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Autor: Voß, Peter.
Titel: Zu viel Gewalt bei ARD und ZDF? Ein Interview von Jürgen Hoeren.
Quelle: Peter Voß: Wem gehört der Rundfunk? Medien und Politik in Zeiten der Globalisierung. SWR-Schriftenreihe Medienpolitik 2. Baden-Baden 2002. S. 39-45.
Verlag: Nomos Verlagsgesellschaft.
Die Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Autors.
Peter Voß
“Zu viel Gewalt bei ARD und ZDF?”
Ein Interview von Jürgen Hoeren
Herr Voß, nach den schrecklichen Ereignissen von Erfurt stand plötzlich die Rolle der Medien auf der Tagesordnung: Zu viel Gewalt im Internet, bei den Video-Spielen, aber auch auf den Fernsehkanälen, und zwar nicht nur bei den privaten, sondern auch bei den öffentlich-rechtlichen. Da lag die Frage nahe: Ziehen Sie sich diesen Schuh an? Gibt es auch in den Fernsehprogrammen von ARD und ZDF zu viel Gewalt?
Eine Frage, die uns immer beschäftigen muß und uns auch immer beschäftigt hat. Wenn man sie allerdings auf Erfurt bezieht, dann ist es eine schwierige Frage, weil man sofort in den Verdacht gerät, man wolle sich der eigenen Verantwortung entledigen, womöglich noch mit dem Finger auf andere zeigen. Was man von diesem Täter weiß, das deutet eher auf den intensiven Konsum von aggressiven Internetspielen oder Gewaltvideos hin, doch auch da kann uns niemand genau sagen, ob solche Spiele, die für sich genommen schon brutal sind, für solche Taten unmittelbare Auslöser oder vorbereitende Faktoren sein können, oder ob sie die Menschen eher entspannen und damit seelisch entlasten, so wie andere Spiele. Auch Schach zum Beispiel ist eigentlich ein Kriegsspiel und aus der Kriegserfahrung heraus konzipiert worden. Ich habe freilich schon das Gefühl, daß bestimmte Spiele und bestimmte Gewaltfilme und Videos junge Menschen zu dem Glauben verleiten können, sie könnten sich auf diese Weise selbst verwirklichen – nicht nur ihre Probleme lösen, sondern auch die Geltung und Akzeptanz, die sie anderswo nicht bekommen, mit Gewalt erlangen.
Was uns betrifft, so müssen wir immer wieder kritisch und selbstkritisch hinschauen und unsere Programme überprüfen. Eine direkte Wirkung auf Menschen in der unterstellten Weise ist freilich nicht nachzuweisen. Ich war gerade auf einer Veranstaltung zum Jubiläum eines großen Stuttgarter Verlages. Dort hat ein Minister gesagt, amerikanische Untersuchungen zeigten einen direkten Zusammenhang zwischen Fernsehen und Gewaltbereitschaft auf. Nur: Alle Untersuchungen, die ich kenne, zeigen auch einen direkten Zusammenhang zwischen Armut und Gewaltbereitschaft, aber auch zwischen Armut und Fernsehen. Das heißt, wer in den Slums haust, vielleicht noch als Angehöriger einer ethnischen Minderheit, wer keinen Job und kein Geld hat, der sieht viel fern – was soll er sonst machen? Und zugleich ist er in höherem Maße gewaltbereit. Damit ist eben nicht gesagt, daß das Fernsehen der einzige oder wichtigste Auslöser ist. Mir scheint, die Sache ist sehr viel komplexer. Ich glaube, wir alle müssen gleichsam in uns gehen – und das geschieht ja auch –, um sehr sorgfältig zu überprüfen, ob wir, vom Bildungswesen bis zum Elternhaus, Anlaß haben, an unseren “Programmen” im weitesten Sinne etwas zu ändern.
Aber wenn Sie selbst abends durch die Programme zappen, was Sie als Intendant ja wahrscheinlich auch ab und zu tun, haben Sie da nicht manchmal den Eindruck: Es ist zuviel Gewaltdarstellung auf dem Bildschirm zu sehen?
Diesen Eindruck kann man gelegentlich gewinnen – obwohl: Übermorgen werden wir wieder in der Zeitung lesen, da gebe es zu viel “Volksmusik” und zu viel seichte Unterhaltung, und dann heißt es wieder, wie langweilig wir doch sind. Das heißt: Hier greifen sich natürlich die Kritiker immer das heraus, was sie gerade brauchen, und auch wir, glaube ich, formulieren unsere Eindrücke oft nach den Tendenzen, die gerade die Diskussion bestimmen. Es kommen sicher zu viele gewaltsame Einzelszenen in reißerischen Filmen vor, in Hollywood-Serien, in bestimmten Thrillern – doch wenn ich mir unsere “Tatorte” ansehe, so hatte ich allenfalls früher ein paar Mal Ausrutscher zu bemängeln, in letzter Zeit kaum mehr. Gewiß, zu jedem Krimi gehört eine Leiche, und natürlich gibt es auch die Faszination der Menschenjagd – vielleicht verspürt jeder ein bißchen davon in sich. Aber das direkte Aufreizen oder den Eindruck, da werde Gewalt als Problemlösung legitimiert, kann ich nicht entdecken. Und was des Guten oder Bösen zu viel ist, das kann die Menschen ja auch abstumpfen, darüber streiten die Gelehrten. Es gibt natürlich einen zweiten Aspekt: die tatsächliche Gewalt auf dieser Welt, die wir zeigen – das ist der andere Teil des Vorwurfs. Doch auch das hat zwei Seiten! Ich bin fest davon überzeugt: Ohne die Fernsehbilder vom Balkan, die in Amerika und Europa Abend für Abend in die Wohnzimmer transportiert wurden, hätte der Westen dort nicht oder sehr viel später eingegriffen. Dann wäre noch viel mehr Blut vergossen worden. Also auch da ist die Sache schwierig und schwer zu regeln. Wenn der Gesetzgeber uns einschränken wollte – wie denn? Das ist schon deshalb eine schwierige Materie, weil sie mit der Freiheit der Medien zu tun hat.
Die Zuschauer möchten offenbar Filme, Krimis mit Gewaltdarstellungen sehen – sonst würden sie ja abschalten, sonst wären die Einschaltquoten nicht so hoch. Aber: Darf sich gerade das öffentlich-rechtliche Fernsehen nur nach dem Geschmack der Masse richten? Sind wir nicht mittlerweile Gefangene der Einschaltquoten?
Nein, das sind wir ganz sicher nicht. Man kann erstens nicht sagen, daß alles, was hoch eingeschaltet ist, schlecht ist. Die am höchsten eingeschaltete Sendung im gesamten deutschen Fernsehen ist mit schöner Regelmäßigkeit die “Tagesschau”, und der wird man keine reißerische Machart unterstellen können. Ihr wird ja manchmal sogar vorgeworfen, sie komme eher altmodisch daher im Vergleich zu den Nachrichtensendungen der Privaten und manchmal auch des ZDF, gleichwohl erreicht sie die höchsten Einschaltquoten von allen. Ebenfalls sehr gut werden unsere Krimis angenommen, nur: Gerade Krimis, deren Handlung sich eher langsam entwickelt, wo es also nicht gleich knallt und ballert und sich dann Menschen in ihrem Blute wälzen, schneiden ebenfalls bestens ab. Es stimmt ja auch nicht, daß sich Gewalt per se besonders gut verkaufen würde. Also: Weder schauen wir nur nach der Quote, noch bringt Gewalt unbedingt immer die Quote. Bestimmte Filme – Actionfilme einer gewissen Machart – haben offenbar großen Zuspruch unter jungen Leuten gefunden, aber diese Filme haben wir ja kaum im Programm. Wir können sie gottlob auch gar nicht kaufen.
Halten Sie die Initiative von Bundeskanzler Gerhard Schröder, die Verantwortlichen der Medien an einen runden Tisch zu holen, für sinnvoll? Gibt es nicht längst eine ausreichende, institutionalisierte Kontrolle der Medien von der Bundesprüfstelle bis hin zu den Rundfunkräten? Muß die Kontrollschraube tatsächlich noch stärker angezogen werden?
Darüber kann man auch lange grübeln. Zunächst einmal darf natürlich jeder, auch ein hoher Repräsentant der Bundesrepublik Deutschland, die Medienverantwortlichen an seinen Tisch bitten und mit ihnen über diese Fragen diskutieren. Allerdings hat der Bundeskanzler zumindest für uns, die Rundfunksender, als Verfassungsorgan keine Zuständigkeit. Die liegt bei den Ländern. Sie haben die Rechtsaufsicht und die Gesetzgebungskompetenz. Sie müßten also tätig werden, wenn sie etwas zu beanstanden hätten, allerdings im Rahmen der Rundfunkfreiheit. Deshalb haben wir ja unabhängige Aufsichtsgremien, damit der Staat, der sonst rasch in den Verdacht geriete, das Programm beeinflussen zu wollen in seinem Sinne – und das heißt: die Politiker und die Parteien in ihrem Sinne – außen vor bleibt. Wir werden in der Tat schon sehr gründlich kontrolliert. Gerade in unseren Gremien wird sehr intensiv über alle Sendungen diskutiert. Allerdings gibt es keine Vorzensur, sondern nur die Kritik im Nachhinein. Das muß auch so sein. Das heißt, wenn Fehler gemacht werden, kann und muß man aus ihnen lernen.
Ich konnte im übrigen die von Ihnen erwähnte Einladung des Kanzlers aus Termingründen nicht annehmen. Es war auch von der Sache her nicht erforderlich und wäre im Hinblick auf das Gebot der Staatsferne optisch nicht unproblematisch, wenn gleich zehn Intendanten auf einmal in Berlin antreten, nur weil der Bundeskanzler ruft. Aber die ARD als Ganzes hätte sich einer solchen Einladung natürlich nicht entziehen können, so wie es der ARD-Vorsitzende Pleitgen auch nicht getan hat. Ob viel herauskommt bei der nun vorgeschlagenen Art von Ehrenkodex, an den sich dann ja auch die Privaten, die Internetprovider und die Videofilmhersteller halten sollen, wage ich zu bezweifeln. Aber die Diskussion ist notwendig und sinnvoll, und da ist jeder Beitrag willkommen.
Hatte für Sie diese Einladung einen Schuß wahltaktisches Manöver in sich?
Da ich als Intendant politisch neutral und naiv bin, kann und will ich das nicht beurteilen. Wir alle kennen Herrn Schröder als starken Wahlkämpfer, der sehr genau weiß, wann man wie die Klaviatur bedienen muß. Im Übrigen konnte sich natürlich nach Erfurt kein Politiker diesem Ereignis entziehen. Erst einmal unterstelle ich, daß alle Politiker ebenso erschüttert waren wie wir anderen Bürger auch, daß alle erschrocken waren. Zweitens: Selbst wenn jemand nicht erschüttert gewesen wäre, hätte er dies doch bekunden müssen, weil wir alle so, wie wir nun mal sind, wir Bürger, unseren Politikern ihr Verhalten sonst sehr übelgenommen hätten. Doch wenn sie diese Betroffenheit so bekunden, wie wir es erwarten, dann kritisiert man sie auch wieder und sagt, das sei doch alles nur Wahlkampf. Politiker kommen aus dieser Situation nur schwer heraus, deshalb habe ich da nichts zu bemängeln.
Aber was könnte das konkrete Ziel einer solchen Kanzlerrunde sein?
Ich denke, es kann nur ein Diskussionsanstoß sein. Der Kanzlerkandidat der Unionsparteien, Ministerpräsident Stoiber, hat wiederum dem Kanzler ein Bündnis gegen Gewalt angeboten. Beide können und müssen damit zeigen, daß ihnen das Thema wichtig ist, und so etwas kann ich nicht ablehnen. Das heißt nur nicht, daß wir schnelle Lösungen anzubieten hätten – das sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Es heißt nur, daß wir intensiv darüber reden und schauen, was wir anders machen können. Wir wissen doch: Alle bewußtseinsprägenden Institutionen haben heute an Prägekraft verloren – die Kirchen, die Parteien usw. Jetzt sollen es die Eltern richten. Ja, die Eltern – sind sie denn allein verantwortlich? Da erziehen doch unglaublich viele mit – auch die Medien, sicher, und darüber hinaus das gesamte Umfeld. Die Politik muß charakterliche Vorbilder bieten – lassen wir offen, ob sie das leistet. Da kommt doch unendlich viel zusammen, und jetzt sagen wir: die Eltern! Damit schrecken wir vermutlich noch mehr junge Leute davon ab, Kinder zu kriegen; denn das bedeutet ja eine ungeheure Verantwortung. Wir tun auch immer so, als könnten und müßten wir nur alles richtig machen, und dann gäbe es keine Gewalt mehr. Also: Wenn wir genug Schulpsychologen hätten und jeder Eigenbrötler gleich einbestellt und freundlich mit ihm gesprochen würde, wenn er sich mal ein bißchen in sich zurückzieht oder verletzt wirkt, dann kann so etwas nie wieder passieren, scheinen viele zu glauben. Man kann sicherlich immer noch mehr tun, noch mehr bieten an Sicherheit, an Zuwendung, aber die Gewalt gehört trotzdem zum Wesen des Menschen. Wir müssen sie eindämmen, soweit irgend möglich, aber wir dürfen doch nicht so tun, als müßten wir nur bestimmte Rezepte anwenden und könnten solche Untaten damit ausschließen. Wir können so etwas nicht ausschließen.
Die Gewaltverherrlichung ist ja schon lange strafbar nach Paragraph 113 des Strafgesetzbuches. Hat man nicht in der Vergangenheit schlicht die Grenzen immer durchlässiger gemacht – ähnlich wie bei Pornographiedarstellungen? Die Staatsanwälte, die Institution, die versucht, noch mehr Gewaltdarstellungen einen Riegel vorzuschieben oder die Pornographie zu bekämpfen, wurden in der Vergangenheit eher belächelt, und Kirch versucht ja jetzt mit seinem Premiere-Kanal “Pay TV” gerade mit Pornographie wieder mehr Geld zu machen und keiner regt sich eigentlich sehr auf.
Na ja, es kommt darauf an, ob es wirklich schon harte Pornographie ist bei Kirch – Kirch hat es ja mit seinem Angebot nicht geschafft. Pay TV hat in Deutschland, das darf ich am Rande sagen, nach meiner Meinung nur eine Chance entweder mit Sportrechten, die dann aber sehr viel günstiger erworben sein müßten, damit sie auch günstig weiter vermarktet werden können – das ist jetzt einfach zu teuer im Pay TV – oder aber eben mit harter Pornographie. Denn unser Angebot im freien Fernsehen öffentlich-rechtlicher und privater Art ist so reichhaltig, daß sich alles andere im Pay TV sowieso nicht rechnet. Aber davon abgesehen haben Sie recht. Die, die bei Exzessen bestimmter, wenn auch nicht aller privaten Anbieter gewarnt haben, und zwar davor, daß die Menschenwürde verletzt wird, daß Gewalt als selbstverständliches Mittel der Problemlösung erscheint und Menschen nur noch als Mittel zum Zweck vorkommen, auch im Bereich der Sexualität, und daß dabei auch noch brutale Gewalt und Sexualität kombiniert werden – all diese Warnungen und Warner sind eher belächelt worden. Nun ist es ganz schwierig, so einen Trend zu stoppen. Das Zeug wird irgendwo auf der Welt produziert, man kann das kaum kontrollieren, jeder kann es sich über das Internet oder sonstwie reinziehen – den Drogenhandel haben wir ja auch nicht im Griff. Freilich, wenn sich die Zuschauer irgendwann von derartigen Dingen wieder abwenden sollten – zum Beispiel aufgrund solcher Diskussionen –, dann rechnen sich diese Angebote auch nicht mehr, und das Problem löst sich über den Markt. Optimistisch bin ich da allerdings nicht.
Sind Sie, Herr Voß, mit der Art und Weise, wie das Ereignis von Erfurt in der ARD verarbeitet und aufgearbeitet wurde, zufrieden? Wurde nicht der Amoklauf – medial betrachtet – selbst zum Event?
So eine Amoktat ist leider ein Ereignis, an dem man nicht vorbeigehen kann in Wort und Bild. Ich denke, im Großen und Ganzen haben wir intensiv genug berichtet, aber auch mit der gebotenen Behutsamkeit. Ich glaube, die Leute hätten es uns auch übelgenommen, wenn wir das Thema nicht intensiv behandelt, sondern sozusagen mißachtet hätten. Die Leute waren erschüttert, erschrocken. Man hat in der Illusion gelebt, so etwas gebe es bei uns nicht, obwohl dergleichen in Europa auch in vergleichbarer Größenordnung sehr wohl vorgekommen ist in den vergangenen Jahren. Womöglich haben wir das nicht aufmerksam genug wahrgenommen oder zu schnell wieder vergessen. Wir haben wohl auch nicht hinreichend zur Kenntnis genommen, wie leicht Menschen an Waffen herankommen können, auch aufgrund der Waffenschwemme aus dem früheren Ostblock. Was heißt übrigens Event? Wir haben da nichts inszeniert, wir haben berichtet. Über Trauerfeiern muß man berichten, über die Frage, wie es den Schülern geht, wie die Lehrer damit fertig werden, muß man berichten, über die Ermittlungen muß man berichten, über die Bekundungen der Politik muß man berichten. Was soll man da verschweigen? Bei uns im Fernsehen gehört das Bild dazu, wir sind ein Bildmedium, dazu sind wir da. Ich bin sehr dafür, daß man da nicht übertreibt, daß man so taktvoll wie möglich vorgeht, daß man sich vor allem mit schnellen Urteilen zurückhält, daß man nicht Erschütterung in Szene setzt, wie es manchmal vorkommt – etwa so wie es einige Pressefotografen gemacht haben nach dem Motto “Fall deiner Freundin noch mal um den Hals und zeig noch mal Tränen”. Das finde ich ziemlich ekelhaft. Ich bin beim öffentlich-rechtlichen Angebot nur einmal erschrocken, nämlich als bei der Trauerfeier das Bild der Eltern des Täters hautnah gezeigt wurde, die doch wußten, als sie da am Fenster standen, daß eine Kamera auf sie gerichtet war. Das war für mich nicht nötig! Man hätte mitteilen können, sie sind da und sehen zu, und man hätte mitteilen können, wie sie sich geäußert haben und wie entsetzt sie sind. Das hätte gereicht! Aber im großen und ganzen, denke ich, haben wir das Ereignis angemessen und das heißt: dem Schrecken, aber auch der Würde der Opfer und der Würde der Trauernden gemäß dargestellt.
Wird im SWR-Rundfunkrat über Erfurt und die Folgen diskutiert werden?
Das ist Sache des Rundfunkrates. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, daß man das Thema einfach außen vor läßt. Es wird sicher in den Ausschüssen, im Fernsehausschuß und im Hörfunkausschuß, dargestellt werden, was wir in der Berichterstattung geleistet oder nicht geleistet haben im Fernsehen und im Hörfunk. Der SWR hat viel gebracht, und auch das, was ich zum Beispiel im Radio gehört habe, hat mich überzeugt, es war nach meiner Meinung richtig, notwendig und angemessen. Aber das wird erörtert werden, und man wird sicher bei der Gelegenheit auch die Rolle des Rundfunks – und dabei vor allem des Fernsehens, wegen der Suggestivwirkung der Bilder – grundsätzlicher diskutieren.
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