http://www.mediaculture-online.de

Autor: Olbertz, Dirk.

Titel: Blog-Tools.

Quelle: Olbertz, Dirk: Das Blog-Buch. München 2004. S. 69-88.

Verlag: Pearson Education Deutschland.

Die Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Verlags.



Dirk Olbertz

Blog-Tools






Neben den Möglichkeiten, die die Bloganbieter selbst zur Verfügung stellen, gibt es noch eine ganze Menge anderer Dinge, die Sie in Ihr Blog integrieren können oder mit denen die Arbeit mit Ihrem Blog einfacher wird.

Dabei lassen sich grob drei unterschiedliche Arten von Blog-Tools unterscheiden. So gibt es z.B. Anbieter, durch die Sie weitere Inhalte und Funktionalitäten zu Ihrem Blog hinzufügen können. Wenn Ihr Blog z.B. keine Verwaltung Ihrer Lieblingslinks enthält, oder Sie gerne die Überschriften Ihres Lieblingsblogs auf Ihrem eigenen Blog anzeigen lassen möchten, finden sich dazu bereits fertige und meistens kostenlose Dienste.

Und auch wenn Ihnen so gut wie jeder Blogger sagen wird, dass er oder sie nur für sich selbst schreibt, interessiert es doch die meisten Besitzer eines Blogs, wie viele Leute sich denn tatsächlich auf ihrem Blog regelmäßig aufhalten. Außerdem gibt es bereits spezielle Suchmaschinen nur für Blogs, die wir Ihnen ebenfalls vorstellen möchten.

In die dritte Kategorie von Blog-Tools fallen all die Dienste und Programme, die zwar eng verknüpft mit dem Blog an sich sind, aber mehr die Verwaltung und den Umgang mit ihnen vereinfachen. So erlauben RSS-Reader den raschen Überblick über viele verschiedene Blogs, und mit einem Offline- Client können Sie bequem Einträge in Ihrem Blog machen und Textauszeichnungen, wie Fett- oder Kursivschrift, ohne HTML-Kenntnisse bewerkstelligen. Moblogging schließlich bezeichnet das Einstellen von Beiträgen über Ihr Mobiltelefon. Das so genannte „Mobile Blogging“ kann dabei auch von einer Kamera im Handy Gebrauch machen.



4.1 Inhalte für Ihr Blog

4.1.1 Kommentarsysteme

Wie bereits in Kapitel 2.1 erklärt, ist das Kommentieren bei Twoday.net nur dann möglich, wenn sich Ihre Leser dort auch registrieren. Dies hält zwar ungebetene Kommentare fern, vor allem das so genannte Kommentar-Spamming, aber leider auch die spontanen Kommentare. Denn auch Ihnen wird es mit Sicherheit mal so ergehen, dass Sie mehr oder weniger zufällig auf ein Blog treffen und zu einem Beitrag dort einen kurzen Kommentar abgeben möchten. Wenn Sie sich jetzt erst registrieren müssen, werden Sie wahrscheinlich darauf verzichten, je nach Dringlichkeit Ihres Kommentars.

Es gibt aber auch Blogsysteme, bei denen das Kommentieren von Beiträgen überhaupt nicht möglich ist. Aus diesem Grund existieren verschiedene Kommentarsysteme von unabhängigen Betreibern. Glücklicherweise sind diese auch kostenlos und lassen sich ohne viel Aufwand in Ihr Blog bei Twoday.net integrieren.


Abbildung 4.1.: HaloScan.com bietet ein kostenloses Kommentarsystem für Blogs an

Der zuverlässigste Anbieter ist HaloScan.com, bei dem Sie sich zuerst kostenlos registrieren müssen. Über den Punkt SIGNUP aus der Menüleiste von HaloScan.com gelangen Sie in die Registrierung. Neben Benutzername (USERNAME) und Passwort sowie der Wiederholung Ihres Passwortes (PASSWORD und VERIFY PASSWORD) müssen Sie nur noch die Adresse Ihres Blogs angeben. Natürlich darf eine E-Mail-Adresse nicht fehlen, an die eine Erinnerungsmail geschickt werden kann, falls Sie Ihr Passwort vergessen sollten.




Abbildung 4.2: Der Benutzername darf keine Leer- oder Sonderzeichen enthalten und auch keine Großbuchstaben

Danach können Sie sich auf den Seiten von HaloScan.com einloggen und werden direkt zu einem kleinen Wizard geführt, der Sie beim Erstellen des nötigen Codes unterstützt.

Aus der ersten Liste wählen Sie bitte NONE OF THE ABOVE/MANUAL und klicken auf NEXT, um zur nächsten Seite zu gelangen. Das Antville-System, welches von Twoday.net genutzt wird, wird nämlich von HaloScan.com nicht direkt unterstützt. Das ist aber kein Problem, da Antville alle Voraussetzungen mitbringt, um das Kommentarsystem bei Twoday.net einzusetzen.


Abbildung 4.3: Twoday.net/Antville wird von HaloScan.com zwar nicht direkt unterstützt, eine manuelle Verwendung ist hingegen möglich

Öffnen Sie nun in einem zweiten Browserfenster Ihr Blog bei Twoday.net und stellen Sie sicher, dass Sie dort eingeloggt sind. Im Admin-Menü wechseln Sie bitte zu dem Punkt LAYOUT. Dort müssen Sie nun ein paar der Vorlagen verändern, damit das Kommentarsystem von HaloScan.com funktionieren kann.

Zuerst müssen Sie die Vorlage MAIN PAGE anpassen. Der Code, der bei HaloScan.com in der obersten Textbox steht, muss in dieser Vorlage zwischen den beiden Tags <head> und </head> eingefügt werden. Das Ergebnis kann von der Abbildung abweichen, je nachdem, wann und wie Twoday.net oder HaloScan.com ihren Code verändern.


Abbildung 4.4: Der markierte Text wurde aus der obersten Textbox bei HoloScan.com in dieses Template eingefügt

Als Nächstes müssen Sie den Code aus der zweiten Textbox von HaloScan.com etwas modifizieren. An den Stellen, wo dort im Code noch Name steht, müssen Sie einen eindeutigen Bezeichner angeben, damit die Kommentare später auch nur genau einem Beitrag Ihres Blogs zugeordnet werden. Der veränderte Code sieht dann folgendermaßen aus:

<a href="javascript:HaloScan('<% story.id %>');"><script type="text/javascript">postCount('<% story.id %>');</script></a>

Anstelle von Name wird hier also das Makro <% story.id %> benutzt. Bei Twoday.net hat jeder Beitrag eine eindeutige Nummer, welche später an diese Stelle in die Webseite eingefügt wird. Dieses so modifizierte Codefragment müssen Sie nun noch in zwei Vorlagen einfügen. Zuerst in PREVIEW für STORIES. Die dort vorhandenen Kommentaranweisungen können ersetzt werden, da Sie sie nicht mehr benötigen werden. Die Vorlage sieht dann nach der Änderung so aus:

<% story.skin name="display" %>

<div class="storyLinks">

<a href="javascript:HaloScan('<% story.id %>');"><script type="text/javascript">postCount('<% story.id %>');</script></a>

<% story.editlink text="Beitrag editieren" prefix=" - " %>

</div><br />

In der Vorlage FULL STORY führen Sie eine ähnliche Ersetzung durch, was zur Folge hat, dass diese Vorlage genau der für PREVIEW entspricht. In der Vorlage FULL STORY wird normalerweise der Beitrag mit allen Kommentaren angezeigt. Da die Kommentare ja nun nicht mehr von Twoday.net angezeigt werden, entfällt diese Art der Darstellung.

Damit ist das Kommentarsystem von HaloScan.com in Ihr Twoday.net-Blog integriert und die Besucher Ihres Blogs müssen sich nicht länger registrieren, um Ihnen einen Kommentar zu einem Beitrag abzugeben. Für diesen kostenlosen Dienst bittet HaloScan.com jetzt nur noch darum, einen Verweis auf Ihrem Blog einzutragen. Dazu kopieren Sie den Inhalt der dritten Textbox an eine beliebige Stelle in der Vorlage MAIN PAGE. Am besten tun Sie dies dort, wo Twoday.net sich bei Helma und Antville bedankt.




Abbildung 4.5: In diesem Fenster werden die vorhandenen Kommentare zu Ihren Beiträgen angezeigt und neue können abgegeben werden



Unter dem Menüpunkt SETTINGS auf der HaloScan-Seite können Sie noch ein paar Feinheiten einstellen. So können Sie die Texte übersetzen, die für die Anzahl der Kommentare angegeben werden. Mit der Auswahl von OLDEST TO RECENT in der Zeile COMMENT SORT ORDER geben Sie an, dass in dem Kommentarfenster zu Ihren Beiträgen immer zuerst die ältesten Kommentare angezeigt werden. MOST RECENT TO OLDEST bewirkt das Gegenteil, dann stehen die neusten Kommentare am Anfang der Seite.


Abbildung 4.6: Einige der Einstellungen von HaloScan.com werden erst nach einer Spende von 10 US-Dollar freigeschaltet

Mit dem Menüpunkt VIEW/DELETE POSTS können Sie Kommentare verändern oder löschen, sowie IPs und IP-Bereiche für Kommentare sperren.

Für eine Spende von 10 US-Dollar erhalten Sie weitere Möglichkeiten, so können Sie die E-Mail-Benachrichtigung bei neuen Kommentaren aktivieren und erhalten zusätzliche Funktionen zum Verwalten und Durchsuchen der Kommentare.

Da die komplette Verwaltung und Speicherung der Kommentare Ihrer Beiträge nun bei HaloScan.com erfolgt, können neue Kommentare ab sofort von Twoday.net nicht mehr erkannt werden. Das hat zur Folge, dass auf der Startseite Ihres Blogs unter dem Abschnitt RECENTLY MODIFIED in der rechten Spalte keine Kommentare mehr angezeigt werden können.



4.1.2 RSS-Feeds von anderen Webseiten

Neben einfachen Linklisten, den so genannten Blogrolls, wie Sie sie in einem der nächsten Abschnitte kennen lernen werden, haben Sie aber auch die Möglichkeit, den Inhalt der Seiten, auf die Sie verlinken, in Ihrem Blog anzuzeigen. Dazu muss die Zielseite nur einen so genannten RSS-Feed besitzen. Ein RSS-Feed ist dabei so etwas wie das Inhaltsverzeichnis einer Website und kann zusätzlich einen Ausschnitt oder die kompletten Beiträge enthalten. Die Abkürzung RSS steht für „Rich Site Summary“ – eine sehr gute Einführung und Übersicht zum Thema RSS finden Sie im Blog des Schockwellenreiters Jörg Kantel unter der URL www.server-wg.de:8080/schockwellenreiter/webworking/rss.html. Alle hier vorgestellten Bloganbieter bieten einen RSS-Feed für die Blogs an, somit stehen Ihnen schon mal eine Vielzahl von Blogs zur Verfügung, die Sie so in Ihr Blog einbauen können. Den RSS-Feed bei den entsprechenden Anbietern finden Sie dabei nach folgendem Muster:

Anbieter

Blog-URL

URL des RSS-Feeds

Twoday.net

http://<blogname>.twoday.net

http://<blogname>.twoday.net/rss

20six.de

http://www.20six.de/<blogname>

http://www.20six.de/rss/
<blogname>.rss

Blogg.de

http://<blogname>.blogg.de

http://<blogname>.blogg.de/rss.xml



RSS-Feeds sind aber auch außerhalb von Blogs von Bedeutung und auch nicht nur auf die drei oben genannten Anbieter beschränkt. Den richtigen Link zu einem RSS-Feed finden Sie auf vielen Webseiten hinter einem kleinen, meist orangenen Bildchen mit der Aufschrift RSS oder XML.


Abbildung 4.7: Oft sehen die Buttons aus wie diese hier, um auf den RSS-Feed eines Blogs oder einer Website hinzuweisen

Kopieren Sie sich einfach per Klick mit der rechten Maustaste über diesen Icons und VERKNÜPFUNG KOPIEREN den Verweis auf den RSS-Feed der entsprechenden Webseite. Unter der Adresse www.rss-verzeichnis.de finden Sie darüber hinaus noch jede Menge weiterer RSS-Feeds von anderen Webseiten.

Wenn Sie einmal wissen möchten, wie so ein RSS-Feed aussieht, können Sie dafür gut den Internet Explorer 6 benutzen. Dieser kann nämlich RSS-Feeds direkt anzeigen, da es sich dabei lediglich um XML-Dateien handelt. Tragen Sie also einfach die URL eines RSS-Feeds in die Adressleiste des Internet Explorer 6 ein, um sich den Aufbau eines RSS-Feeds anzeigen zu lassen.




Abbildung 4.8: Der RSS-Feed eines Blogs kann durch denb XML-Viewer des Internet Explorer 6 dargestellt werden

Um die Informationen aus diesem RSS-Feed in Ihr Blog einzubinden, benötigen Sie nun aber noch einen so genannten RSS-Feed-Reader, den Sie in Ihr Blog integrieren können. Denn bisher bietet nicht einer der Bloganbieter diesen Service selbst an. Bei 20six.de scheint zwar alles darauf vorbereitet zu sein, bisher konnte der Autor jedoch noch keinen RSS-Feed dazu bewegen, in seinem 20six.de-Blog dargestellt zu werden. Unter WEBLOGS -> NEUES -> RSSFEEDS können Sie neue RSS-Feeds hinzufügen und auch angeben, dass diese in Ihrem Blog angezeigt werden sollen – leider funktioniert dies jedoch noch nicht immer. Vielleicht haben Sie ja mehr Glück und probieren es einfach mal aus. Zumindest eine Benutzerin von 20six.de hat es nach obiger Anleitung geschafft, den RSS-Feed eines anderen Blogs in ihrem Blog zu integrieren.


Abbildung 4.9: Es deutet alles darauf hin, dass 20six.de einen eigenen FeedReader eingebaut hat, leider funktionierte dieser Bei Drucklegung des Buches nicht zuverlässig

Eine gute Alternative finden Sie jedoch in dem Service von Feedroll (www.feedroll.com). Auch ohne Anmeldung können Sie dort aus einer URL zu einem RSS-Feed ein paar Zeilen JavaScript-Code erhalten, den Sie dann nur noch in Ihrem Blog integrieren müssen. Dabei stehen Ihnen einige Optionen zur Verfügung, mit denen Sie das Aussehen des Feeds in Ihrem Blog beeinflussen können.





Abbildung 4.10: Der RSS-Feed einer Webseite enthält auch Informationen über die Sprache und den Zeitpunkt der letzten Aktualisierung













Geben Sie zuerst die URL eines RSS-Feeds ein und drücken Sie dann auf UPDATE. Wenn der RSS-Feed von Feedroll gelesen werden konnte, werden im Abschnitt SOURCE INFORMATION ein paar Angaben zum RSS-Feed ausgegeben, die Feedroll im angegebenen RSS-Feed finden konnte. Außerdem wird sofort auf der linken Seite der RSS-Feed so dargestellt, wie er hinterher in Ihrem Blog erscheinen wird. Unter dem Abschnitt CUSTOM DESIGN können Sie das Aussehen jedoch noch weiter beeinflussen.

Abbildung 4.11: Mit diesen Einstellungen kann das Aussehen des RSS-Feeds auf Ihrem Blog verändert werden











Mit WIDTH bestimmen Sie die Breite der Darstellung in Pixel, wodurch Sie den RSS-Feed wirklich überall passgenau unterbringen können. Mittels TEXT ALIGN, TEXT FONT und TEXT SIZE geben Sie die Ausrichtung des Textes sowie die verwendete Schriftart und die Größe des Textes an. Für die Ausrichtung stehen Ihnen die drei Möglichkeiten linksbündig (LEFT), rechtsbündig (RIGHT) und zentriert (CENTER) zur Auswahl.

Wenn Sie die Checkbox FRAME ENABLE auswählen, können Sie mittels FRAME COLOR die Farbe angeben. Dies geschieht am einfachsten durch einen Klick auf den kleinen Farbeimer neben dem Eingabefeld. Daraufhin öffnet sich ein Fenster, in dem Sie die Farbe ganz einfach per Mausklick auswählen können. Mittels FEED TABLE SPACING geben Sie den vertikalen Abstand der einzelnen Beiträge in Pixel an, während Sie mit den nächsten vier Eingabefeldern die Farbe für Titeltext und –hintergrund sowie für den Hintergrund des eigentlichen RSS-Feeds und der Beiträge bestimmen.

Dabei werden maximal so viele Beiträge angezeigt, wie durch MAX. ITEMS angegeben. Die meisten RSS-Feeds enthalten jedoch nur eine begrenzte Anzahl von Elementen, wundern Sie sich also nicht, wenn Sie bei MAX. ITEMS die Zahl 100 eintragen, aber trotzdem nur zehn angezeigt werden. Wenn Sie „Open Items in New Window“ aktivieren, öffnet sich beim Klick auf eine der Überschriften ein neues Browserfenster, um auf die eigentliche Zielseite zu wechseln.

Mit der Checkbox COMPACT VIEW schalten Sie zwischen der kompakten Ausgabe, die nur die Überschriften enthält, und einer ausführlichen um, die dann noch den Text zu den Beiträgen anzeigt. Da ein RSS-Feed aber keinen Text der Beiträge enthalten muss, kann es also auch hier so sein, dass die Änderung dieser Option nicht immer zum gewünschten Ergebnis führt. Wenn Sie schließlich XML-BUTTON aktiviert lassen, wird noch eine XML-Grafik hinzugefügt, damit z.B. Ihre Leser ebenfalls schnell auf den RSS-Feed dieses Inhaltes zugreifen können.

Nach jeder Änderung, die Sie hier machen, müssen Sie auf UPDATE klicken, um das Ergebnis links oben auf der Seite begutachten zu können. Außerdem wird jedes Mal der JavaScript-Code angepasst, denn alle Ihre Angaben sind dort codiert. Wenn Sie dann schließlich die gewünschte Darstellung erreicht haben, können Sie den JavaScript-Code herauskopieren, um ihn in Ihr Blog einzubauen.

Bei Twoday.net loggen Sie sich dazu in Ihr Blog ein und wählen aus dem Admin-Menü den Punkt LAYOUT aus. Wenn Sie den RSS-Feed in der Seitenleiste rechts anzeigen lassen möchten, wählen Sie danach die Vorlage MAIN PAGE aus und fügen den Code dort ein, wo Sie ihn hinhaben möchten. In dem Beispiel ist dies direkt unter der Liste der zuletzt gemachten Änderungen (RECENTLY MODIFIED).


Abbildung 4.12: hier ist der JavaScript-Code markiert, der von Feedroll generiert wurde

Damit der RSS-Feed auch zum Gesamtbild des Blogs bei Towday.net passt, sollten Sie eine Überschrift anlegen und den JavaScript-Code in die passenden <div>-Tags setzen. Vor den eigentlichen Code von Feedroll fügen Sie also, wie in Abbildung 4.12, Folgendes ein:

<div class="navigation">

<div class=”navigation-title”>

FEEDROLL

</div>

<div class=”navigation-text”>

Unterhalb des JavaScript-Codes müssen Sie die beiden geöffneten <div>- Tags dann nur noch schließen:

</div>

</div>

Das Ergebnis im Blog sieht dann wie in Abbildung 4.13 aus, wobei hier die kompakte Ansicht gewählt wurde:


Abbildung 4.13: So sieht der RSS-Feed von Eva Musterfrau in Ihrem Blog aus

Auch bei Blogg.de lässt sich der JavaScript-Code leicht in das eigene Blog integrieren – sofern Sie zahlender Kunde sind bzw. diese Möglichkeit für die kostenlosen Blogs noch nicht gesperrt ist. Wenn Sie eingeloggt sind, gehen Sie zu http://<blogname>.blogg.de/admin und wählen aus dem Menü links den Eintrag TEMPLATES aus. Dort angekommen, klicken Sie dann auf HEADER, um dieses Template anzupassen (siehe Abbildung 4.14).

Auch hier kommt es wieder ein wenig auf die Gegebenheiten Ihres Templates an, am besten orientieren Sie sich immer an ein paar markanten Überschriften auf Ihrem Blog. In dem Beispiel soll der RSS-Feed links in der Seitenleiste unter den Trackbacks und Kommentaren angezeigt werden.

Damit die Überschrift und der Inhalt zum restlichen Design der Seite passen, sollten Sie die entsprechenden <div>-Anweisungen ebenfalls einfügen.

Als Benutzer eines 20six.de-Blogs bleiben Ihnen die hier gezeigten Beispiele zur Zeit leider verwehrt, da Sie keinen direkten Einfluss auf den Seitenaufbau haben. Sie können aber einfach hingehen, einen neuen Beitrag schreiben und dort den JavaScript-Code eintragen. Das funktioniert bei allen drei Anbietern, bei 20six.de müssen Sie nur darauf achten, dass Sie den Editor auf den Modus QUELLTEXT umstellen (siehe Abbildung 4.15).


Abbildung 4.14: So sieht der Einbau der Feedroll in das Template bei Blogg.de aus


Abbildung 4.15: nur im Modus Quelltext wird der javaScript-code auch ausgeführt und nicht nur angezeigt

4.1.3 Blogrolls

Der wohl bekannteste Anbieter von Inhalten für Blogs ist Blogrolling.com. Als angemeldeter Benutzer können Sie so genannte BLOGROLLS erstellen, was im Prinzip eine Liste Ihrer Lieblingslinks darstellt. Somit haben Sie für sich selbst an jedem Ort der Welt Ihre Links dabei, Sie benötigen lediglich einen Computer mit Internetzugang, um Ihr eigenes Blog anzusteuern. Und die Besucher Ihres Blogs erhalten so ein besseres Bild von Ihnen, denn auch ohne psychologische Ausbildung lässt sich sicherlich so einiges Interessantes aus den Linklisten eines Menschen herauslesen. Und sei es nur die Hobbys, denen er oder sie nachgeht.

Neben Blogrolling.com gibt es noch weitere Anbieter der Blogrolls, die besseren unter ihnen erlauben es dabei ebenfalls, die Liste nach der letzten Aktualisierung der Links zu sortieren. Somit können Sie und Ihre Leser gleich sehen, bei welchen Links sich in den letzten Stunden, Tagen oder Wochen etwas verändert hat.

Die Anbieter 20six.de und Blogg.de haben bereits eine Blogroll integriert, wie schon in der Einleitung zu diesen Blogs in Kapitel 2 beschrieben wurde. Nur Twoday.net kommt von Haus aus ohne eine solche Verwaltung Ihrer Links daher, bietet aber auch als einziges in der kostenlosen Version die Möglichkeit, fremde Dienste nach Belieben einzufügen.



Blogrolling.com

Durch einen Klick auf CREATE AN ACCOUNT auf der Startseite von Blogrolling.com (www.blogrolling.com) gelangen Sie zur kostenlosen Registrierung. Dabei müssen Sie lediglich eine korrekte E-Mail-Adresse und ein Passwort angeben. Nach dem Absenden dieser Registrierung erhalten Sie eine Bestätigungs- E-Mail, in der Sie den enthaltenen Link anklicken müssen, um die Registrierung abzuschließen.


Abbildung 4.16: für die Registrierung bei Blogrolling.com sind nicht viele Angaben nötig

Sie sind dann automatisch eingeloggt und können über den Menüpunkt NEW BLOG ROLL auf der linken Seite Ihre Linkliste anlegen. Zuerst müssen Sie dabei den Namen der Blogroll und die URL Ihres Blogs angeben.


Abbildung 4.17: In der kostenpflichtigen Version von Blogrolling.com können Sie mehrere Blogrolls erzeugen

Anschließend wird auf einer Übersichtsseite (siehe Abbildung 4.18) ein neues Menü angezeigt, wo Sie mittels ADD LINKS nun Ihre Links hinzufügen können. Neben dem Namen des Links (TITLE) unter der eigentlichen Adresse können Sie noch eine Beschreibung (DESCRIPTION) angeben. Wenn Sie möchten, dass bei einem Klick dieser Link in einem neuen Fenster geöffnet wird, tragen Sie in dem Feld TARGET bitte _blank ein.

Wenn Sie die Checkbox SET AS DEFAULT TARGET anwählen, wird dieses Zielfenster für den nächsten Link, den Sie anlegen, gespeichert. In der Auswahlliste darunter können Sie noch eine Priorität für diesen Link festlegen. Wie sich die Priorität der Links auf die Darstellung Ihrer Blogroll auswirkt, erklären wir Ihnen zusammen mit den anderen Einstellungsmöglichkeiten bei Blogroll.com.






Abbildung 4.18: Für jeden Link, der auf Ihrer Blogroll angezeigt werden soll, müssen Sie zumindest Title und URL angeben

Mit einem Bookmarklet können Sie sich die Arbeit etwas vereinfachen. Neue Links lassen sich aber auch einfacher hinzufügen. Unter dem Menüeintrag 1-CLICK BLOGROLLING verbirgt sich ein weiteres Bookmarklet. Ziehen Sie den Link, der auf der neuen Seite angezeigt wird, in die Linkleiste Ihres Browsers, wobei Sie eine eventuelle Warnung des Browsers ohne Bedenken wegklicken können.

Wenn Sie nun auf einer Seite sind, die Sie gerne in Ihren Blogroll übernehmen möchten, klicken Sie nur noch auf diesen Link. Sofort öffnet sich ein Fenster von Blogroll.com, wo Name und URL der Seite bereits eingetragen sind. Eventuell müssen Sie sich noch einloggen, Sie können jedoch durch Auswählen der Checkbox REMEMBER ME dafür sorgen, dass ein Cookie gesetzt wird und Sie sich beim nächsten Mal nicht mehr einloggen müssen.

Ansonsten können Sie auch hier den Link noch weiter spezifizieren und dann mit ADD LINK Ihrem Blogroll hinzufügen. Diese neuen Links erscheinen dann sofort dort, wo Sie den Code für diese Blogroll eingebaut haben. Den Code selbst erhalten Sie auf der Seite GET CODE. Die einfachste Variante ist dabei der JavaScript-Code, den Sie einfach aus der entsprechenden Zeile herauskopieren.

Anschließend loggen Sie sich wieder bei Twoday.net oder Blogg.de ein und bauen den Code an einer beliebigen Stelle in Ihrem Blog ein.


Abbildung 4.19: Der Einbau der Blogroll bei Twoday.net ist genauso einfach wie für den Feedroll

Die Darstellung der Blogroll passen Sie unter PREFERENCES an, dabei sind einige der Möglichkeiten einer kostenpflichtigen Version der Blogrolls vorbehalten. An dieser Stelle beschreiben wir nur die wichtigsten Optionen, die Sie für Ihr Blogroll nutzen können.

In dem Abschnitt SORTING YOUR LINKS bestimmen Sie, wie die Links sortiert sein sollen. Zur Auswahl stehen dabei zufällig (RANDOM), alphabetisch (ALPHABETICALLY), nach Priorität (PRIORITY) und nach dem Zeitpunkt der letzten Änderung (RECENT). Wenn Sie eine der aufgeführten Figuren aus dem Abschnitt SORTING TRICKS wählen, wird versucht, die Links so darzustellen, wie es die Figur zeigt.

Bei umfangreichen Linksammlungen kann es sinnvoll sein, die Liste optisch aufzulockern. Dann können Sie im Abschnitt LINK BLOCKS angeben, wie viele Links in Blöcken zusammen angezeigt werden sollen.

Sehr hilfreich sind dann noch die Angaben in dem Bereich RECENTLY UPDATED. In den beiden Textfeldern können Sie einen Text angeben, der vor (PREPEND) oder nach (APPEND) einem Link angezeigt werden soll, dessen Inhalt kürzlich aktualisiert wurde. Mittels der Auswahlliste geben Sie an, was „kürzlich“ bedeutet. Wählen Sie z.B. 24 STUNDEN (24 HOURS) aus, werden all die Links mit dem angegebenen Text markiert, bei denen der Inhalt innerhalb der letzten 24 Stunden aktualisiert wurde.


Abbildung 4.20: So sieht eine fertige Blogroll von Blogrolling.com aus

Blogg.de

Selbst wenn Sie Ihr Blog nicht bei Blogg.de haben, können Sie trotzdem die dortigen Blogrolls benutzen. Die Registrierung als Benutzer ist dabei die einzige Hürde, die Sie überwinden müssen, ein Blog müssen Sie bei Blogg.de dafür nicht einrichten.

Nach dem Einloggen bei Blogg.de finden Sie alle Informationen zu den Blogrolls unter dem Punkt DEINE BLOGROLLS. Beim Einrichten Ihrer Blogroll bei Blogg.de müssen Sie nicht viel beachten, nur einige der Auswahlmöglichkeiten sind zum Zeitpunkt der Drucklegung dieses Buches noch nicht vollständig umgesetzt. Nach dem Einrichten der Blogroll geht es über EINBAU DEINER BLOGROLL zu dem JavaScript-Code, den Sie nun in Ihr Blog integrieren können.

Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Rechteinhabers unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Speicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.

1