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Autorin: Germann, Stefanie Judith.
Titel: Rundfunk und Internet.
Quelle: Südwestrundfunk (Hrsg.): Öffentlich-rechtlicher Rundfunk in Deutschland. Stuttgart 2006, S. 34-42.
Die Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Herausgebers.
Stefanie Judith Germann
Rundfunk und Internet
Dieses Kapitel gliedert sich in drei Teile. Der eher theoretische Grundlagenteil liefert medienpolitisch relevante Hintergrundinformationen zum Internet allgemein und zum Onlinebereich im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Ziel ist es, nicht nur die Geschichte des Internets zu rekapitulieren, sondern vor allem die Interaktion zwischen dem »neuen« Medium und den »alten« Rundfunkmedien zu verdeutlichen. Somit wird ein Einblick in die neueste Mediendiskussion gegeben, deren Thesen wiederum als Diskussionsgrundlage für den Unterricht nutzbar gemacht werden können. Darauf aufbauend beschreibt der zweite Teil die Produktionsseite, also die konkrete Arbeit einer öffentlich-rechtlichen Internetredaktion.
Der dritte Teil will auf Rezeptionsseite den Nutzern – in diesem Fall Lehrern bzw. Multiplikatoren und Schülern – Hilfestellungen geben, wie sie mit dem neuen Medium kompetent umgehen können. Die Basics wie etwa das Aufrufen einer Site im Internet, der Umgang mit Browsern oder das Verschicken von E-Mails werden dabei als bekannt vorausgesetzt und nicht mehr erläutert. Dagegen stehen Fragen im Vordergrund wie:Woran erkennt man eine gute Website? Wie kommt man im unendlichen Datenozean an glaubwürdige Informationen? Und wieso gibt es den anonymen User nicht? Ein abschließendes Glossar erläutert alle mit einem Pfeil gekennzeichneten Fachbegriffe im Text.
Das Internet (Abkürzung für Interconnected Network) ist eine Art Verbund der Computernetzwerke: ein weltweites, dezentrales Netz aus voneinander unabhängigen Computern, die – zumindest theoretisch – alle miteinander kommunizieren können. Umgangssprachlich wird auch das World Wide Web als Internet bezeichnet, obwohl es nur eine von vielen Unteranwendungen darstellt, nämlich das Aufrufen von Text- und Bildinhalten, die auf einem Server abgelegt sind. Ob allerdings die Wurzeln des Internets tatsächlich schon in den vernetzten Straßen- und Kommunikationssystemen der Chinesen, Assyrer und Römer zu finden sind, wie es einige Enthusiasten behaupten, ist sicher fraglich. Fest steht, dass das Internet von allen Massenmedientechnologien die jüngste ist und sich zugleich am rasantesten fortentwickelt und verbreitet.
Ursprünglich wurde das Internet für militärische Zwecke entwickelt. Anfang der 1960er Jahre, der Eiszeit des Kalten Krieges, gelang es dem US-amerikanischen Verteidigungsministerium, vier Großcomputer zu einem Mininetzwerk zu verknüpfen. Das Ziel war, nicht nur leistungsfähige Rechenmaschinen zu verbinden, sondern die Computer sollten auch zur Kommunikation taugen. Über vergleichsweise primitiven Datenaustausch korrespondierten diese Computer miteinander, deren gigantische Ausmaße ganze Wohnzimmer ausfüllen konnten. Außerdem sollte dieses neue Netzwerk größtmögliche Ausfallsicherheit bieten. Falls ein atomarer Anschlag eine der Leitungen lahm legen würde, sollten die Computer über andere, noch intakte Leitungen weiterfunktionieren.
Die Idee setzte sich durch. Das anfangs grobmaschige, ARPANET (von Advanced Research Project Agency) wuchs im Laufe der Jahre um weitere Knotenpunkte, an die immer mehr Computer andockten. Zunehmend wurde das ARPANET dazu benutzt, auch wissenschaftliche Forschungseinrichtungen miteinander zu verknüpfen – zunächst einige Universitäten in den USA, dann auch weltweit: Im August 1984 landete die erste deutsche E-Mail im virtuellen Briefkasten Karlsruher Professoren.
Seinen globalen Siegeszug trat das Internet im Jahr 1989 vom schweizerischen Genf aus an: Am dortigen Kernforschungsinstitut CERN entwickelte der Forscher Tim Berners-Lee das World Wide Web, kurz WWW mit der Textauszeichnungssprache >HTML. Damit konnten verwandte Inhalte eines Netzwerks verlinkt werden, und selbst Laien gelang es, über eine grafische Oberfläche auf den Inhalt des Internets zuzugreifen. Mit Hilfe von >Webbrowsern navigierte man nun komfortabel durch das mittlerweile schon ziemlich undurchsichtige Datengestrüpp.
Seit der Erfindung des WWW ist die Zahl der miteinander vernetzten Computer (sogenannte Hosts) nahezu explodiert. 1969 waren lediglich vier Universitäten miteinander verbunden, 1977 waren es schätzungsweise mehr als 100 Rechner, zehn Jahre später etwa 30.000 und 1992 wurde erstmals die Millionengrenze überschritten. Ende 2004 nutzten weltweit bereits 934 Millionen Menschen das Internet. In Deutschland sind laut einer Studie von ARD und ZDF mehr als die Hälfte aller Bundesbürger online.
Der Rundfunkbegriff hat sich im Laufe der Jahre genauso verändert wie die Medien, die er beschreibt. Bis in die 1990er Jahre bezeichnete Rundfunk im rechtlichen und wissenschaftlichen Sprachverständnis den Überbegriff der beiden Massenmedien Hörfunk und Fernsehen. Rundfunk gilt technisch betrachtet als das, was wortwörtlich »rund gefunkt« wird – also sich mittels elektromagnetischer Schwingungen über den Äther verbreitet.
Mit dem Aufkommen des Internets als neues Medium erhielten Hörfunk und Fernsehen im allgemeinen Sprachgebrauch das Attribut »klassisch«. Und zusehends zeigte sich, dass auch der damit verbundene klassische Rundfunkbegriff problematisch geworden war. Mehr noch: Die >digitale Revolution hat die alten Beschreibungsparameter des klassischen Rundfunksystems umdefiniert und ein neues Beschreibungsvokabular nötig werden lassen.
Noch vor wenigen Jahren ließen sich die unterschiedlichen Medien leicht nach ihren Empfangsgeräten voneinander unterscheiden. Jedes Medium war mehr oder weniger an ein spezifisches Gerät gebunden: Internet kam aus dem Computer, das Fernsehprogramm aus dem Fernseher und Hörfunk aus dem Radiogerät; man las die Tageszeitung auf Papier und sprach mit Freunden übers Telefon. Heute hat sich dies radikal geändert. Innerhalb kurzer Zeit verschmolzen die unterschiedlichen Medien miteinander zur Multimedialität: Radiosender >streamen mittlerweile ihr Programm im Internet, Handys empfangen mit Internettechnologie Fernsehsignale, Computer werden zu Telefonen usw. Man spricht von der Konvergenz der Medien. Jederzeit ist alles zu empfangen, weltweit, multimedial. Der Nutzer entscheidet, was er sieht, wann er es sieht, und er erwartet die Möglichkeit, auch selbst sofort zu Wort zu kommen, also einen Rückkanal zu nutzen und somit interaktiv zu handeln.

Der
Nutzer entscheidet
Die Geschwindigkeit, mit der immer wieder neue digitale Techniken den Markt überschwemmen, ist enorm. Vermutlich wird es nicht mehr lange dauern, bis ein einzelner winziger Chip alle Medien online abbilden kann. Das Empfangsgerät der Zukunft könnte dann eine Art Alleskönner sein, der dann nur noch nach den spezifischen Vorlieben des Nutzers ausgerichtet ist – also entweder besonders gute Lautsprecher hat für den Hörgenuss, ein großes Display zum Fernsehen oder eine komfortable Tastatur zum Mailen und Telefonieren. In der Konsequenz bedeutet dies, dass online sich eben nicht mehr nur auf Homepages oder E-Mail beschränkt, sondern eine Plattform umschreibt, auf der sich alle Medien abspielen. »Online sein« könnte heißen, an alle erdenklichen Medien angeschlossen zu sein.
Die trennscharfe Unterscheidung zwischen klassischen und neuen Medien scheint also für die aktuelle Diskussion immer weniger sinnvoll. Vielmehr hat man mittlerweile in der Medienwissenschaft den klassischen Rundfunkbegriff zugunsten eines »funktional-dynamischen« modifiziert. Dieser zielt nicht mehr nur auf den technischen Übertragungsweg ab, wie er oben beschrieben wurde, sondern fokussiert den inhaltlichen Auftrag des Rundfunks. Gesetzlich festgeschrieben ist das übrigens im Rundfunkstaatsvertrag. Dort wurde in §11, Abs. 1 mit Wirkung zum 1. April 2004 ausdrücklich mitaufgenommen, dass auch Mediendienste zum inhaltlichen Auftrag des öffentlichrechtlichen Rundfunks gehören und somit ebenfalls »als Medium und Faktor des Prozesses freier individueller und öffentlicher Meinungsbildung« angesehen werden. Onlineangebote unterliegen somit denselben inhaltlichen Grundsätzen wie ihre älteren »Mediengeschwister« Hörfunk und Fernsehen.
Seit Herbst 2004 existiert ein neues Internetformat, das als bestes Beispiel für die oben erwähnte Medienkonvergenz dient: der Podcast. Dieser Begriff setzt sich zusammen aus iPOD, einem MP3-Musikplayer der Firma Apple, und dem englischen Wort für Rundfunk: broadcast. Das Prinzip des Podcasts ist einfach und technisch unaufwendig: Jeder User kann Audiodateien herstellen und diese übers Internet verbreiten; salopp formuliert kann also jeder User Radio machen zu einem Thema seiner Wahl. An Ausstattung braucht man dazu nichts weiter als ein Mikrofon und einen Computer mit Soundkarte. Die aufgenommenen Beiträge werden in das Dateiformat MP3 umgewandelt, in eine Internet-Podcast-Bibliothek gestellt und können kostenlos von jedem Nutzer heruntergeladen werden. Genaue Informationen dazu gibt es unter www.podcasting.de.
Auch in der ARD werden zahlreiche Podcasts zum kostenlosen Download angeboten. Somit wird die gesetzlich festgeschriebene Rundfunkgrundversorgung auch auf den mobilen Bereich ausgeweitet: Wer sich ein »Stück ARD-Programm« auf seinen MP3-Player geladen hat, kann sich egal wann und wo informieren. Auf SWR.de können User beispielsweise Radiosendungen aus der Kulturwelle SWR2, dem Popsender SWR3 und dem Landesradio SWR1 bequem nachhören – wo immer sie sich befinden. Auch tagesschau.de bietet die 20 Uhr-Ausgabe zum Nachhören an.
Die >digitale Revolution ging nicht ohne Unkenrufe vonstatten. Mitte der 1990er Jahre entbrannten hitzige Diskussionen: Kündigt die E-Mail den Tod der Schreibkultur an? Verliert das gedruckte Buch an Bedeutung? Vergleichbare kulturpessimistische Wellen der Entrüstung gab es immer wieder in der Geschichte der Medien, jedoch hat weder die Erfindung der Fotografie die Malerei verdrängt noch das Kino die Bedeutung des Theaters geschmälert. Vielmehr hat sich das >Riepl’sche Gesetz bewahrheitet. Auswirkungen hat es dennoch: Die älteren Medien unterliegen dabei immer einer publizistischen Funktionsverschiebung, und sie ändern ihre ökonomische Struktur. Medienforscher haben herausgefunden, dass das zentrale Motiv der Internetnutzung die Suche nach Informationen ist, sei es über Portale und Suchmaschinen oder über die »Onlinegeschwister« klassischer Print- und Rundfunkangebote. Das Nutzerverhalten im Internet unterscheidet sich somit deutlich vom Fernsehen und Hörfunk, weil das Internet ein aktiveres Mitmachen vom Nutzer verlangt, während man Radio und Fernsehen eher im Hintergrund parallel zu einer anderen Tätigkeit ablaufen lassen kann (gern zitierte Beispiele sind die Radiosendung beim Kochen und die Talk-Show beim Bügeln). Man spricht in diesem Zusammenhang auch treffend von »lean back«- und »lean forward«-Medien. Das beschreibt die Körperhaltung der Rezipienten: Zum Fernsehen und Radiohören lehnt man sich entspannt zurück, während man zum Surfen meist am Schreibtisch sitzt.
Je nach inhaltlicher Ausrichtung eines Onlineauftritts ist auch die Arbeit einer Internetredaktion verschieden – je nachdem, ob sie eine Contentsite produziert oder ein Internetportal pflegt. Der Unterschied lässt sich am ehesten am Beispiel von ARD.de und SWR.de illustrieren.
Die Seite ARD.de ist ein Internetportal, eine Metasite. Ein solcher Seitentyp lässt sich mit dem Foyer eines verschachtelten Bürokomplexes vergleichen, das dem Besucher bei der Orientierung hilft, indem er ihn an die gewünschte Stelle im Gebäude lotst: Der Besucher – in diesem Fall der User – tritt durch das Portal und navigiert danach zur gewünschten Information. So funktioniert auch ARD.de: Hier werden alle öffentlich-rechtlichen Hörfunkwellen, alle Fernsehprogramme, alle Onlineaktivitäten des Senderverbunds gebündelt und thematisch nach Ressorts aufbereitet: Nachrichten, Börse, Ratgeber, Kultur, Boulevard, Kinder und Radio. Die Seite ARD.de ist nötig, weil sich die ARD in neun Landesrundfunkanstalten (LRA) gliedert. Jede dieser LRA erstellt Fernseh-, Hörfunk- und Onlineangebote. Doch nur beim Fernsehen gibt es Das Erste, ein Gemeinschaftsprogramm, zu dem jede LRA Inhalte zuliefert. Die Dritten Fernsehprogramme sind jeweils auf die Zuschauer in ihrer Region ausgerichtet und nicht überall in der Bundesrepublik empfangbar. Gleiches gilt für die Hörfunkwellen.
1999 haben die Landesrundfunkanstalten dem SWR den Auftrag erteilt, unter der Internetadresse ARD.de die Inhalte aller ARD-Mitglieder aus allen Medien zusammenzufassen und somit jenes »Eingangsfoyer« zu bauen, das die komplexe ARD-Struktur transparent macht. Die Onlineredakteure sorgen dafür, dass der Nutzer möglichst schnell und ohne großen Aufwand an die gesuchte Information kommt, egal welcher Sender sie vorhält. Ein Portal wie ARD.de bündelt also nach journalistischen Kriterien den vorhandenen >Content zu logischen Gruppen und ergänzt ihn um weitere Informationen. Ein Beispiel: In allen Landesrundfunkanstalten, vom Bayerischen Rundfunk bis zu Radio Bremen, wird in verschiedenen Medien das Thema Nebenjobs unter verschiedenen Gesichtspunkten behandelt. Der HR warnt beispielsweise in einem Beitrag vor unseriösen Angeboten, der SR klärt die Rechtslage bei Jugendlichen, der WDR informiert über die Minijobs usw. Die Redakteure von ARD.de fassen nun alle diese verstreuten Informationen auf einer Übersichtsseite zusammen und schreiben eine Art Konzentrat, das alle Facetten zum Thema Nebenjobs abdeckt. Wenn der User dann einen bestimmten Aspekt vertiefen möchte, wird er von dieser Übersichtsseite bequem zum spezifischen Angebot der Landesrundfunkanstalt gelotst.
Während also die Mitarbeiter von Portalen und Metasites Redakteure sind, die die inhaltlichen Fäden zusammenhalten, ist die Arbeit von Onlinejournalisten die des klassischen Reporters, der Quellen zu einem Thema recherchiert und daraus einen Beitrag produziert. Mit einem wesentlichen Unterschied: Während Zeitungen, Hörfunk und Fernsehen feste Sendezeiten oder Redaktionsschlüsse zu berücksichtigen haben, ist das Internet immer auf Sendung. Sobald ein Beitrag fertig ist, wird er im Internet zugänglich gemacht. Das erwartet der Nutzer auch: Niemand würde bis 20 Uhr warten, um beispielsweise auf tagesschau.de aktuelle Meldungen zu erhalten.
Adrenalingeschwängerte Luft in der Mainzer Internetredaktion: Der amerikanische Präsident besucht heute Mainz, und die Nachrichtenredakteure werden die User zeitnah auf dem Laufenden halten. Noch sitzt George W. Bush zwar im Flieger nach Frankfurt am Main, doch schon spucken die Drucker im Minutentakt die neuesten Tickermeldungen der Agenturen auf die Schreibtische. Dazu kommen die SWR-Nachrichten im Radio und im Dritten Fernsehprogramm. Sofort schreiben die Onlineredakteure dazu aktuelle Beiträge und stellen diese ins Netz: Wird der Staatsgast mit dem Hubschrauber ankommen oder mit der Limousine? Wieso wurden die Sicherheitsvorkehrungen noch einmal verschärft? Gibt es Verzögerungen im Zeitplan?
Sicherlich können die Fernseh- und Hörfunkkollegen helfen – über Kopfhörer mit Mikrofonen telefonieren die Onlineredakteure mit ihren SWR-Kollegen vor Ort, um gegebenenfalls online sofort auf aktuelle Geschehnisse reagieren zu können. Klar, dass sie auch die Live-Übertragung des SÜDWEST Fernsehens im Blick haben müssen. Alle Nachrichtenredakteure sitzen in einem Großraumbüro, um sich schnell untereinander austauschen zu können.
Der SWR-Hörfunk meldet: Stau auf allen Straßen rund um Mainz! Berufspendler haben da schlechte Karten, wenn sie nicht die Ausweichstrecken kennen. Die Onlineredakteure reagieren schnell und stellen die aktuellen Staumeldungen ins Netz – auf den Internetseiten finden User außerdem die Schleichwege: das Straßennetz rund um Mainz.
Ein Kollege, der schon seit den frühen Morgenstunden als Reporter unterwegs ist, schickt über einen Laptop die ersten digitalen Fotos von der Mainzer Innenstadt an die Internetredaktion. Sofort bearbeiten die Redakteure mit Grafikprogrammen die Bilder, texten dazu und bauen daraus >Bildergalerien – schon wenige Minuten später kann sich der User mitten in die Stadt im Ausnahmezustand klicken.
Während sich die Gruppe der Nachrichtenredakteure um das Geschehen in Mainz kümmert, sorgen die anderen Onlineredakteure dafür, dass das Alltagsgeschäft reibungslos weiterläuft. Dazu beginnen sie mit dem morgendlichen Routineprogramm: Wie ist die Weltlage,worüber schreibt die regionale Tagespresse? Was läuft im regionalen Hörfunk- und Fernsehprogramm? Das alles im Blick zu behalten ist nicht einfach, denn der Südwestrundfunk ist an drei Standorten in Rheinland-Pfalz und Baden- Württemberg vertreten (Mainz, Stuttgart, Baden-Baden).

Das zentrale Motiv der
Internetnutzung ist die Suche nach Informationen
Im Nebenraum schalten sich die Schlussredakteure zur Konferenz mit den Kollegen aus Baden-Baden und Stuttgart zusammen. Auf dieser »Schalte« werden schlaglichtartig die wichtigsten Ereignisse des Vortages ausgetauscht: Wie waren die >Visits, wie die >PIs? Lief das >CMS problemlos? Gab es gar technische Pannen? Und wie waren die Beiträge? War die Themenauswahl ausgewogen, so dass viele Interessen der Nutzer abgedeckt wurden? Die Schlussredakteure sind für den Inhalt der Seite verantwortlich und nehmen verschiedene inhaltliche Aufgaben wahr: Der Desk ist für die tagesaktuelle Planung und Themenauswahl zuständig und der >CvD übernimmt die Verantwortung für alle Webseiten. Jede Meldung, jeder Artikel, den ein Nachrichtenredakteur im Laufe des Tages verfasst,wird vom >CvD nach dem »Vier-Augen-Prinzip« noch einmal zur Kontrolle gegengelesen und erst dann publiziert. Klar, dass das bei einem Staatsbesuch wie heute besonders schnell gehen muss. Jeder Onlineredakteur steht in ständigem Kontakt mit denjenigen Hörfunk- und Fernsehredaktionen, die ihn mit Informationen beliefern. Die Arbeit mit den anderen Redaktionen läuft dabei Hand in Hand: So stellen die lokalen Fernsehnachrichten beispielsweise den Onlinern Bilder zur Verfügung, die Onliner wiederum informieren die Kollegen von Funk und Fernsehen über aktuelle Ereignisse.
Aufregung in der Redaktion! Seit die hohen Staatsgäste durch Mainz spazieren, schnellen die Zugriffszahlen auf der Homepage explosionsartig in die Höhe. Viele wollen von zu Hause aus live das Geschehen verfolgen, klicken sich durch die >Bildergalerien und den Livestream. Ergebnis: Der >Server droht unter den geballten Anfragen zu erlahmen … Sofort beheben die Webtechniker das Problem mit einem kleinen technischen Eingriff.
In einer Internetredaktion gibt es grob betrachtet drei Berufsfelder: Die Redakteure sind für den journalistischen Inhalt zuständig, die Webtechniker verantworten das reibungslose Funktionieren des Redaktionsalltags und die Webgrafiker entwickeln das Design der Homepage. Dabei ist wichtig, dass alle drei Berufsgruppen stets im Dialog miteinander stehen. Ein Onlineredakteur besitzt also nicht nur journalistische Kompetenz, sondern auch technisches Know-how. Im Gegenzug muss der Webmaster den Arbeitsalltag der Redakteure kennen, um deren Bedürfnisse in eine technisch adäquate Form bringen zu können. Und der Webgrafiker muss wiederum die Programmiersprachen beherrschen, wenn er seine kreativen Designideen dem Webmaster zur technischen Umsetzung präsentiert.
So langsam ebbt der Ansturm auf die Site ab – der amerikanische Präsident ist wieder auf dem Weg nach Hause. Den Nachrichtenredakteuren bleibt eine kurze Verschnaufpause, bevor sie sich zur kurzen Redaktionskonferenz versammeln, um ein großes Projekt der nächsten Monate zu besprechen: >Barrierefreiheit. Die Internetseite soll so gestaltet werden, dass sie auch für Menschen mit Behinderung problemlos zu nutzen ist. Im Anschluss an die Konferenz bereiten die Redakteure die Seite für den Nachmittag und den Abend vor. Und wieder tickern die ersten Agenturmeldungen auf den Schreibtisch …
Woran erkennt man eine gute Homepage? Abgesehen von der maßgeblichen Qualität des >Contents sind die beiden medienspezifischen Hauptkriterien, wonach sich Onlinegestalter richten, >Usability und >Accessibility: Nutzerfreundlichkeit und Zugänglichkeit. Dazu zählen eine kriterienreine Gliederung der Navigation, die Möglichkeit der Kontaktaufnahme bzw. der Interaktion und ein Impressum, das Aufschluss darüber gibt, wer für die Seite verantwortlich ist. Formal sollte die Seite keine langen Ladezeiten in Anspruch nehmen, sodass auch Nutzer mit langsameren Internetzugängen Zugriff darauf haben.

Screenshot ARD.de, 5.
Dezember 2005
Wie aufwendig das Design einer Seite ist, ist letztlich Geschmackssache und der inhaltlichen Ausrichtung geschuldet: Eine Kinderseite wird sicher bunter und poppiger ausfallen als der schlichtere Onlineauftritt einer seriösen Tageszeitung. Generell gilt jedoch die Maxime »Keep it simple«. Denn das Lesen von Onlineartikeln am Bildschirm unterscheidet sich ganz erheblich von der Zeitungslektüre: Es ist ermüdender, dauert länger und fordert eine größere Konzentration. Medienforscher haben mit Experimenten herausgefunden, dass der so genannte Scannerblick beim Internetuser besonders ausgeprägt ist. Dazu haben sie in den Rahmen eines Bildschirms eine versteckte Kamera eingebaut, die jede Augenbewegung des Nutzers aufzeichnet. Ergebnis: Anstatt eine Seite linear von oben nach unten durchzulesen, sucht das Auge nach optischen Orientierungspunkten, die den Zugang zur gesuchten Information erleichtern. Prägnante Überschriften, kurze Absätze, Bilder und ein transparenter Schreibstil (wenige Nebensätze) gehören daher zur onlinejournalistischen Stilfibel. Und noch etwas haben die Forschungen ergeben: Während der Zeitungsleser eher gewillt ist, Seiten umzublättern, um einen langen Artikel zu Ende zu lesen, verliert der Internetuser viel schneller Interesse und Konzentration. Meist verweilt er gerade mal ein paar Sekunden auf einer Seite, bevor er weiterklickt. Daher achten Onlinejournalisten auf kurze Texte, die nur wenig mehr als eine Bildschirmseite füllen und konsequent dem Leadstil folgen (wichtige Informationen zuerst, Zusatzinfos danach). Lange Artikel werden im Zweifelsfall in einzelne Abschnitte unterteilt, sodass jede Seite einen Aspekt umfasst.Wer sich für einen Aspekt nicht interessiert, klickt ihn einfach nicht an.
Wer den Text der letzten State of the Union-Rede des amerikanischen Präsidenten sucht und die Seite www.whitehouse.com besucht,wird nicht fündig. Erst die Adresse www.whitehouse.gov (für government) führt zum Ziel. Dieses Beispiel zeigt: Prinzipiell kann jeder Inhalte ins Internet stellen, die dann auch von jedem empfangen werden können. Es liegt dabei auf der Seite des Nutzers, die Qualität der Informationen einzuschätzen. Ein Qualitätssiegel »Verlässliche Information« gibt es im Internet nicht. Das ist zugleich Fluch und Segen. Einerseits birgt es die Gefahr der inhaltlichen Beliebigkeit, andererseits profitieren Angebote wie die Online-Enzyklopädie Wikipedia von der »demokratischen« Struktur des Internets: Jeder kann sein Wissen jedem zur Verfügung stellen – und wird gegebenenfalls von einem anderen User korrigiert.
Deshalb sollte man sich beim Surfen im Web immer fragen, wer diese Information mit welchem Ziel publiziert hat. Einfach ist das bei großen Namen, die sowieso dem User bekannt sind, wie zum Beispiel ARD, ZDF oder Tagesschau: Diese Inhalteanbieter kennt in Deutschland fast jeder. Doch wie erfahre ich, von wem die Inhalte auf www.neue-rechte.de stammen, sind es Neonazis oder Demokratie-Verfechter? Hier hilft ein Blick auf die Seite www.denic.de. Beim Deutschen Network Information Center in Frankfurt am Main muss jeder, der in Deutschland eine Domain, also eine Website mit eigener Adresse betreibt, seine Adressdaten hinterlegen. Über die so genannte Domainabfrage bei www.denic.de kann jeder Nutzer des Internets diese Daten recherchieren. Das hilft nicht in jedem Fall weiter: Michael Müller als Website-Betreiber lässt kaum Rückschlüsse auf die Inhalte zu – es sei denn, eine Suchmaschine fördert weitere Inhalte über den Menschen zu Tage. Wenn aber die Seite www.schule.de vom Berliner Verein zur Förderung eines Offenen Deutschen Schul-Netzes e.V. betrieben wird, erhöht dies durchaus die Glaubwürdigkeit der gebotenen Inhalte. Auch hier kann eine Internetrecherche über den Betreiber weitere Informationen liefern.
Für sämtliche internationale Domains gibt es die Seite www.allwhois.com. Hier kann man jede beliebige Domain eintragen, nicht nur solche, die auf .de enden. allwhois.com schlägt dann im passenden nationalen Verzeichnis den Betreiber nach.
Bei vielen Angeboten überträgt sich der Ruf einer vorhandenen Marke ins Internet. So profitieren tagesschau.de und heute.de von der Reputation der jeweiligen Nachrichtensendung im Fernsehen.

Screenshot SWR.de, 5.
Dezember 2005
Auch Sponsoring und Werbung auf den Seiten lassen Rückschlüsse auf die Glaubwürdigkeit zu: In Deutschland regelt der Rundfunkstaatsvertrag den öffentlich-rechtlichen Hörfunk- und Fernsehbereich ebenso wie die zugehörigen Onlineangebote. Innerhalb öffentlich-rechtlicher Angebote sind weder Werbung noch Sponsoring erlaubt. Die Onlinestudie von ARD und ZDF zeigt, dass gerade deshalb viele Nutzer die öffentlich-rechtlichen Angebote als Glaubwürdigkeitsinseln im Informationsozean ansehen. Es kann also helfen,wenn über dem Handy-Test kein Werbebanner für einen Mobilfunkhersteller prangt.
Wie kommt man an gute Informationen? Die Antwort könnte zynisch lauten: Genauso wie an schlechte – man fragt eine Suchmaschine. Die automatischen Surfmaschinen von Google, Yahoo, Fireball und Co. sind Tag und Nacht im Web unterwegs, folgen allen Hyperlinks und verschlagworten die gefundenen Inhalte in einem Katalog. Bei der Suchanfrage an eine Suchmaschine wird also nie das Internet durchsucht, sondern dieser Katalog. Nur so ist die blitzschnelle Ausgabe des Ergebnisses zu leisten. Und so erklärt sich auch, dass manche >Links der Suchmaschinen nicht funktionieren, weil die Inhalte längst aus dem Netz gelöscht wurden.
Eine Suchmaschine kann nicht denken: Wenn man es geschickt zu bedienen weiß, gleicht das Internet zwar auf den ersten Blick einer phänomenalen Enzyklopädie des Wissens, einem Riesenhirn, das auf alle Fragen eine Antwort parat hat. Die Realität im Useralltag ist prosaischer: Oft ist es zeitsparender, das Lexikon aus dem Bücherschrank aufzuschlagen statt hunderttausende Suchmaschinen-Treffer nach der gesuchten Nadel im Heuhaufen zu durchforsten. Doch gibt es hier einige Hilfestellungen, wie man schnell an die gewünschten Informationen kommt.
Es gilt die Regel: Je genauer die Suche, desto genauer die Antwort. Wer zum Beispiel die historischen Hintergründe zum Versailler Vertrag recherchieren möchte, wird bei dem Suchbegriff »Versailles« eine Menge Material über die Infrastruktur der Stadt in Frankreich und das Schloss des Sonnenkönigs erhalten. Besser ist es, direkt die beiden Suchwörter »Versailles Vertrag« einzugeben. Und wer sicher gehen will, dass die Suchmaschine das »Schloss« ausfiltert, setzt ein Minus vor das Suchwort: »-Schloss«. Wichtig sind solche Suchhilfen auch bei Personen: Man sollte hier immer Vor- und Nachnamen durch Anführungszeichen zusammenklammern – also stets »Ulrich Wickert« statt nur »Wickert«. Und wie immer gilt: Je zahlreicher und je detaillierter die Suchwörter, desto besser wird das Ergebnis sein.Wer wissen will, an wen die Oscars 2005 gingen, sollte »Oscar 2005« suchen, nicht nur »Oscar«.
Diese so genannten Bool’schen Operatoren muss man sich zum Glück nicht merken. Fast jede Suchmaschine hat einen >Link zur »Erweiterten Suche«, um die Anfrage komfortabel zu verfeinern.
Jeder Internetnutzer hinterlässt auf seinem Weg durchs Netz eindeutige Spuren.Wer also im Internet surft, ist nie anonym. Die Internetkommunikation läuft immer von Rechner zu Rechner. So wie eine E-Mail im Internet so lange weitergereicht wird, bis sie im Zielbriefkasten landet, muss auch der >Server eines Onlineangebots immer wissen, an wen er die Inhalte schicken soll. Sobald ich also die Seite ARD.de aufrufe, weiß der >Server davon und trägt diese Anfrage auch immer ins Logfile ein, eine Art Tagebuch, das jeder Internetserver führt. Um die vielen Millionen Computer im Netz zu unterscheiden, verwendet die technische Sprache des Internets das Internet Protocol (IP), die so genannte IP-Adresse. Die funktioniert ähnlich wie eine Telefonnummer. Eine typische IP-Adresse wäre zum Beispiel:
84.169.41.43
Sie
besteht aus vier Zahlen, die durch Punkte getrennt sind. Jede der
Zahlen kann Werte zwischen 0 und 255 annehmen. Also reichen die
IP-Adressen des Internets von
0.0.0.0
bis
255.255.255.255.
Damit stehen theoretisch 4,3 Milliarden mögliche IPAdressen zur Verfügung (256 x 256 x 256 x 256). Eine neue Version des Internetprotokolls verwendet statt der vier Zahlenpakete gleich 16. Damit ließe sich jedes Atom der Erde einzeln benennen. Doch auch die normale IP-Adresse reicht derzeit aus.
Die normalen Internetadressen, mit denen wir umgehen, wie zum Beispiel ARD.de, sind nichts anderes als Textnamen für IP-Adressen. So könnte man zum Beispiel auch 62.134.136.10 in den Browser eingeben. Aber der Klartextname www.bundestag.de (man nennt dies auch die URL für Uniform Ressource Locator) merkt sich leichter.
Wer die eigene IP-Adresse sehen möchte, kann dies recht einfach unter www.checkip.dyndns.org tun.
Wie erhalte ich nun eine solche IP-Adresse, um im Netz zu kommunizieren? Wenn ich von zu Hause aus ins Internet gehe, weist mir mein Provider (also T-Online, AOL usw.) eine solche Nummer für die Dauer meiner Online-Zeit zu. Damit habe ich jedes Mal, wenn ich online gehe, eine neue Adresse. Nur der Provider weiß genau, wann ich mit welcher Adresse online war. Im Logfile des >Servers, also beispielsweise ARD.de, steht zwar die IP-Adresse, nicht aber mein Name. Und der Provider wird die persönlichen Daten zu einer IP-Adresse auch nur im Ernstfall, also bei dringendem Verdacht einer Straftat und auf gerichtliche Anordnung, herausgeben. Jeder Provider verfügt über eine bestimmte Zahl an IP-Adressen. So soll sichergestellt werden, dass nie zwei Rechner im Internet die gleiche IP-Adresse verwenden.
In Firmen, Schulen und Universitäten taucht nach außen oft nicht jeder Rechner mit einer eigenen IP-Adresse auf. Sie verwenden eine Art virtuellen Brandschutz, die so genannte Firewall. Das ist ein Rechner, über den alle Verbindungen aus dem Firmennetzwerk ins Internet und zurück laufen müssen. Dieser Rechner stoppt je nach Konfiguration bestimmte Inhalte. So schützt sich die Firma gegen Hacker-Angriffe von außen, kann aber auch ihre Mitarbeiter daran hindern, während der Arbeitszeit bei ebay mitzubieten.
Die Internetkommunikation funktioniert von Rechner zu Rechner. Aber oft nicht direkt. Zwischendrin befinden sich »Hobs«, leistungsstarke Knotenpunkte, die das Netz sozusagen zusammenhalten. Über diese Zwischenstationen werden die Daten weitergereicht. Angenommen, ein User möchte von Mainz aus mit der Adresse www.sidneyoperahouse.com virtuell das Opernhaus in Sidney besuchen. Die Daten der Seite werden nun nicht auf dem direkten Luftweg von Australien nach Deutschland geleitet, sondern »hüpfen« gleichsam von Hob zu Hob – je nachdem, welche Verbindung im Internet gerade für den Datentransfer zur Verfügung steht. In dem konkreten Beispiel gelangt die Seite von Canberra nach Sidney, dann nach San José in den USA, weiter nach Stockton, Pennsauken, New York und Frankfurt am Main. Man kann für jede aufgerufene Seite die Wegstrecke über www.webhits.de/visualroute nachvollziehen. Dass Daten über verschiedene Zwischenstationen und selten auf dem direkten Weg in den heimischen Computer gelangen, ist wichtig zu wissen. Denn die Daten werden unverschlüsselt übertragen und können – theoretisch – überall angezapft werden.

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Accesibility |
Zugänglichkeit einer Seite, vor allem im Zusammenhang mit Barrierefreiheit von Bedeutung. |
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Barrierefreiheit |
Überbegriff für das Zugänglichmachen von Websites für Menschen mit Behinderung, sodass beispielsweise Screenreader, also Vorleseapparate für Blinde, einwandfrei funktionieren. |
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Bildergalerie |
Reihe von Bildern auf Internetseiten, die der Illustration und der zusätzlichen Information dienen. |
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CMS |
Content Management System. Ein umfassendes System, mit dem Inhalte von Webangeboten verwaltet werden. |
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Content |
Die englische Bezeichnung (deutsch: Inhalt) meint den journalistischen Inhalt einer Webseite. |
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CvD |
Abkürzung für Chef vom Dienst. Der CvD ist meistens verantwortlich für den Inhalt einer Website. Diese Funktion gibt es auch im Radio, im Fernsehen und in Zeitungsredaktionen. |
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Digitale Revolution |
Schlagwort des ausgehenden 20. Jahrhunderts in Analogie zur Industriellen Revolution des 19. Jahrhunderts. Als Auslöser der digitalen Revolution gelten drei Erfindungen: Mikrochips zur Automatisierung von Arbeitsabläufen, Computer für den privaten Anwender und das Internet als weltweites Kommunikationsnetz. |
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HTML |
Die Hyper Text Markup Language ist eine Sprache zur Beschreibung von Informationen im World Wide Web. »Hypertext« bedeutet, dass bestimmte Elemente auf andere verweisen können. So werden etwa Seiten miteinander über Hyperlinks verknüpft. »Markup« bedeutet wörtlich Auszeichnung, Markierung: Jedes Textelement wird mit einem so genannten html-tag ausgezeichnet und so in die WWW-Sprache übersetzt. |
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Links |
Verweis von einem Webdokument auf ein anderes Webdokument. Links können Texte sein, aber auch Grafiken und Bilder. |
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Pl |
Page Impression beschreibt den Besuch einer Einzelseite innerhalb eines Webangebots. Am Beispiel von ARD.de wäre also ein Visit denkbar (auf dem Portal ARD.de), aber mehrere PIs (Besuch der einzelnen Unterseiten). |
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Riepl'sches Gesetz |
Nach dem Journalisten und Nachrichtenforscher Wolfgang Riepl benanntes Theorem von 1911, wonach neue Medien alte nicht verdrängen, sondern ergänzen (Medienkomplementarität). |
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Server |
Ein Server (deutsch: Diener) ist ein Dienstleister, der in einem Computersystem Daten oder Ressourcen zur Verfügung stellt. Der Server kann dabei aus einem einzelnen Computer oder einem Netzwerk mehrerer Computer bestehen. |
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Streamen/Stream |
Wörtlich: Strom, Fluss. Unter Streaming versteht man das Fließen von Daten von einem bestimmten Streamingserver auf beispielsweise den PC. Ziel des Streamings ist es, Daten möglichst verlustfrei zu übertragen. Im Internet werden meist Audio- und Videodaten gestreamt – auf radio.ARD.de zum Beispiel die Hörfunkwellen der ARD. Anders als Downloads, die komplette Datenpakete übertragen, lassen sich Streams vom Anwender nicht speichern. |
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Usability |
Benutzerfreundlichkeit der Seite. Gemeint ist, wie leicht sich eine Webseite bedienen lässt. |
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Visit |
Unter Visit versteht man den Besuch eines Nutzers auf einem Webangebot, unabhängig wie lange er darauf verweilt oder auf welche Unterseiten er zugreift.Wie auch der Begriff PI stammt Visit aus dem Bereich der Medienforschung. |
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Webbrowser |
Ein Webbrowser oder Browser ist ein Programm, das in seiner wortwörtlichen Bedeutung das Internet nach bestimmten Dokumenten durchstöbert. Der erste Browser war das World Wide Web selbst. Mittlerweile nutzt man Browser, die ihrerseits das WWW durchsuchen. Zu den bekanntesten Webbrowser-Programmen zählen der Internet Explorer und Mozilla Firefox. |
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