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Jiří Hönes

Bezirksbeirat Ost zu Gast im SMZ

Bild: SMZ Stuttgart


Was machen eigentlich Stadt- und Landesmedienzentrum im Stuttgarter Osten genau? Dies fragten sich die Mitglieder des Bezirksbeirats Stuttgart Ost schon länger und so ergab es sich, dass das Gremium auf Einladung von Johannes Gienger seine ohnehin anstehende Sitzung am 27. Juni in den frisch renovierten Filmsaal in der Rotenbergstraße verlegte. Vor der eigentlichen Sitzung stellten Johannes Gienger und Emmerich Hernadi die Tätigkeiten und Angebote des Hauses vor und gaben einen Einblick in die Situation der Medienbildung an Stuttgarter Schulen.

Gienger: Techniker-Stellen an Schulen schaffen

“Im Idealfall sollte jede Schülerin und jeder Schüler einen eigenen Laptop haben”, sagte Gienger, doch davon sei man noch weit entfernt. Die Mindestforderung für zeitgemäßen Unterricht mit digitalen Medien sei allerdings ein Computer und Beamer oder Interaktives Whiteboard pro Klassenzimmer. Eigentlich sei auch das Modell des Computerraums ein Auslaufmodell, zur Integration der Medien in den Fachunterricht sei es vielmehr sinnvoll, die Computer im Klassenzimmer zu haben.

Um die IT-Technik an den Schulen betriebsbereit zu halten, sei die Schaffung von Techniker-Stellen vonnöten, hierfür seien jedoch bislang nirgends Mittel vorgesehen: “Jede Firma hat eine IT-Abteilung, aber an Schulen sollen das die Lehrkräfte nebenbei erledigen.” Zudem müssten perspektivisch mehr Mittel für Online-Lizenzen bereitgestellt werden: “Den Service des Ausfahrdienstes wird es nicht ewig geben, deshalb sollte schon jetzt stärker in den Online-Vertrieb von Unterrichtsmedien investiert werden”, so Gienger.

Elternbeirat muss Computer finanzieren

Die Zuhörer stimmten dem zu. Eine Anwesende betonte, die Schulen seien oftmals interessiert am Ausbau der IT-Infrastruktur, doch die Stadt gebe keine finanziellen Mittel. Am Wagenburg-Gymnasium etwa müsse der Elternbeirat für die Finanzierung von Computern in Fachräumen aufkommen. Insofern waren sich die Anwesenden einig darin, dass der schulische Bereich unterfinanziert ist und hier deutlich mehr Mittel benötigt würden.

Zum Abschluss bedankte sich Bezirksvorsteher Martin Körner herzlich für die Einladung, man habe völlig neue Einblicke bekommen, “was in diesem unscheinbaren Gebäude so alles läuft”. Besonders erfreut zeigten sich die Beiratsmitglieder etwa darüber, dass die SMZ Angebote für Senioren bietet, so dass die Infrastruktur auch direkt dem Stadtbezirk dient.

Ein Kommentar zu “Bezirksbeirat Ost zu Gast im SMZ”

  1. oimalzvielnachdengtam 09.07.2012 um 10:43

    Am Geld lässt sich immer leicht erkennen, was einer Gesellschaft wichtig ist. Schulen – und das gesamte Bildungswesen – sind deutlich schlechter ausgestattet als es notwendig wäre. Jedem bleibt selbst überlassen, daraus seine Schlüsse für die Gesellschaft zu ziehen. Immerhin gibt es eine Institution wie das LMZ. Lichtblick, Wegweiser oder Feigenblatt?

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