![]()
http://www.mediaculture-online.de
Autor: Wunden, Wolfgang.
Titel: Bibliografie Medienpädagogik, annotiert.
Quelle: http://www.hans-bredow-institut.de/medpaed/Publikationen/litliste.pdf [09.11.2004] Hamburg 2004.
Die Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Autors.
Wolfgang Wunden
Annotierte Bibliografie Medienpädagogik
Inhaltsverzeichnis
1. Einführungen / Handbücher / Mehrthematische Sammelbände zur Forschung 1
2. Grundlagen / Theorien / Methoden 4
3. Praxisfelder 7
4. Verschiedene Medien und Genres 8
5. Didaktik 12
5.1. Allgemein 12
5.2. Aus den Fach-Didaktiken 12
5.2.1. Fach Deutsch 12
5.2.2. Fach Kunst (muss noch erstellt werden) 15
5.2.3. Fach Musik (dto) 15
5.2.4. Fach Politik (dto) 15
5.2.5. Fach Religion 15
6. Sonstiges 17
Baacke, Dieter (1997): Medienpädagogik. Tübingen: Niemeyer.
In der gut 100 Seiten umfassenden Schrift stellte der führende Medienpädagoge des deutschen Sprachraums die wichtigsten Zugänge moderner Medienpädagogik zum Problemkomplex Medien / Kultur / Bildung und Erziehung dar. Im letzten der sieben Kapitel des Buches beschrieb er zusammenfassend „Medienkompetenz als Zielorientierung“ der Medienpädagogik.
Dichanz, Horst (Hg.) (1998): Handbuch Medien: Medienforschung. Konzepte – Themen – Ergebnisse. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.
Bei Medi@culture Online (Auszug): http://www.mediaculture-online.de/Autoren_A-Z.253+M53f3252db0c.0.html
Eingeleitet von einem Artikel des Herausgebers, versammelt der Reader anderweitig bereits publizierte Beiträge einschlägiger deutscher Autoren zur pädagogisch relevanten Medienforschung, gruppiert in folgenden Kapiteln: Grundlegende Beiträge; Medien, Lernen und Sozialisation; Medien und Jugend; Kinder und Werbung, Basisdaten zur Mediennutzung.
Ehrenspeck, Yvonne/Schäffer, Burkhard (Hg.) (2003): Film- und Fotoanalyse in der Erziehungswissenschaft. Ein Handbuch. Opladen: Leske + Budrich.
Das Handbuch bietet in rund 25 Beiträgen verschiedener Autoren eine aktuelle Bestandsaufnahme der Forschung zum Thema in sozialwissenschaftlicher Perspektive. Der erste Teil enthält Überlegungen zu Theorie und Methodik der Analyse. Der zweite Teil entwickelt um das Thema „Generation“ Beiträge, die foto-, film- und erziehungswissenschaftliches Wissen integrieren. Den Abschluss bildet ein Serviceteil.
Hiegemann, Susanne/Swoboda, Wolfgang (1994): Handbuch der Medienpädagogik. Theorieansätze – Traditionen – Praxisfelder – Forschungsperspektiven. Opladen: Leske+Budrich.
Bei Medi@culture Online (Auszug): http://www.mediaculture-online.de/Autoren_A-Z.253+M5595304deba.0.html
Renommierte Autoren geben in 26 Beiträgen – die wiederum unter den vier Begriffen des Untertitels dieses Buchs geordnet sind – einen breiten Überblick über das gesamte Feld der Medienpädagogik (Internet und Multimedia waren zu dieser Zeit freilich noch nicht im Blick). Im Kapitel IV. Beiträge zu „Intentionen, Methoden und Perspektiven medienpädagogischer Forschung“ (Bonfadelli, Sander/Vollbrecht, Theunert, Aufenanger, Swoboda).
Hoffmann, Bernward (2003): Medienpädagogik. Eine Einführung in Theorie und Praxis. Paderborn: Schöningh.
Der Münsteraner Fachhochschulprofessor mit langjähriger Praxiserfahrung in der Medienpädagogik bietet prägnant gefasstes Grundwissen zu Medien, Kommunikation und Lernen für angehende PädagogInnen. Was Kommunikation und Zeichentheorie sind, erfährt der Leser ebenso wie er Basisinformationen zu Multimedia und Internet erhält; auch die Praxis von Öffentlichkeitsarbeit und „aktiver Medienarbeit“ wird vorgestellt. Ein Arbeitsbuch mit Übungsanregungen und zahlreichen Hinweisen zum vertiefenden Studium.
Hüther, Jürgen/Schorb, Bernd/Brehm-Klotz, Christiane (Hrsg.) (1997): Grundbegriffe Medienpädagogik. München: kopaed.
Bei Medi@culture Online: http://www.mediaculture-online.de/Autoren_A-Z.253+M58ded5bff05.0.html
28 AutorInnen stellen in ausführlichen Artikeln zu 53 Stichwörtern kompetent das gesamte Feld der Medienpädagogik vor, explizit nicht, um lexikalisches Wissen zu verbreiten, sondern primär um Problembewusstsein zu wecken. Der Medienforschung widmen die HerausgeberInnen zwar nur einen Beitrag (Bernd Schorb), aber Stichwörter zu anderen Wissenschaften, wie Psychologie (Gitta Mühlen Achs), Soziologie (Horst Holzer/Erich Mohn) und Geschichte (Jürgen Hüther/Bernd Podehl), die sich mit Medien beschäftigen, sind wichtige Elemente interdisziplinärer Medienwissenschaft. Computermedien sind breit berücksichtigt.
Moser, Heinz (2000): Einführung in die Medienpädagogik. Aufwachsen im Medienzeitalter. Opladen: Leske+Budrich (3. überarbeitete und aktualisierte Aufl.).
Ausgehend von der Feststellung pädagogisch bedeutsamer Medien-Entwicklungen in den vergangenen Jahrzehnten widmet sich der Autor vor allem den elektronischen Medien, einschließlich Computer und Multimedia. Er zieht in den einzelnen Abschnitten immer wieder Forschungsergebnisse heran, sowohl Nutzungs-Studien als auch Medienrealität erklärende Ansätze. Der Abschnitt „Die Medien und das Heranwachsen der Kinder“ ist der pädagogisch orientierten Medienforschung vorbehalten.
Schweer, Martin K.W. (Hg.) (2001): Aktuelle Aspekte medienpädagogischer Forschung. Interdisziplinäre Beiträge aus Forschung und Praxis. Wiesbaden: Westdeutscher Verlag.
Vorträge im Rahmen einer Ringvorlesung der Hochschule Vechta (SS 2000). Einer ausführlichen Einleitung des Herausgebers folgen fünf Beiträge unter dem Titel „Medienrezeption und Medienwirkung“ (von Fromme, Vogelgesang, Schweer/Lukaszewski, Schweer/Engeser sowie Knoll) und vier zum Thema „Lehren und Lernen mit ‚Neuen Medien’“ (von Stiller, Herzig, Tulodziecki sowie Zimmer).
Tulodziecki, Gerhard (1997): Medien in Erziehung und Bildung. Grundlagen und Beispiele einer handlungs- und entwicklungsorientierten Medienpädagogik. Bad Heilbrunn: Klinkhardt.
Bei Medi@culture Online (Auszug): http://www.mediaculture-online.de/Autoren_A-Z.253+M56e0d1b9583.0.html
Der Paderborner Erziehungswissenschaftler bietet praxisrelevante, lern- und entwicklungstheoretisch fundierte Handlungsorientierungen für die medienpädagogische Arbeit in Schule, Elternhaus und Jugendarbeit. Mit Kapiteln u.a. über Ansätze zur Mediendidaktik und Medienerziehungstheorie und zur Medienverwendung in der Schule, zur Entwicklungsförderung als übergreifender Aufgabe der Medienpädagogik und zum Zusammenhang von Medienpädagogik und Schulentwicklung.
Vollbrecht, Ralf (2001): Einführung in die Medienpädagogik. Weinheim, Basel: Beltz.
Einem Überblick über die Geschichte der medienpädagogischen Debatte und über Medienkompetenz als bildungstheoretischem Konzept folgt als Schwerpunkt des Buches eine einführende Darstellung von Theorien und Konzepten der Medienwirkungsforschung
Jahrbuch Medienpädagogik: Opladen: Leske + Budrich. Band 1 (2001), hg.v. Aufenanger, Stefan/Schulz-Zander, Renate/Spanhel, Dieter. -- Band 2 (2001), hg.v. Bachmair, Ben/ Spanhel, Dieter/de Witt, Claudia. -- Band 3 (2003), hg.v. Bachmair, Ben/Diepold, Peter/de Witt, Claudia.
Bei Medi@culture Online (Auszug): http://www.mediaculture-online.de/Autoren_A-Z.253+M5762c093b6b.0.html
Herausgegeben im Auftrag der Kommission Medienpädagogik der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft, präsentiert jeder Band den aktuellen Diskussions- und Wissensstand. In der Mehrzahl führende AutorInnen bieten ein breites Spektrum zentraler wie aktueller Themen. In Monographien der AutorInnen kann man ggf. die Themen vertiefend studieren.
Amman, Daniel/Moser, Heinz/Vaissière, Roger (Hg.) (1999): Medien lesen. Der Textbegriff in der Medienwissenschaft. Zürich: Verlag Pestalozzianum.
15 zumeist renommierte Autoren haben zur Festschrift für Christian Doelker beigetragen. Medien als Texte zu lesen, ist das wichtigste Anliegen des Zürcher Medienpädagogen und Bildwissenschaftlers für eine moderne Medienpädagogik. Die geht somit weit über eine im engeren Sinn schulische Beschäftigung mit einzelnen Medien hinaus und meint Befähigung des Menschen zur Lektüre der menschlichen Zeichenwelt.
Barthelmes, Jürgen/Sander, Ekkehard (1997): Medien in Familie und Peer-group. Vom Nutzen der Medien für 13. und 14jährige. Medienerfahrungen von Jugendlichen, Band 1. München: Verlag Deutsches Jugendinstitut.
und
Barthelmes, Jürgen/Sander, Ekkehard (2001): Erst die Freunde, dann die Medien. Medien als Begleiter in Pubertät und Adoleszenz. Medienerfahrungen von Jugendlichen, Band 2. München: Verlag Deutsches Jugendinstitut.
Jugendliche (und ihre Eltern) wurden zuerst im Alter von 13 und 14 Jahren (Ergebnisse im Band von 1997), dann im Alter von 15 bzw. 16 und schließlich im Alter von 19 bzw. 20 Jahren (Band von 2001) zu ihrem Medienumgang befragt. Die beiden Bücher sind eine eindrucksvolle Darstellung der spezifischen und sich über die Jugendjahre wandelnden Rolle, die Medien in der Alltagswelt der Jugendlichen spielen.
Bonfadelli, Heinz/Bucher, Priska (Hg.) (2002): Lesen in der Mediengesellschaft. Stand und Perspektiven der Forschung. Zürich: Pestalozzianum.
Vorträge eines Symposiums aus Anlaß des 70. Geburtstags von Ulrich Saxer. Die Kapitel: Stand der Buchleseforschung in den deutschsprachigen Ländern; Lesen im historischen, gesellschaftlichen und politischen Kontext; Lesekompetenzen, Lesestrategien, Lesesozialisation; Gender-Fragen.
Kübler, Hans-Dieter (2000): Mediale Kommunikation. Tübingen: Niemeyer.
Ein für Studenten geschriebenes Einführungsbuch, das Massenmedien, ihre Funktionen, ihre Nutzung und ihre Wirkungen in kurzen Überblicksartikeln darstellt.
Neuss, Norbert (Hg.) (1999): Ästhetik der Kinder. Interdisziplinäre Beiträge zur ästhetischen Erfahrung von Kindern. Frankfurt a.M.: Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik.
Im Anschluss an eine Ringvorlesung an der Universität Hamburg befassen sich verschiedene Autoren aus unterschiedlichen Disziplinen in 22 Texten mit empirischem Material, das den Zugang von Kindern zur Welt und den Ausdruck von Kindern in Zeichnungen, Musik oder Texten beschreibt und auf je eigenem theoretischen Hintergrund analysiert. Drei Beiträge führen vorab in das Gebiet ein.
Niesyto, Horst (Hg.) (2001): Selbstausdruck mit Medien. Eigenproduktionen mit Medien als Gegenstand der Kindheits- und Jugendforschung. München: kopaed.
Eigenproduktionen von Kindern und Jugendlichen – in dem Band werden vor allem Audio-, Videoproduktionen und Graffiti behandelt – stellen lohnende Gegenstände für eine sehr konkrete Kindheits- und Jugendforschung dar. Die 15 Beiträge des Bandes konzentrieren sich auf methodische Fragen und Erfahrungen diesbezüglicher Forschung.
Paus-Haase, Ingrid/Schorb, Bernd (Hg.) (2000): Qualitative Kinder- und Jugendmedienforschung. Theorie und Methoden: ein Arbeitsbuch. München: kopaed.
Bei Medi@culture Online (Auszug): http://www.mediaculture-online.de/Autoren_A-Z.253+M572271fcd18.0.html
Die vier Schwerpunkte des Buches, entstanden aus einem Workshop der Fachgruppe ‚Medienpädagogik’ der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, sind: Theorien und Methodologien; Kindermedienforschung; Jugendmedienforschung; forschungsethische Aspekte. 14 WissenschaftlerInnen stellen verschiedene Strategien medienpädagogischer Forschung dar, anschaulich belegt durch forschungspraktische Beispiele.
Paus-Haase, Ingrid/Lampert, Claudia/Süss, Daniel (Hg.) (2002): Medienpädagogik in der Kommunikationswissenschaft. Positionen, Perspektiven, Potenziale. Wiesbaden: Westdeutscher Verlag.
Der Band sammelt Fachbeiträge zu einer aktuellen Standortbestimmung der Medienpädagogik im Zusammenhang von Kommunikationswissenschaft, Erziehungswissenschaft und Philosophie, angeregt und zusammengestellt von der Fachgruppe „Medienpädagogik“ der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft. Die Herausgeber knüpfen damit an Bemühungen von 1978/1979 an, als es zu einer ersten Tagung der DGPuK „Medienpädagogik und Kommunikationslehre“ gekommen war.
Schell, Fred/Stolzenburg, Elke/Theunert, Helga (Hg.) (1999): Medienkompetenz. Grundlagen und pädagogisches Handeln. München: kopaed.
Bei Medi@culture Online (Auszug): http://www.mediaculture-online.de/Autoren_A-Z.253+M543dd0e78fd.0.html
Vorträge einer vom JFF durchgeführten Tagung (September 1998) zur altersspezifischen Ausprägung von Medienkompetenz, zu möglichen Orten und didaktischen Formen ihrer Vermittlung, zur Qualifizierung derer, die Medienkompetenz in Bildungszusammenhängen vermitteln sollen. Eine breite Übersicht, unter Einschluss von Forschungsergebnissen.
Schorb, Bernd (1995): Medienalltag und Handeln. Medienpädagogik im Spiegel von Geschichte, Forschung und Praxis. Opladen: Leske + Budrich.
Der Leipziger Professor für Medienpädagogik und Weiterbildung führt sein Werk ein mit einem Kapitel zur Geschichte der Medienpädagogik, skizziert im folgenden die aktuelle Herausforderung durch IuK-Techniken, listet dann Ergebnisse der Forschung im Feld Jugend/ Medien auf und schließt mit dem Hinweis auf ‚handelndes Lernen’ als Weg Jugendlicher zur Medienkompetenz.
Süss, Daniel (2004): Mediensozialisation von Heranwachsenden. Dimensionen – Konstanten – Wandel. Wiesbaden: vs.
Die Habilitationsschrift des Zürcher Psychologen, Publizistikwissenschaftlers und Medienpädagogen entwickelt eine Mediensozialisationstheorie, die Konzepte der Sozialisation, des gesellschaftlichen Wandels und des Wandels im Medienumfeld während der vergangenen rund 30 Jahre (Schweiz) integriert. Aus dem Vergleich der Mediensozialisation von drei Generationen werden Konstanten und Wandel herausgearbeitet.
Wagner, Wolf-Rüdiger (2004): Medienkompetenz revisited. Medien als Werkzeuge der Weltaneignung: ein pädagogisches Programm. München: kopaed.
Mit vielen anschaulichen Beispielen aus der Technikgeschichte zeigt der Leiter der Projektgruppe „n-21: Niedersachsen online“ im Niedersächsischen Kultusministerium“, dass der Gegenstandsbereich von Medienkompetenz erheblich weiter ist, als eine auf Massen- und Unterhaltungsmedien fixierte Medienpädagogik glauben machen möchte. Durch die technische Integration werden Medien zusammengeführt, in denen sich Programme zur Aneignung von „Wirklichkeit“ materialisieren. Diese Einsicht ist für die medienpädagogische Programmatik nach PISA von erheblicher Bedeutung, insbesondere für die pädagogische Arbeit mit online-Medien.
Aufenanger, Stefan/Six, Ulrike (Hg.) (2001): Handbuch Medien: Medienerziehung früh beginnen. Themen, Forschungsergebnisse und Anregungen für die Medienbildung von Kindern. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.
Medienerziehung in Kindergarten und Schule: 17 kompetente AutorInnen beschreiben dies zunehmend als wichtig erkannte Feld.
Baacke, Dieter/Kornblum, Susanne/Lauffer, Jürgen/Mikos, Lothar/Thiele, Günter A. (Hg.) (1999): Handbuch Medien: Medienkompetenz. Modelle und Projekte. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.
Ein umfassender Überblick über Praxisfelder, sowohl – im Teil A – in größeren Zusammenhängen von zentralen Begriffen, Geschichte und Theorie der Medienpädagogik als auch – im Teil B - mit Berichten über einzelne Projekte, Initiativen und Institutionen, in alphabetischer Reihenfolge.
Eder, Sabine/Robom, Susanne (Hg.) (2004): Video, Compi & Co. Über den Einsatz von Medien in der Kita. Bielefeld: GMK.
Im Kontext eines Fortbildungsangebots für ErzieherInnen in Nordrhein-Westfalen (Blickwechsel e.V., und ein kompetent besetzter Beirat) ist diese Zusammenstellung von grundsätzlichen Überlegungen, Berichten, Tipps und Materialzusammenstellungen für diverse Medien entstanden.
Herzig, Bardo (Hg.) (2001): Medien machen Schule. Grundlagen, Konzepte und Erfahrungen zur Medienbildung. Bad Heilbrunn: Klinkhardt.
14 Autoren widmen Gerhard Tulodziecki zum 6o. Geburtstag Beiträge zum Zusammenhang von Medien und Schule. Teil I (Mediendidaktik und Medienerziehung) mit Beiträgen von Hagemann, Kerres, Weidenmann, Sacher, Herzig und Doelker; Teil II (Medien, Bildung und Schule) von Rolff, Brockmeyer, Schnoor und Engelen; zum Teil III (Medien, Erziehungswissenschaft und Lehrerbildung) tragen bei: Aufenanger, Spanhel, Blömeke und Lenhard.
Kamp, Ulrich/Studthoff, Alex (Hg.) (2003): Offene Kanäle. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.
Aktualisierte und erweiterte Fassung der ersten Ausgabe 1997, teils auf Papier und CD-ROM, teils nur auf CD-ROM. Den Löwenanteil der Texte machen Berichte über einzelne Offene Kanäle aus, ergänzt um Grundsatz- und Überblicksartikel. Informativ ein Poster mit Überblick über die gesetzlichen Regelungen und Satzungen unter Einbeziehung neuer Formen sowie von Aus- und Fortbildungskanälen, Stand 30.10. 2002.
Niesyto, Horst (2000): Medienpädagogik und soziokulturelle Unterschiede. Eine Studie zur Förderung der aktiven Medienarbeit mit Kindern und Jugendlichen aus bildungsmäßig und sozial benachteiligten Verhältnissen. Baden-Baden/Ludwigsburg: Studie im Auftrag des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest unter Mitarbeit von Inge Bozenhardt, Karin Eble, Karl-Heinz Roller.
Ergebnisse von Leitfadeninterviews mit 71 ExpertInnen der aktiven Medienarbeit in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, zu Erfahrungen mit schulischer und vor allem außerschulischer Jugendarbeit. Fragen: Welche Zugänge zu den Angeboten sind wichtig? Schwerpunkte und Formen der Kompetenzbildung? Welche Vermittler sind erforderlich? Welche infrastrukturellen Voraussetzungen müssen gegeben sein?
Schell, Fred (1999): Aktive Medienarbeit mit Jugendlichen. Theorie und Praxis. München: kopaed (3. Auflage).
Die Dissertation (1. Auflage 1989) des Geschäftsführers des JFF, München, behandelt exemplarisch ein wichtiges Praxisfeld handlungsorientierter Medienpädagogik. Diese wird im ersten Kapitel historisch eingeordnet und im zweiten Kapitel theoretisch, als Bereich pädagogischer Jugendforschung dargestellt. Handelndes Lernen, exemplarisches Lernen und Gruppenarbeit werden schließlich im dritten Kapitel als Prinzipien aktiver Medienarbeit erläutert.
Bechdolf, Ute (1999): Puzzling Gender. Re- und De-Konstruktionen von Geschlechterverhältnissen im und beim Musikfernsehen. Weinheim: Deutscher Studien Verlag.
Die Tübinger Dissertation der Autorin - jetzt Direktorin des Deutsch-Amerikanischen Kulturinstituts Tübingen – verbindet Textanalyse und Rezeptionsforschung zur Beantwortung der Frage, wie Geschlecht im Prozeß des Musikfernsehens hergestellt wird. Geschlecht wird dabei als kulturell konstruiert und gleichzeitig als lebensbestimmende Kategorie angesehen.
Beinzger, Dagmar/Eder, Sabine/Luca, Renate/Röllecke, Renate (Hg.) (1998): Im Wyberspace. Mädchen und Frauen in der Medienlandschaft. Bielefeld: GMK.
Der Sammelband enthält die Vorträge des „Forum Kommunikationskultur“ 1997 der GMK. Die Darstellung unterschiedlicher Zugänge zum Thema „Mädchen und Medien“ sollen den Transfer zwischen Forschung und Praxis befördern. Von theoretischen Ansätzen wird ein Bogen geschlagen über empirische Befunde bis hin zu Praxisberichten aus der medienpädagogischen Arbeit mit Mädchen und Frauen und von Medienschaffenden.
Charlton, Michael/Neumann-Braun, Klaus/Aufenanger, Stefan/Hoffmann-Riem, Wolfgang u.a. (1995): Fernsehwerbung und Kinder. Das Werbeangebot in der Bundesrepublik Deutschland und seine Verarbeitung durch Kinder. Bd. 1: Das Werbeangebot für Kinder im Fernsehen. Bd.2: Rezeptionsanalyse und rechtliche Rahmenbedingungen. Opladen: Leske+Budrich.
Die umfangreiche Studie im Auftrag der Landesanstalt für Rundfunk (LfR) Nordrhein-Westfalen trägt der Tatsache Rechnung, dass Kinder mit der Kommerzialisierung des Rundfunks zunehmend Adressaten von Werbung wurden. Ziel der Studie ist es nicht nur, den Stand des Problems umfassend darzustellen und juristische Rahmenbedingungen zu untersuchen, sondern auch medienpädagogischen und juristischen Handlungsbedarf zu signalisieren.
Doelker, Christian (2002): Ein Bild ist mehr als ein Bild. Visuelle Kompetenz in der Multimedia-Gesellschaft. Stuttgart: Klett-Cotta (3., durchgesehene Auflage).
Visuelle Sprache ist lernbar, der langjährige Leiter des AVZ des Pestalozzianum in Zürich legt dazu eine reich bebilderte umfassende Bildgrammatik vor. Das erste Kapitel legt die Grundlagen mit Ausführungen über die Bildsprache in der Multimedia-Gesellschaft, das zweite unterscheidet etliche Bedeutungsebenen des Bildes. Im dritten Kapitel beschreibt der Autor Bildkompetenz als ‚Bilder lesen’ und ‚Bilder schreiben’, wobei das Vergnügen bei beidem nicht unterschlagen wird..
Fritz, Jürgen/Fehr, Wolfgang (Hg.) (2003): Computerspiele. Virtuelle Spiel- und Lernwelten. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.
Aktualisierung in Form von Buch und CD-ROM des Bandes derselben Herausgeber von 1997: Informationen von 16 AutorInnen zu allen Aspekten von Computerspielen: Verschränkung mit der Lebenswelt von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen; Wesen und Erscheinungsformen; Computerspiele im Netz; Markt; Faszination, Wirkungen; Aggression, Gewalt und Krieg; Pädagogische Antworten.
Götz, Maya (Hg.) (2002): Alles Seifenblasen? Die Bedeutung von Daily Soaps im Alltag von Kindern und Jugendlichen. München: kopaed.
Bei Medi@culture Online (Auszüge): http://www.mediaculture-online.de/Autoren_A-Z.253+M58fefc70a2d.0.html, http://www.mediaculture-online.de/Autoren_A-Z.253+M5b98d604a11.0.html,
Die Studie des Internationalen Zentralinstituts für das Jugend- und Bildungsfernsehen geht der Bedeutung von Soaps für 6 – 19Jährige – vor allem Mädchen – nach. Kinder und Jugendliche, die Soaps regelmäßig sehen, wurden schriftlich oder mündlich befragt, Gruppendiskussionen und Einzelfalluntersuchungen (über 300) ergaben zehn typische Aneignungsmuster.
Gottberg, Joachim von/Mikos, Lothar/Wiedemann, Dieter (Hg.) (1997): Kinder an die Fernbedienung. Konzepte und Kontroversen zum Kinderfilm und Kinderfernsehen. Berlin: Vistas.
Der Sammelband mit Beiträgen von über 30 AutorInnen entstand aus einer Tagung der GMK in Potsdam (1996). Auf drei grundsätzliche Beiträge zum Thema „Kinder und Medien“ (Baacke, Wiedemann, Mikos) folgen diese Kapitel: ‚Kinder als Zielgruppe – Spartenkanäle und Kinderkino’; ‚Medienkompetenz als Erziehungsziel – Jugendschutz und Pädagogik als Partner der Kinder’; ‚Kinderfernsehen und Qualität – Erwartungen von Kindern und Erwachsenen’ und schließlich: ‚Kinderfernsehen – ein Generationsproblem?’
Kübler, Hans-Dieter (2002): Medien für Kinder. Von der Literatur zum Internet-Portal. Ein Überblick. Wiesbaden: Westdeutscher Verlag.
Einem einleitenden Stichwort zum Thema folgen Kapitel zum aktuellen Stand in folgenden Bereichen: Literatur, Theater, Presse, Comics, Film, Funk, Tonträger, Fernsehen, Video/DVD/CD-ROM, Video- und Computerspiele, Internet und Multimedia. Ein abschließendes Kapitel betrachtet die Kindermedienforschung ‚zwischen pädagogischer Fürsorge und kommerziellem Marketing’.
Moser, Sonja/Dreyer, Klaus (Hg.) (2001): Im Netz werken. Kinder- und Jugendprojekte rund ums Internet. München: kopaed.
Die Dokumentation von über zehn Internet-Projekten verschiedener Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit in Verbindung mit der Stadt München zeigt die Vielfalt und Praxisnähe solcher Initiativen.
Paus-Haase, Ingrid/Hasebrink, Uwe/Mattusch, Uwe/Keuneke, Susanne/Krotz, Friedrich (1999): Talkshows im Alltag von Jugendlichen. Der tägliche Balanceakt zwischen Orientierung, Amüsement und Ablehnung. Schriftenreihe Medienforschung der Landesanstalt für Rundfunk (LfR) Nordrhein-Westfalen, Bd. 32. Opladen: Leske+Budrich.
Eine breit angelegte Studie im Auftrag zweier Landesmedienanstalten (LfR, LPR) im Kontext öffentlicher Debatten um die daily talks 1998/99. Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren äußern sich selbst zu ihrem Umgang mit diesen Programmen; dieser wird sehr differenziert erfasst und in den sozialen Kontext eingeordnet. Auf dieser Grundlage wird untersucht, ob ein Zusammenhang zwischen Talkshow-Nutzung und Realitätswahrnehmung besteht und ggf. welcher.
Pöttinger, Ida (2002): Lernziel Medienkompetenz. Theoretische Grundlagen und praktische Evaluation anhand eines Hörspielprojekts. München: koaed. 2., unveränderte Auflage.
Die Autorin beschreibt den Prozess des Erwerbs von Medienkompetenz durch Grundschulkinder im Rahmen handlungsorientierten Medienunterrichts. Dies wird eingerahmt durch Darstellungen der Hörfunkkassetten-Nutzung von Kindern und kindbezogener Rezeptionsforschung, ferner werden Möglichkeiten und Grenzen schulischer Medienerziehung erörtert.
Rogge, Jan-Uwe (1999): Kinder können fernsehen. Vom Umgang mit der Flimmerkiste. Reinbek: rororo (überarbeitete und erweiterte Neuausgabe).
Der Klassiker aktueller Fernsehratgeber für Eltern schöpft aus Erfahrungen mit Projekten medienbezogener Familienforschung und –beratung. Grundsätzlich setzt der Autor auf die erprobte uznd belegte Medienkompetenz von Kindern, weist aber auch auf Überforderungen und Gefährdungen von Kindern bei der Fernseh-Rezeption hin.
Röll, Franz Josef (1998): Mythen und Symbole in populären Medien. Der wahrnehmungsorientierte Ansatz in der Medienpädagogik. Frankfurt a. M.: Gemeinschaftswerk der Evang. Publizistik.
Bildkommunikation wird im kommunikativen Alltag immer bedeutender. Beispielhaft weist der Autor in seiner Bielefelder Dissertation symbolische Subtexte in Spielfilm, Videoclip. Werbung, Videokunst, Computeranimation und in der Musik nach. Wege zu kompetentem Umgang mit Symbolen und mythischen Botschaften werden gewiesen.
Theunert, Helga/Schorb, Bernd (Hg.) (1996): Begleiter der Kindheit. Zeichentrick und die Rezeption durch Kinder. München: R. Fischer.
Die Herausgeber, unterstützt durch Beiträge von Dörte Petersen und Petra Best, beschreiben im Auftrag der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) die Bedeutung von Cartoons für Kinder aus Bayern zwischen 4 und 14 Jahren. Der Exploration des Themas durch eine Befragung von über tausend Kinder dieses Alters folgte eine Untersuchung zu Rezeptionsweisen von 56 Kindern von 7 bis 11 Jahren, dann wurde eine Gruppe von 53 Kinder von 4 bis 6 Jahren untersucht. Für medienpädagogische Forschung besonders wichtig das letzte Kapitel, zum „kontextuellen Verstehen“ von Medienaneignung.
Schill, Wolfgang/Linke, Jürgen/Wiedemann, Dieter (Hg.) (2004): Kinder & Radio. München: kopaed.
Folgeband des von Schill und Baacke herausgegebenen Bandes „Kinder und Radio“ (Frankfurt: GEP 1996). Kernbestand der verschiedenen Beiträge zu dem Buch sind Vorträge und Diskussionen einer Berliner Fachtagung im September 2003. Die Forderung der GMK nach einem bundesweiten Kinderradio wird nach programmlichen, ökonomischen und medienpolitischen Gesichtspunkten diskutiert. Die aktuellen Konzeptionen der Kinderfunk-Redaktionen werden vorgestellt. Beiträge zur Bedeutung auditiver Medien im Leben von Kindern runden das Bild ab.
Schindler, Wolfgang/Bader, Roland/Eckmann, Bernhard (Hg.) (2001): Bildung in virtuellen Welten. Praxis und Theorie außerschulischer Bildung mit Internet und Computer. Frankfurt: Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik.
Bei Medi@culture Online (Auszüge): http://www.mediaculture-online.de/Autoren_A-Z.253+M56ee794793a.0.html, http://www.mediaculture-online.de/Autoren_A-Z.253+M5373d416d0e.0.html, http://www.mediaculture-online.de/Autoren_A-Z.253+M5b70eb68150.0.html
Das Spektrum der im Buch in 46 Beiträgen behandelten Handlungsansätze reicht von Projekten in der Jugendarbeit über die Entwicklung virtueller Gemeinschaften und Räumen der Jugendarbeit im Netz bis zu Wechselwirkung solcher Praxis mit der Organisationsentwicklung der anbietenden Institutionen und zur Entwicklung pädagogischer Kompetenz in Sachen Computermedien.
Pres, Uta/Frey, Andreas (2002): Fernsehen als Thema in der Grundschule. Leitfaden mit Un- terrichtseinheiten. München: kopaed.
Eingeleitet von Überlegungen zu den Themen „Kinder in der Medienwelt“, „Umgang mit dem Fernsehen“, „Tipps für Elternabende“ werden vier Unterrichtsmodelle zum Thema „Fernsehen“ für die Klassen 1 und 2 der Grundschule vorgestellt. Ein Anhang enthält Anregungen für Diskussionen mit Eltern und Expertenantworten (gesammelt vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest) auf häufig gestellte Fragen von Eltern zum Fernsehen der Kinder.
Röll, Franz Josef (2003): Pädagogik der Navigation. Selbstgesteuertes Lernen durch Neue Medien. München: kopaed.
Zum selbstgesteuerten Lernen zu befähigen ist das Ziel der „Pädagogik der Navigation“. Vielschichtige Problemlösungskonpetenz und mentale Beweglichkeit sind in der Wissensgesellschaft gefragt. Am Beispiel unterschiedlicher Zielgruppen (Kindergarten, außerschulische Bildung, Schule und Hochschule) wird ein auf sinnlich-ästhetischen Kriterien basierendes Computer-Lernkonzept entwickelt.
Tulodziecki, Gerhard/Herzig, Bardo (2002): Computer & Internet im Unterricht. Medienpädagogische Grundlagen und Beispiele. Berlin: Cornelsen Scriptor.
Die beiden Autoren von der Universität Paderborn, mit großer Erfahrung aus Medienprojekten in Schule und Lehrerbildung, präsentieren Möglichkeiten einer didaktisch begründeten Verwendung von Computer und Internet, in Fortsetzung früherer Bemühungen um eine handlungstheoretisch begründete Medienpädagogik und –didaktik. Geeignet auch als Nachschlagewerk, mit Literaturempfehlungen und Internetadressen.
Barsch, Achim/Erlinger, Hans Dieter (Hg.) (2002): Medienpädagogik. Eine Einführung. Stuttgart: Klett-Cotta.
Barsch und Erlinger haben ihre Einführung auf die Bereiche Medientheorie, Mediensystem und weitere aktuelle Themen wie „Gewalt in den Medien“, „Fernsehen und Lesen“ sowie „Kinderkultur“ etc. fokussiert. Damit richtete sich ihr Buch vor allem auch an diejenigen, die Medienpädagogik als integrierte Medienerziehung im Deutschunterricht verstehen und dazu ausbilden wollen. Der kommentierte Reader stellt weitere Standardtexte aus den o. a. Bereichen zur Verfügung.
Belgrad, Jürgen/Niesyto, Horst (Hg.) (2001): Symbol: Verstehen und Produktion in pädagogischen Kontexten. Baltmannsweiler: Schneider-Verlag Hohengehren.
In diesem fächerübergreifenden Band geht es um das Symbol, das Zeichen als Grundbestandteil menschlicher Ausrucksfähigkeit. Von seinen Ursprüngen, von seiner Bedeutung für den Mensch als animal symbolicum im Kontext seiner Identitätsbildung ausgehend, sucht dieser Band einen Einblick zu geben in theoretische Grundlagen und praxisbezogene Untersuchungen. Es geht darum, Ausdruck zu verstehen. Im Fokus stehen Kinder und Jugendliche und ihre kreative, multimediale Kommunikation in unterschiedlichen Symbolbereichen. Diese können sich auf den traditionellen Lyrikunterricht beziehen oder auf Werbung, Kleidung und Alltagshandeln, z.B. Begrüßungsformen. Die Bedeutung dieses Bandes liegt darin, den kleinsten gemeinsamen Nenner zwischen Lesen und Mediennutzen – nämlich die symbolische Dekodierung – auf eben diesem Nenner zu erklären und damit im Sinn einer Relativierung und Differenzierung im Spannungsfeld zwischen Lesekompetenz und Medienkompetenz vermittelnde Position zu beziehen.
Bogdal, Klaus-Michael/Korte, Hermann (Hg.) (2002): Grundzüge der Literaturdidaktik. München: dtv.
In diesem Handbuch wird der derzeitige Forschungs- und Handlungsstandpunkt der Literaturdidaktik deutlich – und damit auch die Rolle, die Medienerziehung dabei spielt. In expliziten (Wermke und Kern) und impliziten Verweisen (z. B. im Kontext von Unterricht mit Romanen und Erzählungen) wird auch der mögliche Umgang mit Medien im Deutschunterricht dargestellt.
Ewers, Hans-Heino (Hg.) (2002): Lesen zwischen Neuen Medien und Pop-Kultur. Kinder- und Jugendliteratur im Zeitalter multimedialen Entertainments. Weinheim/München: Juventa.
Ewers und seine Mitarbeiterin Andrea Weinmann setzen sich unter Berücksichtigung der Kultursoziologie in einem ersten Teil zunächst mit den theoretischen Grundlagen und historischen Voraussetzungen der neuen Pop-Kultur im 21. Jahrhundert auseinander. Ein zweiter Teil widmet sich aktuellen Fallstudien zu gegenwärtigen Medienangeboten. Versucht werden soll hier, die Position der Kinder- und Jugendliteratur im Umfeld der multimedialen Eventkultur neu zu bestimmen. Die Perspektive für die Deutschdidaktik leitet sich als Konsequenz daraus ab: Welche Rolle kann und soll die Schule einnehmen, um Orientierung zu bieten ohne die Jugendkultur zu zerstören?
Frederking, Volker/Josting, Petra/Wermke, Jutta (Hg.) (2002): Medien im Deutschunterricht 2002. München: kopaed.
Im Zentrum des Jahrsbandes der AG-Medien standen 2002 „Literatur und Medien“. Die verschiedenen Autorinnen und Autoren dieses Bandes versuchen, ausgehend vom Verständnis einer integrativen Medienerziehung neue Modelle und Ideen für den Deutschunterricht zu präsentieren. Literaturhistorische und didaktische Überlegungen zur Verbindung von Literatur und Medien für alle kinder- und jugendlichen Lesealtersstufen finden Berücksichtigung und werden ergänzt durch Berichte über verschiedene medienerzieherische Unterrichtsprojekte. Auch die sprachdidaktische Forschung sowie Überlegungen zur informationstechnischen Grundbildung finden sich repräsentiert. Für die Praxis des medienorientierten Deutschunterrichts besonders nützlich ist die Linkliste für DeutschlehrerInnen, die Daniela Menke und Maren Steinhoff zusammengestellt haben: Institutionen (wie den Arbeitskreis für Kinder und Jugendliteratur oder die Stiftung Lesen) sind hier ebenso verzeichnet wie Nachschlagewerke und Textsammlungen, Materialien für den Deutschunterricht und gelungene Internetseiten und Suchmaschinen (z. B. Blinde-Kuh) für Kinder- und Jugendliche.
Groeben, Norbert/Hurrelmann, Bettina (Hg.) (2002): Medienkompetenz. Voraussetzungen, Dimensionen, Funktionen. Weinheim/München: Juventa.
Der Band zur Medienkompetenz gehört in die Reihe zu Lesesozialisation und Medien und wird ergänzt durch den Band zur Lesekompetenz (dies., 2002, Lesekompetenz. Bedingungen, Dimensionen, Funktionen, ebd.). Die Herausgeber systematisieren die verschiedenen Beiträge zunächst historisch: sie betrachten die Entwicklung der literarischen Sozialisation von der Lese- zur Medienkompetenz. In einem zweiten Teil wird dann näher darauf eingegangen, was überhaupt unter Medienkompetenz zu verstehen ist. Ein dritter Teil beschäftigt sich mit empirischen Validierungsperspektiven – wobei Aspekte der Mediennutzung im Kontext allgemeiner Sprach- und Leseentwicklung beleuchtet werden, wie auch das Problem der Realitäts- und Fiktionsunterscheidung, das nicht nur für moderne Medien, sondern gleichsam im Kontext der traditionellen Leseforschung ein wichtiges Thema darstellt.
Hurrelmann, Bettina/Becker, Sabine (Hg.) (2003): Kindermedien nutzen. Medienkompetenz als Herausforderung für Erziehung und Unterricht. Weinheim: Juventa.
Ausgehend von der Lesekompetenz als Basiskompetenz versuchen die Herausgeberinnen, auf ein allgemeines Konzept von Medienkompetenz hinzuarbeiten, das an der prozessualen Struktur von Medienhandeln orientiert ist. Sie fragen dazu zunächst, nach den produktiven Möglichkeiten, die moderne Kindermedien auch für unterrichtliches Lernen bieten. Auffällig ist hier der integrative Aspekt: Es geht oft um medienübergreifende Fragestellungen: Merchandising und Literaturunterricht, verfilmte Figuren – Hindernisse oder Begleiter auf dem Weg zum Buch, Kinderliteratur im Internet, Spielgeschichten auf CD-ROMs. Deutlich ist, dass als Grundlage medialer Kompetenz auf das Lesen und Schreiben nicht verzichtet werden kann – aber die Autoren und Autorinnen stellen sich den veränderten Rezeptionsanforderungen der neuen Medien und suchen sie produktiv in didaktische Überlegungen mit einzubeziehen.
Kepser, Matthias (1999): Massenmedium Computer. Ein Handbuch für Theorie und Praxis des Deutschunterrichts. Bad Krozingen: D-Punkt.
Kepser analysiert in seinem Handbuch die Rolle des Computers im Deutschunterricht. Dabei betrachtet er sowohl die technischen Möglichkeiten des Computers als Schreib- und Arbeitsgerät als auch die unterschiedlichen Standpunkte im Kontext des Faches Deutsch, von denen aus der Computer im Unterricht eingesetzt wird. Er unterscheidet hier die kommunikationswissenschaftliche, literaturwissenschaftliche, medienpädagogische und deutschdidaktische Perspektive. Zusätzlichen didaktischen Wert erhält sein Buch durch verschiedene Unterrichtsvorschläge und eine – wenngleich inzwischen schon teilweise überholte – Übersicht über Software und Internetadressen zum Thema.
Richter, Karin/Riemann, Sabine (Hg.) (2000): Kinder – Literatur „neue Medien“. Baltmannsweiler: Schneider-Verlag Hohengehren.
Die Herausgeberinnen zeigen schon durch die Wahl der Autorinnen und Autoren ihre medienübergreifende Intention: Von der Kulturwissenschaft, Medienforschung über Experten zur Kinder- und Jugendliteratur und dem Unterricht mit derselben bis hin zu denen, die Kinder- und Jugendliteratur selbst schreiben reicht die Bandbreite. Es geht um die Stellung von Kinder- und Jugendliteratur im Medienverbund und die Notwendigkeit einer medienübergreifenden pädagogischen Zusammenarbeit. Frontstellungen zwischen den Traditionalisten und hypermedialen Postmodernisten sind im Sinne einer zeitgemäßen Enkulturation zu überwinden. Richter und Riemann zeigen in ihren Beispielen, dass die Alltagspraxis hier teilweise weiter ist als die Unterrichtspraxis, und will Möglichkeiten von Anknüpfungen aufzeigen – von „alten Genres“ in „neuen Medien“.
Wermke, Jutta (1997): Integrierte Medienerziehung im Fachunterricht. Schwerpunkt: Deutsch. München: kopaed.
Wermke zeigt in diesem Band, wie Medienerziehung nicht als eigenes Fach, sondern integriert in den „traditionellen“ Deutschunterricht betrieben werden kann. Sie zeigt auf, welche Möglichkeiten zu erweiterten Lernzielen sich durch eine integrierte Medienerziehung bieten. Dabei wird besonders auf die Lese- und Hörerziehung fokussiert. Wermkes Buch erhält aktuell wieder besondere Brisanz, da Schulen ihre eigenen Curricula entwerfen müssen. Für eine lernzielorientierte Verankerung von Medienerziehung im Deutschunterricht unter Aufrechterhaltung auch „traditioneller“ Kompetenzen wird hier Argumentationshilfe geleistet.
Beuscher, Bernd (1999): Remedia. Religion – Ethik – Medien. Ein religionspädagogischer Entwurf einer Theologie der Medien. Norderstedt: Books on Demand.
Das Buch will grundlegend die (quasi-)religiöse Dimension der Multi-Media-Welt erschließen und zu einem theologisch fundierten konstruktiv-kritischen pädagogischen Umgang mit ihr anregen. Trotz deutlich akzentuierter Kritik an der „Dingreligion“ mit ihrem Wahn der technischen Machbarkeit gelingenden Lebens geht es dem Verf. darum, die Chancen der Medien – gerade auch für eine ideologie- und technologiekritische Sicht der Wirklichkeit – zu schätzen und medienpädagogisch „das Ein- und Aussteigen in und aus unseren Fiktionen und Imaginationen zu üben“.
Böhm, Uwe/Buschmann, Gerd (2002): Popmusik – Religion – Unterricht. Modelle und Materialien zur Didaktik von Popularkultur, überarbeitete und ergänzte Auflage mit einem Literaturbericht von Manfred L. Pirner (= Symbol – Mythos – Medien 5). Münster: LIT.
Eine Zusammenstellung von Beiträgen im Schnittfeld von hermeneutisch-handlungsleitender Theorie und schulisch-religionsunterrichtlicher Praxis. Besonders interessant eine kleine empirische Studie zum Interesse von Schüler/innen an Popmusik im Religionsunterricht. Die Beiträge sind hilfreich nach bibelorientierten und problemorientierten Themen geordnet.
Buschmann, Gerd/Pirner, Manfred L. (2003): Werbung, Religion, Bildung. Kulturhermeneutische, theologische, medienpädagogische und religionspädagogische Perspektiven (= Beiträge zur Medienpädagogik 8). Frankfurt a.M.: GEP.
Das Buch verbindet konzeptionell-grundlegende Perspektiven mit thematisch orientierten Interpretationen von Werbemotiven und didaktischen Anregungen für den Unterricht.
Gottwald, Eckart (2000): Didaktik der religiösen Kommunikation. Die Vermittlung von Religion in Lebenswelt und Unterricht. Neukirchen-Vluyn: Neukirchener.
Der Verf. entwirft ein religionspädagogisches Konzept, welches konsequent von der Lebenswelt der Schüler/innen ausgeht und hier insbesondere deren Prägung durch die Alltagsmedien Beachtung schenkt. Die Basis dazu bilden Überlegungen zum Zusammenhang zwischen Kommunikation und Religion, die Konkretionen werden bis in Aspekte interreligiösen Lernens hinein ausgezogen.
Gutmann, Hans-Martin (1998): Der Herr der Heerscharen, die Prinzessin der Herzen und der König der Löwen. Religion lehren zwischen Kirche, Schule und populärer Kultur. Gütersloh: Gütersloher.
Das Buch ist fast schon ein „Klassiker“ der religionspädagogischen Beschäftigung mit der populären (Medien-)Kultur. Kinofilme, Tagesschau und Internet werden unter mythos-, ritual- und religionstheoretischer Perspektive analysiert. Die in der Medienwelt wahrnehmbare „Macht der Symbole“ stellt nach Meinung des Verf. einseitige Individualisierungsthesen in Frage und fordert Religionsunterricht und Kirche in besonderer Weise heraus.
Henning, Karsten/Steib, Rainer (1997): Leitfaden Medienarbeit. Erfahrungsorientierte Medienpraxis für Religionsunterricht und Bildungsarbeit. München: Don Bosco.
Ein praxisorientiertes Buch, das aus der medienpädagogischen Arbeit im Kontext kirchlicher Medienzentralen entstanden ist, das gleichwohl immer wieder auch hilfreiche und sehr sachgemäße theoretische Grundlagenperspektiven einfließen lässt.
Mertin, Andreas (1999): Videoclips im Religionsunterricht. Eine praktische Anleitung zur Arbeit mit Musikvideos. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.
Sämtliche „Mertin-Bücher“ bei Vandenhoeck (s. auch die beiden nächsten Titel) enthalten gute grundlegende, religionspädagogisch wie medienpädagogisch reflektierte Einführungen sowie anregende Bausteine für die religionsunterrichtliche Praxis. Zu jedem Buch wird auf den Internetseiten des Verlages eine Link-Liste mit zusätzlichen Hinweisen und Materialien angeboten.
Mertin, Andreas (2000): Internet im Religionsunterricht. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.
Mertin, Andreas/Futterlieb, Hartmut (2001): Werbung als Thema des Religionsunterrichts. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.
Pirner, Manfred L. (2001): Fernsehmythen und religiöse Bildung. Grundlegung einer medienerfahrungsorientierten Religionspädagogik am Beispiel fiktionaler Fernsehunterhaltung (= Beiträge zur Medienpädagogik 7). Frankfurt/M.: GEP.
Auch wenn sich das Buch exemplarisch auf Fernsehfilme und –serien konzentriert, bietet es eine grundlegende Einführung in das Verhältnis von Medienpädagogik und Religionspädagogik sowie eine Bestandsaufnahme des gegenwärtigen Diskussionsstands (Literatur!). Unter Einbeziehung der Medienrezeptionsforschung und in der Auseinandersetzung mit medienpädagogischen Positionen wird ein religionspädagogisches Konzept entwickelt, das über das Fernsehen hinaus relevant sein kann.
Pirner, Manfred L./Breuer, Thomas (Hg.) (2004): Medien – Bildung – Religion. Zum Verhältnis von Medienpädagogik und Religionsunterricht in Theorie, Empirie und Praxis. München: kopaed.
Dokumentation einer Fachtagung an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg im September 2003. Überlegungen zu Berührungspunkten und möglichen Kooperationsfeldern von Medienpädagogik und Religionspädagogik werden ergänzt durch Forschungs- und Praxisberichte.
Wörther, Matthias (1993): Vom Reichtum der Medien. Theologische Überlegungen – Praktische Folgerungen. Würzburg: Echter.
Ein Plädoyer für die theologisch-pädagogische Wahrnehmung des „Reichtums“ der Medien im Kontrast zum bisherigen medienkritischen theologischen mainstream. Der Verf. schenkt v.a. konstruktivistischen Perspektiven besondere Beachtung und versteht es, ihre Fruchtbarkeit für die Medienarbeit in Schule und Gemeinde zu erweisen.
Buchloh, Stephan (2002): „Pervers, jugendgefährdend, staatsfeindlich“. Zensur in der Ära Adenauer als Spiegel des gesellschaftlichen Klimas. Frankfurt/New York: Campus.
Dissertation des Münchner Medienwissenschaftlers und Medienpädagogen über die staatlichen Maßnahmen in einem restaurativen Meinungsklima im Bezug auf alle Medien, einschließlich Theater. Eine spannende Geschichte der Gründerjahre der Bundesrepublik anhand ihrer Zensurpraxis.
Hugger, Kai-Uwe (2001): Medienpädagogik als Profession. Perspektiven für ein neues Selbstverständnis. München: kopaed.
Im Anschluss an eine in den frühen 1990er Jahren begonnene Professionalisierungsdiskussion in der Erziehungswissenschaft diskutiert der Autor in seiner Bielefelder Dissertation Aspekte der Professionalität medienpädagogisch Handelnder. Medienpädagogische Professionalität versteht er sozial-bzw. medienökologisch und netzwerk-orientiert.
Neuß, Norbert (Hg.) (2002): Beruf Medienpädagoge. Selbstverständnis – Ausbildung - Arbeitsfelder. München: kopaed.
Bei Medi@culture Online (Auszüge): http://www.mediaculture-online.de/Autoren_A-Z.253+M5f7e270a086.0.html, http://www.mediaculture-online.de/Autoren_A-Z.253+M570809bb8d1.0.html, http://www.mediaculture-online.de/Autoren_A-Z.253+M585a8d0e529.0.html
In Beiträgen verschiedener Autoren werden Praxisfelder der Medienpädagogik und Ausbildungsaspekte beschrieben. Außerdem werden Argumente für und wider ein eigenständiges Berufsbild „Medienpädagoge/Medienpädagogin“ diskutiert.
Die erste Fassung dieser Liste wurde im Jahr 2002 zusammengestellt von Wolfgang Wunden, unterstützt mit Hinweisen und Vorschlägen von Claudia Lampert, Ingrid Paus-Hasebrink und Margrit Witzke. Für die zweite Fassung (2004) steuerten Gudrun Marci-Boehncke (5.2. 1., Fach Deutsch) und Manfred Pirner (5.2.5. Fach Religion) annotierte Listen bei. Die Zusammenstellung der Literatur zu den Fachdidaktiken Kunst, Musik und Politik bleibt als Aufgabe für die nächste Ausgabe (voraussichtlich 2006).
Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Rechteinhabers unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Speicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.