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Henriette Carle

Meidet den Tonfilm

Passend zu unserem Zitat des Monats “Wer zur Hölle will Schauspieler reden hören?”, das dieses Mal von Harry M. Warner stammt, habe ich noch diese, zugegebenermaßen etwas verpixelte Abbildung eines Plakats ausgegraben, das sehr eindringlich vor den verheerenden Folgen des damals neuen Mediums Tonfilm warnte. Das Original-Plakat hängt oder hing übrigens im Frankfurter Filmmuseum.

Bild: Alexander Hauser, Lizenz: <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/de/">cc</a>

Bild: Alexander Hauser, Lizenz: cc

4 Kommentare zu “Meidet den Tonfilm”

  1. Vincentam 11.03.2009 um 23:20

    Ja, damals hatten die Schauspieler Angst um ihre Jobs (zurecht, denn viele Stimmen waren nicht tonfilmkompatibel), und die Kinobesitzer Bammel vor Investitionen. Heute haben Kinobesitzer wieder Bammel vor Investitionen, diesmal in Digitaltechnik.

    Jedenfalls ist es erfrischend zu lesen, dass damals eine Neuigkeit so skeptisch aufgenommen wurde. Denn heute ist jede Neuigkeit ja gleich die GAAANZ GROSSE SENSATION. Dinge wie das elektronische Buch – es hat niemals besseres gegeben, das revolutioniert alles, sensationell. Twitter – DAS Medium der Zukunft.

    Zwischen Verteufelung und Hochjazzen könnte es doch auch einen Mittelweg geben.

    Vincent

  2. Raineram 21.03.2009 um 13:30

    Hm. Ich wette, solche Plakate hingen nur in Deutschland, das ja bekanntlich nicht zu den fortschrittsfreundlichsten Ländern zählt.

  3. Susiam 18.02.2012 um 12:43

    Na, das ist aber nicht ganz richtig! Auch Charlie Chaplin etc. waren gegen den Tonfilm. In Russland gab es auch Kampagnen…

  4. Maxam 19.06.2012 um 01:11

    Wer jetzt lacht, sollte nicht vergessen, dass es das selbe auch heute noch in anderem Gewand gibt. Zum Beispiel bei der leidigen Killerspiel-Debatte, die immer mal wieder hochkocht.

    Oder Urheberrechtsabgaben und Buchpreisbindung, die auch als staatliche Klientelpolitik einen Strukturwandel verhindern sollen.

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