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Autor: Wagner, Hans-Ulrich.

Titel: Axel Vieregg: Der eigenen Fehlbarkeit begegnet. Glenn R. Cuomo: Career at the Cost of Compromise.

Verlag: Axel Vieregg (Hg.): "Unsere Sünden sind Maulwürfe": Die Günter-Eich-Debatte. Amsterdam/ Atlanta 1996. S. 77-83.

Quelle: Rodopi.

Die Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Autors.



Hans-Ulrich Wagner

Axel Vieregg: Der eigenen Fehlbarkeit begegnet.
Günter Eichs Realitäten 1933-1945.

Eggingen: Edition Isele 1993, 74 Seiten.

Glenn R. Cuomo: Career at the Cost of Compromise.
Günter Eich's Life and Work in the Years 1933-1946.

(= Amsterdamer Publikationen zur Sprache und Literatur, Bd. 82).
Amsterdam: Rodopi 1989, 178 Seiten.

Gibt es einen »Fall Eich«? Die ebenso lakonische wie gleichzeitig brisante Frage zielt auf zweierlei: Leistete sich Günter Eich (1907-1972), der durch sein literarisches Werk in der Nachkriegszeit zu einer der maßgeblichsten moralischen Instanzen avancierte, einen »Kniefall« vor den nationalsozialistischen Machthabern? Oder anders gefragt: Wie steht es um Günter Eich als »Fallbeispiel«, als exemplarische deutsche Schriftsteller-Biographie, deren Start eben schon vor der sogenannten »Stunde Null« einsetzte? Der Literaturbetrieb dieser Tage nähert sich diesem Thema wieder einmal über den Anlaß eines Skandalons.

Die Fakten: Axel Vieregg, Germanistik-Professor in Neuseeland und Herausgeber der Bände 1 (Gedichte) und 4 (Vermischte Schriften) der neuen Günter-Eich-Werkausgabe, schreibt einen Aufsatz über »Günter Eichs Realitäten 1933-1945«, worin er sich den Arbeiten von Eich für den Rundfunk während der NS-Zeit widmet. Seine Ausführungen sollen in einem Materialienband erscheinen, den Karl Karst, der Herausgeber der beiden Werk-Bände 2 und 3 (Hörspiele), derzeit für den Suhrkamp Verlag zusammenstellt. Doch ein Streit zwischen Verlagsleitung und Vieregg entbrennt, Verleger Siegfried Unseld verhindert nicht nur die Publikation des Artikels, sondern er kündigt auch gleich den Vertrag mit Vieregg für eine geplante Edition von Günter-Eich-Briefen auf. Der Eich-Forscher legt diesen somit aktuell gewordenen und enorm aufgewerteten Aufsatz nun als selbständiges Büchlein in dem kleinen, aber sehr engagierten Verlag von Klaus Isele vor.

Was ist nun so aufsehenerregend an den Thesen des neuseeländischen Wissenschaftlers? Vieregg will zeigen, »wie Eich hinauswuchs über das, was er selbst am klarsten als sein Fehlverhalten erkannte, und wie er in diesem Erkennen an dichterischer Kraft gewann« (S. 6). Ausgangspunkt ist für ihn Eichs »Verstrickung« (S. 11) in die Fänge des Goebbelschen Rundfunks sowie die Tatsachen, daß Eich »sich verkauft hatte« (S. 25) und mit über 160 Funkarbeiten von 1933 bis 1940 seine »Rundfunkkarriere« mit dem Preis der eigenen Selbstaufgabe bezahlte. »Was anfangs als Nische erschienen sein mag, erwies sich jedoch zunehmend als Falle« (S. 26), schreibt Vieregg. Er geht vor allem auf den Königswusterhäuser Landboten (KWL) ein, jene so beliebte Sendereihe, die Eich zusammen mit Martin Raschke monatlich vom 4. Oktober 1933 bis 9. Mai 1940 schrieb, und in besonderer Weise auf das Hörspiel Radium, gesendet am 22. September 1937 im Programm des Reichssenders Berlin. Viereggs abschließendes Urteil ist vernichtend: Er konstatiert ein »bewußtes Optieren für den nationalsozialistischen Staat« (S. 20), ein »moralisch verwerflich[es]« (S. 46) Verhalten, spricht von »schuldig« (S. 62) angesichts dieser »Fehlbarkeit« (Buchtitel). Viereggs Anathema über Eich wird einzig gerettet durch die übergreifende These, daß Günter Eich nach diesem von ihm zunehmend erkannten »moralischen Dilemma« (S. 53), nach der »Krise, in die Eich ab 1936 geriet« (S. 49), sein weiteres Schreiben nach 1945 als »Trauerarbeit« und »Abtragen von Schuld« (S. 12) begriffen habe.

Angesichts einer solchen neuerlichen Stellungnahme, die in der Günter­-Eich-Forschung als das Problem von Kontinuität oder Brüchen in seiner literarischen Entwicklung schon des längeren erörtert wird,1 werden sich aber ebenso manche Rundfunkhistoriker fragen, was denn an den Viereggschen Thesen so überraschend neu ist. Die Tatsache, daß Günter Eich zwischen 1933 und 1940 für den Rundfunk Beiträge schrieb, kann es, spätestens seit Hans Dieter Schäfer 1976 einen entscheidenden Schritt über die 1973 verlegte, aber unzureichende erste Werkausgabe von Günter Eich hinaustat, nicht sein. Schäfer, selbst noch schwankend in der Zählung zwischen 19, 22 und 27 Hörspielen zuzüglich 70 Folgen des Königswusterhäuser Landboten,2 unternahm einen Interpretationsversuch, der bis heute nichts an analytischer Schärfe und Stichhaltigkeit eingebüßt hat.

Eich und alle seine Veröffentlichungen zwischen 1933 und 1945, also auch die Gedichte, die Prosa - seine Katharina erschien als Feldpostausgabe bis 1945 in einer Auflage von 32 000 Exemplaren - und ein Theaterstück dienten demnach ebenso wie die Funkarbeiten einer »neuen Gefühlsinnigkeit«. Sie trugen zu einer fortschrittsfeindlichen Bukolik und Idyllik bei, die - obwohl selbst nicht nationalsozialistisch - durchaus ihren Platz in der Literatur während des »Dritten Reiches« behaupten konnte. Sie glaubte sich unpolitisch und schrieb, wie im Fall der »Kolonne«-Autoren Eich, Lange, Kuhnert, Raschke und Oda Schaefer, ihre auf die Krise um 1930 reagierenden apolitischen, antizivilisatorischen und auf einen inneren Bezirk beschränkten Positionen fort. Gerhard Hay summierte daher 1976 in einem ersten zusammenfassenden Artikel über das Hörspiel im »Dritten Reich«: Diese Autoren »schrieben keine Propaganda - und ihre Beiträge waren mehr als Unterhaltung: und doch erwiesen sich die Texte (...) im unfreien Freiraum der Diktatur als politisch, wie alles, was mit Billigung gesendet wurde«3. Ein solches Urteil konnte wenig später Stefan Bodo Würffel zuspitzen, der zum ersten Mal »Detailanalysen« der Eich-Hörspiele Weizenkantate und Fährten in die Prärie vorlegte und somit begründet von einer »systemstabilisierenden Funktion«, von einer »relativierten Propagandafunktion« sprechen konnte, die alles andere als subversiv gegenüber der »Gemeinschaftsideologie«, seiner »Hordenromantik«, ja selbst der »völkischen Heimat- und Blutliteratur« gewesen sei.4 Im Zusammenhang seiner großangelegten Abhandlung zum Hörspiel im Dritten Reich führte Wolfram Wessels 1985 aus:5 Eich schrieb für den nationalsozialistischen Rundfunk in der »Kontinuität seines Denkens«; Begriffe wie »Kompromiß«, »Opportunismus« und »Innere Emigration« greifen fehl. Zivilisationskritik, Idyllisierung und Sehnsucht nach ganzheitlichem Leben etwa lassen Eich »als typisch für diese Zeit gelten«.

Wessels konnte sich für sein Urteil auch zum ersten Mal auf die profunde »kommentierte Neuaufstellung« der Eichschen Rundfunkbeiträge 1933 bis 1940 stützen, die Glenn R. Cuomo veröffentlicht hatte.6 Der amerikanische Germanist Cuomo weist insgesamt »über 155 Rundfunkbeiträge« nach, davon mehr als 50 Hörspiele und Hörfolgen. Seine akribische Zusammenstellung aufgrund der Auswertung von Programmzeitschriften konnte selbst durch das »chronologische Gesamtverzeichnis (1932-1952)« 1991 in der revidierten zweiten Auflage der Gesammelten Werke Eichs nicht wesentlich ergänzt werden.7

Dieser dokumentierende Aufsatz Glenn R. Cuomos war eine kleine Teilveröffentlichung aus seiner 1982 an der Ohio State University abgeschlossenen Dissertation. Seit 1989 liegt die durch weitere Rechercheergebnisse überarbeitete Untersuchung nunmehr publiziert vor. Doch überraschenderweise wurde sie bislang zum Großteil überhaupt nicht zur Kenntnis genommen oder nur unzureichend rezipiert8, obwohl Cuomo zweifelsohne den Höhepunkt des skizzierten Forschungsüberblickes darstellt. Seine Arbeit ist die bislang eingehendste, wissenschaftlich-gründlichste Analyse der biographischen und literarischen Zeugnisse Eichs.

Cuomo besticht zunächst durch eine quellenkritisch äußerst vorsichtig abwägende Behandlung der Dokumente zur Biographie von Eich in diesen Jahren. Das zeigt sich in der Frage des Antrags von Eich auf Mitgliedschaft in der NSDAP, der - obwohl wahrscheinlich wegen des Aufnahmestops nicht vollzogen - nur wegen der Karriere Eichs beim Rundfunk gestellt worden war. Für Eich, gerade 26 Jahre jung, fügte es sich, »that the onset of Germany's fascist regime coincided with the Start of the most lucrative phase thus far in his writing career« (S. 23). Aber nicht nur die finanziellen Bürden durch den Hauskauf in Poberow an der Ostsee ließen Eich nicht zum Antagonisten werden; »Eich's conservative ideology« (S. 15) aus dem »Kolonne«-Kreis oder etwa seine Nähe zu Gottried Benn, der bewußt und in Absprache mit ihm als Referenz für den Antrag auf Aufnahme in den Reichsverband Deutscher Schriftsteller (RDS) vom 18. Juli 1933 gewählt wurde,9 gab dem jungen Literaten Eich dazu auch keine Veranlassung.

Nach diesem Einleitungskapitel folgt die bereits erwähnte »Listing of Eich's Radio Texts«. Wichtig für den Kontext in den folgenden Einzelanalysen ist der Überblick »The Radio Play under National Socialism«, da Cuomo dabei sehr stark auf »plebeian entertainment and popular enlightenment« (S. 55) rekurriert, mit denen er die von Goebbels forcierte Ausrichtung des Rundfunks auf Unterhaltung als Schwerpunkt der NS-Propaganda beschreibt. Erst vor diesem Hintergrund betrachtet Glenn R. Cuomo die Rundfunkarbeiten von Günter Eich im einzelnen und schickt sich an, Differenzierungen bei den Bewertungen zu treffen. So stellen sich die Hörspielbearbeitungen nach literarischen Vorlagen als »unproblematic« (S. 67) dar. Sie sind in ihrer Unterhaltungsfunktion »part of Goebbel's campaign (...) to establish the >Volksfunk<« (S. 68). Ein anderes Bild bietet sich freilich sofort, wenn Günter Eich sich historischen Themen widmet. Hier führt die Parallelität mit den heroischen und nationalistischen Tendenzen des Regimes zum Urteil, daß »Eich's nonextant historical broadcasts might very well have been blatant examples of his conformity to party doctrine« (S. 74).

Auch die Analyse des Königswusterhäuser Landboten, die Cuomo vorlegt, überzeugt, da sie die Ambivalenz herausarbeitet, welche diesen monatlichen Sendefolgen so eigentümlich ist. Natürlich sind es zunächst einmal künstlerisch unprätentiöse, zum Teil sentimentale Geschichten, die in der Tradition des Hebelschen »Hausfreundes« das einfache Leben auf dem Land feiern. Doch in der Nazi-Propaganda gerät ein solches Lob des Bauerntums sehr schnell in die Nähe der Blut-und-Boden-Ideologie. Der »KWL« wird im NS-Rundfunk zu einem »model radio program« (S. 80). in dem »the essential aspects of the >Blut-und-Boden< utopia are represented« (S. 84).

Im Gegensatz zur Heile-Welt-Sicht des »KWL« stehen die 1936 und 1937 entstandenen Hörspiele Weizenkantate, Fährten in die Prärie und Radium in der literarischen Tradition Eichs, die eine anti-industrielle, anti­amerikanische und explizit fortschrittsfeindliche Haltung einnehmen. In ihnen spiegelt sich ein eigentümliches Verhältnis zur NS-Ideologie. Gewisse Elemente, wie der Chor in Weizenkantate schließen formal an Nazi-Hörspiele an, rücken das Ganze »into the realm of myth« (S. 99) und lassen den Protagonisten Carleton als »a type of >Blut-und-Boden< crusader« (S. 101) erscheinen. Andererseits argumentiert ausgerechnet Winnetou nationalistisch, was der Rassenideologie sicherlich widersprochen haben dürfte. Überhaupt ist diesen Hörspielen »an omnipotent tone of negativism« eigen, »which does not harmonize with NS ideology« (S. 95). Cuomo spricht daher an dieser Stelle die wichtige Behauptung aus, daß die erstaunlicherweise nur ein- oder zweimal gesendeten Hörspiele keinerlei Krisen-These bedingen können. Obwohl auch Cuomo den wankelmütigen Dichter Patt und Kittys Song von der Schuld (Fährten in die Prärie) ebenso wie die Rolle von Chabanais (= frz.: Bordell - Radium) als zynisches Selbstbildnis der Eichschen Situation sieht, kommt er zu dem Schluß: »All indications are that after Radium he [= Eich] worked even more diligently to fulfil the regime's expectations of a »good« radio author. In contrast to his character Chabanais, Eich did not end his collaboration with an oppositional gesture, but with probably his most compromising broadcast in the entire Nazi period, a blatant piece of anti-British propaganda, the expose Aufstand in der Goldstadt« (S. 114).

Glenn R. Cuomo stellt Hermann Kasacks »Persilschein« für Günter Eich vom 30. August 1946 an den Schluß. Wenn Kasack gegenüber der amerikanischen Militärbehörde in Regensburg von »reiner Dichtung« spricht, von einem »Menschen, der (...) den Hitlerismus instinktiv ablehnte«, so müsse der Wissenschaftler von heute aus gesehen anders urteilen. Eichs »opportunism« (S. 139) sei notwendig für die Rundfunkkarriere gewesen, die zeitgleich mit dem Dritten Reich begann: Günter Eich - eine für die deutsche Literaturgeschichte nicht ganz ungewöhnliche »Career at the Cost of Compromise«.

Doch zurück zum Aufsatz von Axel Vieregg. Es wurde deutlich, daß das Problem eigentlich nicht in den inhaltlichen Punkten hätte liegen dürfen. Hier leistet das Suhrkamp-Verbot einem Eklat Schützenhilfe, welchen eigentlich spätestens die englischsprachige Veröffentlichung von Cuomo 1989 schon hätte auslösen können und müssen. Denn der wichtigste Unterschied zwischen Cuomo und Vieregg, die Diskussion um eine Krise bei Günter Eich, wird den Bruch mit der Verlagsleitung nicht heraufbeschworen haben. Die germanistische Forschung wird sich künftighin damit zu beschäftigen haben, ob Viereggs Plädoyer für eine umfassende persönliche Krise ab 1936 stichhaltig genug ist. Vieregg stützt diese These auf die bislang unpublizierten Eich-Briefe, die er als ehedem designierter Brief-Editor kennt, und die das Neue an Viereggs Darstellung sind. Aber genau hier können auch die Zweifel an der Krisen-These des neuseeländischen Germanisten ansetzen: Denn extrahiert man einmal die von Vieregg dargebotenen Brief-Ausschnitte, so legen sie m.E. oft weit mehr ein künstlerisches Ungenügen Eichs nahe, ein Leiden an der oft so banalen Brotarbeit für den Rundfunk, die jedoch umgekehrt finanziell einträglich ist. Zwischen ironischer Süffisanz und sarkastischer Selbsteinschätzung schaffte es der junge Literat einfach nicht, die einmal gewählte freie Schriftstellerexistenz wieder aufzugeben. Wo, wie im Briefdokument von Raschke an Eich am 17. April 1939 (S. 281) deutlich wird, welche politischen Vorgaben seitens der Sendeleitung gemacht wurden, zeigt sich eher ein Dilemma, Schuldzuweisungen von heute aus vornehmen zu wollen. Die selbstverständlich keineswegs kompromißfreie Arbeit Eichs während der Jahre von 1933 bis 1945 bedarf also einer sehr differenzierten und an den Kontext rückgebundenen Diskussion. Dazu jedoch ist die gesamte Palette der Briefe in Form einer Edition nötig. Es bleibt daher nur zu hoffen, daß die geplante Ausgabe mit den Briefen Eichs trotz aller Schwierigkeiten erscheinen wird. Nur mit der dokumentarischen Offenlegung kann zu diesem Zeitpunkt grundsätzlich Neues in der Eich-Forschung erörtert werden. 



(Erschienen in Studienkreis Rundfunk und Geschichte: Mitteilungen 19 (1993), S.115-118.)

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1Vgl. v.a. Peter Horst Neumann: Die Rettung der Poesie im Unsinn. Der Anarchist Günter Eich, Stuttgart 1981, wo eindrucksvoll eine »Kontinuität (...) seines anarchisten Denkens« in »Stufen« postuliert wird.

2Schäfers wiederholt überarbeiteter Aufsatz »Die nichtnationalsozialistische Literatur der jungen Generation im Dritten Reich« erschien zuletzt in Hans Dieter Schäfer: Das gespaltene Bewußtsein. Über deutsche Kultur und Lebenswirklichkeit 1933-1945. Frankfurt am Main 1984.

3Gerhard Hay: Rundfunk und Hörspiel als »Führungsmittel« des Nationalsozialismus. In: Horst Denkler/Karl Prümm (Hrsg.): Die deutsche Literatur im Dritten Reich. Stuttgart 1976, S. 366-381.

4Stefan Bodo Würffel: »(...) denn heute hört uns Deutschland« - Anmerkungen zum Hörspiel im Dritten Reich. In: Ralf Schnell (Hrsg.): Kunst und Kultur im deutschen Faschismus. Stuttgart 1978, S. 129-155.

5Wolfram Wessels: Hörspiele im Dritten Reich. Zur Institutionen-, Theorie- und Literaturgeschichte. Bonn 1985.

6In: Glenn Cuomo: Günter Eichs Rundfunkbeiträge in den Jahren 1933-1940. Eine kommentierte Neuaufstellung. In: Rundfunk und Fernsehen 32. Jg. (1984), H.1, S. 83­-96.

7Vgl. Günter Eich. Die Hörspiele I. Hrsg. von Karl H. Karst. Frankfurt am Main 1991, 5. 779-806 und Karl H. Karst: Günter Eich. Radiographie. In: medium 23. Jg. (1993), H. 1, S. 70f. Beide Verzeichnisse sind identisch.

8Vgl. auch Justus Fetscher: Spuren eines Spurlosen. Trauerarbeit im Schreiben Günter Eichs. In: Justus Fetscher u.a. (Hrsg.): Die Gruppe 47 in der Geschichte der Bundesrepublik. Würzburg 1991, S. 218-238, der sich auf Cuomo stützt, wenn er die später so von Vieregg wieder aufgegriffene These einer »Trauerarbeit« aufstellt.

9Vieregg irrt, wenn er angibt, den »Fragebogen für Mitglieder« des RDS zum erstenmal auszuwerten (S. 20); vgl. Cuomo. S. 20 und Anm. 58.

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