendliteratur

Bild: Gibson Claire McGuire Regester, Lizenz: cc

Dass Kinder und Jugendliche sich oft  lieber dem Computer zuwenden, als ein Buch in die Hand zu nehmen, ist allgemein bekannt. Schon deshalb scheinen Internet und Literatur ein Widerspruch in sich zu sein. Dabei ist das Thema «Medien» bereits in der Kinder- und Jugendliteratur angekommen.

Im Zuge der Medienbildung an Schulen ist Kinder- und Jugendliteratur, die sich mit neuen Medien beschäftigt, durchaus geeignet, im Deutschunterricht behandelt zu werden. Sie bietet eine abwechslungsreiche Möglichkeit, um mit den Schülerinnen und Schülern ein für sie interessantes und aktuelles Thema zu behandeln, das sie zudem noch aus ihrem Alltag kennen. Warum also nicht den fächerintegrativen Ansatz der Medienbildung auf diesem Wege im Deutschunterricht Wirklichkeit werden lassen?

Breites Themenspektrum zum pädagogischen Jugendmedienschutz

Aus diesem Grund haben wir für Sie einmal recherchiert, was es auf dem Buchmarkt an Kinder- und Jugendliteratur zu Themen des pädagogischen Jugendmedienschutzes gibt und eine Literaturliste zum Downloaden zusammengestellt.

Das Themenspektrum, was in dieser Jugendliteratur aufgearbeitet wird, ist äußerst vielfältig:

Da ist zum Beispiel die 15-jährige Laura in dem Buch «Laura im Netz», die versucht, sich über ihre Einsamkeit hinweg zu trösten, indem sie im Internet neue Bekanntschaften schließt. Doch immer mehr stellt sich die Frage, wer ihr Chatpartner in Wirklichkeit ist, und ob sie ihm tatsächlich vertrauen kann.
Oder eine Gruppe computerbegeisterter Jungs, die sich mit Wardriving in andere Computer einhacken und sich über die gefunden Inhalte auf den PCs lustig machen. Allerdings nur so lange, bis sie auf ein dunkles Geheimnis stoßen, plötzlich in Gefahr geraten und «Verloren im Netz» sind.
Und dann ist da noch Josi in «Geil, das peinliche Foto stellen wir online!», die sich nicht mehr unter ihre Mitschüler traut, weil sie Opfer von Cybermobbing geworden ist.

«Lernen über Medien» im Deutschunterricht

Neben der Schulung der Lesekompetenz und des Textverständnisses erhalten  die Schülerinnen und Schüler Hinweise auf einen kompetenten Medienumgang und setzen sich mit Cybermobbing, Privatsphäre im Netz, Computerspielsucht und vielem mehr auseinander. Kinder und Jugendliche werden durch die Lektüre über Möglichkeiten und Gefahren im Netz aufgeklärt und für das Thema sensibilisiert. Zudem bieten die Themen Vorlagen, um sich mit den Schülern über ihre individuellen Erfahrungen und ihrer Meinung zu der Thematik auszutauschen.

Diverse Verlage bieten außerdem begleitende Unterrichtsmaterialien an, die Fragen zum Inhalt, Rätsel, Wortschatzübungen und kreative Schreibaufträge beinhalten. Auch das Landesmedienzentrum stellt Unterrichtsmodule zu dem Thema Jugendmedienschutz bereit, die zur inhaltlichen Vertiefung der Medienbildungsaspekte ergänzend eingesetzt werden können.

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